Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Einmal voll machen, bitte! – Strom tanken an der BO

Das BObby E-Scooter Projekt der Hochschule Bochum, unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Semih Severengiz (FB E), verbindet bisherige Sharingsysteme mit innovativer neuer Technik. Derzeit 14 Studierenden forschen hier ganz praktisch an wegweisenden nachhaltigen Mobilitätskonzepten im urbanen Raum. Nun wurde auf dem Bochumer Campus der Akkuladeschrank „Swobbee“ installiert.

Das BObby-Team aus Bachelor- und Masterstudierenden testet Elektromotorroller im Sharingservice, die eine platzsparende und günstige Alternative zum Auto darstellen sollen. Die Ziele der Projektgruppe sind klar definiert: Treibhausgasemissionen sollen gesenkt werden und die Verkehrsbelastung abnehmen, damit eine flexible und schnelle Fortbewegung möglich ist. Im Projekt werden nicht nur Forschungen zu den Elektromotorroller angestellt, die studentischen Mitglieder beschäftigen sich auch mit Konzepten zum Betrieb der Sharingdienste. In diesem Zusammenhang wurde am 20. November 2019 der Akkuladeschrank Swobbee geliefert. Die handlichen, entnehmbaren Akkus der Elektromotorroller können in dem Schrank geladen werden. Dadurch verläuft der Akkutausch reibungslos und schnell und der Roller kann sofort wieder in den Sharingbetrieb aufgenommen werden. Der Akkuladeschrank beruht auf dem Geschäftsmodell „Battery-as-a-service“. Durch intelligent verteilte Akkuladeschränke kann ein Akkutausch von den Kunden des Sharingdienstes selbst vollzogen werden. Bisher nutzen die meisten Sharinganbieter das sogenannte „Milk-run-Prinzip“. In diesem Falle fahren die Mitarbeiter*innen mit Transportern zu den einzelnen Sharing-Fahrzeugen, die in der Stadt verteilt sind und wechseln die Akkus. Dadurch ergeben sich neue Fahrwege, die zusätzliche Zeit und Emissionen beanspruchen.

Der Ladeschrank an der Hochschule wurde neben dem D3-Gebäude aufgebaut, in dem sich auch der Projektraum des BObby-Teams befindet. Ausgestattet mit zwei Ladefächern für Greenpack-Akkus und sechs Ladefächern für Kumpan-Akkus könne in dem Schrank die Akkus der Roller und des mitgelieferten Lastenrades geladen werden.

Das nächste Ziel des BObby E-Scooter Projektes ist der Start von internen Feldversuchen mit drei Rollern. Dabei sollen vor allem die verschieden Sharingkonzepte und ein skalierbares Geschäftsmodell getestet werden. Zudem werden Indikatoren festgelegt, auf deren Grundlage die Nachhaltigkeit der Elektromotorroller und des Sharingmodells zu überprüfen ist. Dieses Pilotprojekt wird zunächst von den Projektmitgliedern durchgeführt und wissenschaftlich begleitet. Dabei steht die Nachhaltigkeit im Vordergrund der Projektphilosophie. Der Strommix für die Akkus soll deshalb durch die Errichtung einer Solaranlage aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Das wird den Weg zu einer externen Testphase durch Studierende ebnen und die Gestaltung der Hochschulumgebung durch einen Sharing E-Scooter-Port nachhaltig verändern.