Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Hochschule Bochum mit Transferkonzept „THALES“ erfolgreich

PRESSEMITTEILUNG, Nachhaltige Hochschule

Als „Innovative Hochschule“ den Wandel zu einer nachhaltigen Metropolregion mitgestalten

Seit mehr als zehn Jahren versteht sich die Hochschule Bochum der Nachhaltigkeit verpflichtet. Dafür hat sie ihre Forschung und Entwicklung immer weiter am Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet. Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften möchte sie durch den Wissens- und Technologietransfer einen aktiven Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Hochschule und unserer Gesellschaft leisten. Dabei möchte sie besonders in der Metropole Ruhr wirken, die sich als Standort energie- und ressourcen intensiver Industrien zahlreichen Herausforderungen bei der Gestaltung einer lebenswerten Region gegenübersieht.

Gefördert wird die Hochschule Bochum dabei zukünftig von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“. Sie unterstützt ab 2023 für fünf Jahre das Projekt „Transfer Hub for the Advancement, Livability and Efficacy of Sustainability Transformations – THALES“ (Transferzentrum für die Weiterentwicklung, Lebensqualität und Wirksamkeit von Nachhaltigkeitstransformationen). Die genaue Fördersumme wird in den kommenden Monaten mit dem Projektträger verhandelt.

Diese Förderentscheidung sieht die HAW einerseits als Auszeichnung für ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit und andererseits als wichtige Investition in ihre Zukunft und die der Region.

Der Kern des Vorhabens sind der Aufbau eines Transferzentrums an der Hochschule mit einer durchdachten Dienstleistungs- und Managementstruktur, der Aus- und Aufbau strategischer Partnerschaften mit Multiplikator*innen der Metropole Ruhr zu einem regionalen Transfernetzwerk (Transformationsallianz) für Nachhaltigkeit sowie die Umsetzung von neun konkreten Transferprojekten in den Transformationsfeldern „Resilienz, Mobilität, Energie“, „Nachhaltiges Leben und Wirtschaften“ sowie „Produzieren, Planen, Bauen“. Die Transferprojekte orientieren sich am Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung und den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen, mit Fokus auf die Transformationsfelder „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ und „Maßnahmen zum Klimaschutz“.

„Innovative Hochschule“ ist eine Bund-Länder-Initiative zur Förderung des forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers. „Unsere Hochschulen für Angewandte Wissenschaft und Fachhochschulen sowie die kleinen und mittleren Universitäten sind mit ihrer Verankerung in der Region Innovationsmotoren für unser Land“, verdeutlichte Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung und Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) anlässlich der Förderentscheidungen. „Mit der Förderinitiative ‚Innovative Hochschule‘ unterstützen wir ihre Stärken ganz gezielt“, denn sie seien Strategiegeber im regionalen Innovationssystem.

Beschlossen wurde die Initiative von den Regierungschefinnen und -chefs von Bund und Ländern im Jahr 2016. Sie soll insbesondere Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sowie kleine und mittlere Universitäten darin unterstützen, sich im Leistungsbereich Transfer und Innovation zu profilieren und ihre strategische Rolle im regionalen und überregionalen Innovationssystem zu stärken. Insgesamt stellen Bund und Länder für die zweite Förderrunde bis zu 285 Millionen Euro zur Verfügung. Die Fördermittel werden zu 90 Prozent vom Bund und zu zehn Prozent vom Bundesland der jeweiligen Hochschule getragen.

Über alle neu eingereichten Anträge ist nun in einem gemeinsamen wissenschaftsgeleiteten Wettbewerbsverfahren entschieden worden. Unter den 165 antragstellenden Hochschulen befanden sich 110 Fachhochschulen, 42 Universitäten und Pädagogische Hochschulen sowie 13 Kunst- und Musikhochschulen. Die Förderinitiative wird in zwei Auswahlrunden durchgeführt. An der zweiten Auswahlrunde (2023 bis 2027) konnten sich sowohl bereits in der ersten Auswahlrunde geförderte Hochschulen als auch bisher nicht geförderte Hochschulen beteiligen. Es wurden insgesamt 55 Hochschulen ausgezeichnet, neun davon in Nordrhein-Westfalen. Neben der Hochschule Bochum sind dies die Fachhochschule Bielefeld, die Hochschule Rhein-Waal, die Folkwang Universität der Künste in Essen, die Fachhochschule Südwestfalen in Kooperation mit der Hochschule Hamm-Lippstadt, die Technische Hochschule Köln, die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe sowie die Universität Siegen.