Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Offener Brief vom Präsidenten und Kanzler zum Coronavirus

v.l. Präsident Prof. Dr. Jürgen Bock und Kanzler Markus Hinsenkamp richten sich mit einem offenen Brief an alle Hochschulangehörige.

Liebe Studierende, liebe Beschäftigte, liebe Freunde der Hochschule Bochum,

wer in diesen Tagen den Weg zum Campus der Hochschule in Bochum oder in Heiligenhaus einschlägt, erlebt die ungewohnte Atmosphäre, die hier in Zeiten des Coronavirus zum Tragen kommt: nur wenige Menschen sind unterwegs, Straßen und Gebäude wirken trotz Sonnenschein leer und ausgestorben. Kein Wunder: die Hochschule bleibt bis zum 20. April für die Öffentlichkeit geschlossen.

Was auf diese Weise beunruhigend erscheint, ist andererseits aber auch ein gutes Signal: nahezu alle Menschen in diesem Land halten sich an das Gebot der Stunde, reduzieren und meiden direkte persönliche Kontakte und tragen so dazu bei, die Ausbreitung des gefährlichen Virus zu bremsen.

Für diese große und vielfach unser Leben schützende Leistung zahlen wir und nicht zuletzt Sie, liebe Studentinnen und Studenten, einen hohen Preis: Da ist die Ungewissheit, wann Sie Ihre Prüfungen nachholen können, da ist eventuell erst recht die Sorge, wie Sie beim aktuellen Stillstand des öffentlichen Lebens und vieler Teile unserer Wirtschaft Ihren Lebensunterhalt sichern können. Und da ist die Frage, wie Sie in der nächsten Zeit überhaupt ohne ein gewisses Maß an persönlichen Kontakten Ihr Studium fortsetzen können.

Speziell die Erwartungen an die so immer wichtiger werdenden digitalen Lernmittel begreift die Hochschule als Herausforderung und Chance. Sie hat eine „Taskforce Digitalisierung“ eingerichtet, die die bereits vorhandenen Ressourcen und Einrichtungen für eine bessere und intensivere Nutzung optimieren und neue digitale Angebote schaffen will und die Zukunftsszenarien entwirft. Über Ihre Ideen und kreativen Anregungen freuen wir uns natürlich auch …

Sie, liebe Beschäftigte, Kolleginnen und Kollegen, halten unter erschwerten organisatorischen und persönlichen Bedingungen auf dem Hochschulcampus oder im Homeoffice von zu Hause aus den Betrieb aufrecht. Dafür möchten wir uns bei Ihnen herzlich bedanken! Und unser Dank gilt auch allen, deren Verständnis und Geduld dazu beiträgt, mit der aktuellen Situation positiv und menschenfreundlich umzugehen.

„Ich bin überzeugt, dieser Gemeinsinn, dieses ‚wir treten füreinander ein‘, wird uns alle gemeinsam durch diese schwere Zeit tragen“, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel uns Bürgerinnen und Bürgern jetzt Mut gemacht. Dieser Überzeugung möchten wir uns anschließen!

Bleiben Sie gesund und bleiben Sie soweit es geht zu Hause!

Ihr Prof. Dr. Jürgen Bock, Hochschulpräsident,

Ihr Markus Hinsenkamp, Hochschulkanzler