Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Infotag im FB G am 20.03.2019

Geodäsie (FB G)

Oktokopter

Geländemodell

Orthophoto

Weltkarte auf ein Blatt Papier gemalt

Die gemalte Karte als Kugel

Ferrtige Übersichtskarte mit der Wohnraumattraktivität in Bochum

Ein detaillierter Ausschnitt aus der Übersichtskarte Wohnraumattraktivität in Bochum

Mikrometergenaues Messen im Längenmesslabor

Rund 75 Schülerinnen und Schüler der Berufskollegs Düsseldorf, Dortmund und Recklinghausen, sowie 10 Einzelpersonen sind der Einladung des Fachbereichs Geodäsie der Hochschule Bochum zum Infotag am 20.03.2019 gefolgt.

Um 9.00h ging es los. Herr Prof. Dr. Wytzisk-Arens, Dekan des Fachbereichs Geodäsie, und Dekaneassistentin Dipl.-Kffr. (FH) Daniela Kempka, stellten den SchülerInnen die beiden Bachelor-Studiengänge Vermessung und Geoinformatik vor. Schwerpunkte hierbei waren die neuen Strukturen der beiden Studiengänge ab WS 2019/20, die einen verlustfreien Wechsel zwischen den beiden Studiengängen nach dem ersten Semester ermöglichen, sowie die vielseitigen und exzellenten Berufsaussichten für Absolventen und die vielen Vorzüge des Hochschulstandortes Bochum. Herr Prof. Dr. Wytzisk-Arens ermutigte insbesondere die Berufsschüler nach der Ausbildung noch 3,5 weitere Jahre in Ihre Hochschulausbildung zu investieren, um noch vielfältigere, gut bezahlte Jobaussichten zu haben. Sogar eine Promotion ist am Ende der FH-Laufbahn, z.B. in Kooperation mit dem Graduierteninstitut NRW, möglich.

Nach der Einführungsveranstaltung folgte ein Programm mit 4 Impulsvorträgen, die den Studieninteressierten einen Einblick in die Themen, die sie im Studium erwarten, als auch in interessante Projekte, an denen im Fachbereich gearbeitet wird, ermöglichen sollten.

Anschließend hatten die Studieninteressierten die Möglichkeit an einem von 4 Workshop teilzunehmen.

  • Labor für Geovisualisierung: Hier wurde eine Weltkarte auf ein Blatt Papier gemalt und anschließend auf eine Kugel projiziert. Das ist gar nicht so einfach wie es sich anhört. Entweder werden die Winkel verzerrt oder die Flächen oder die Strecken oder alles ein bisschen. Wer es zu Hause auch mal ausprobieren möchte findet hier die Aufgabenstellung und die benötigte html.Datei.
  • Labor für Photogrammetrie: Den Studieninteressierten wurde ein leistungsfähiger Oktokopter vorgestellt und Einsatzgebiete für ein solches System erläutert. Im Rahmen des Workshops wurde eine Projektplanung für eine Befliegung auf dem Hochschulgelände durchgeführt und anschließend die Grünfläche zwischen dem Mensagebäude und der Geothermie mit Hilfe des Oktokopters erfasst. Zurück im Labor wurden diese Bilddaten (62 Photos) verknüpft und aufbereitet. Als Ergebnis lagen nun ein texturiertes Geländemodell sowie ein sogenanntes Orthophoto vor.
  • Im GIS-Labor haben die Studieninteressierten eine Analyse zur Wohnraumattraktivität der Stadt Bochum durchgeführt. Dafür definierten die SchülerInnen eigenständig, welche Infrastrukturen (Restaurants, Supermärkte, etc.) in unmittelbarer Nähe ihres Wohnsitzes vorhanden sein sollten bzw. für sie in einem Wohngebiet wichtig sind. Aus einem Datensatz des Regionalverbandes Ruhr von sogenannten „Points of interest“ konnten sich die Teilnehmer jeweils zwei Kategorien auswählen und festlegen, in welcher Luftlinienentfernung diese maximal von einem möglichen Wohngebäude entfernt sein sollen. Mit Hilfe des Geoinformationssystems QGIS und darin befindlicher Werkzeuge, wurde von den Studieninteressierten eigenständig unter Anleitung eine Analyse durchgeführt und anschließend eine individuelle Karte mit dem für sie persönlich attraktiven Wohnraum in Bochum erstellt.
  • Labor für Instrumentenprüfung und Längenmesstechnik: SchülerInnen hatten die Gelegenheit, in die Welt der Kalibrierung geodätischer Messmittel und der hochpräzisen Längenmessung einzutauchen. Mit Hilfe eines Laserinterferometers konnten unter kontrollierter Laboratmosphäre Streckenmessungen mit einer Genauigkeit von wenigen Mikrometern durchgeführt werden, mit welchen dann das Streckenmessteil eines modernen Tachymeters genauestens untersucht wurde. Die entstandene Messreihe wurde anschließend von den Studieninteressierten per Tabellenkalkulation ausgewertet und die Ergebnisse wurden in unterschiedlichen Diagrammen grafisch dargestellt. Dem untersuchten Tachymeter konnte dadurch eine hohe Güte der Streckenmessgenauigkeit, deutlich im Rahmen der Herstellerangaben, nachgewiesen werden.

Zum Abschluss des Vormittags hatten die SchülerInnen Zeit Fragen zu stellen und sich individuell beraten zu lassen.