Workshop 13: Physiotherapie nach Sport-Concussion / Gehirnerschütterung

Inhalt des Workshops:
Inhalt des Workshops: Gehirnerschütterungen – unabhängig davon, ob sie sportbedingt oder durch andere Ursachen entstehen – treten häufig auf und gehen mit individuell unterschiedlichen Symptomen einher. Zu den Beschwerden zählen Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen sowie Geräusch- und Lichtempfindlichkeit. Zusätzlich treten Angstzustände, depressive Verstimmungen sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen auf. Neben akuten Beschwerden bestehen teilweise auch längerfristige Symptomkomplexe. Betroffen sind verschiedene Systeme, darunter zerebrale Strukturen, das autonome Nervensystem, die Halswirbelsäule sowie das vestibuläre und das okulomotorische System. Aktuelle Forschung – einschließlich klinischer Studien, systematischer Übersichtsarbeiten sowie der Entwicklung standardisierter Assessment-Tools und strukturierter Return-to-Activity-Konzepte – unterstreicht die Bedeutung einer frühzeitigen, gezielten Rehabilitation zur Reduktion von Rückfällen und chronischen Beschwerden. Die Physiotherapie ist hierbei ein zentraler Bestandteil eines modernen, interdisziplinären Behandlungsansatzes.

Lernziele:
Im theoretischen Teil werden aktuelle klinische Evidenz, pathophysiologische Zusammenhänge sowie funktionelle Auswirkungen nach einer Gehirnerschütterung dargestellt und analysiert. Im praktischen Teil wenden die Teilnehmenden spezifische physiotherapeutische Assessments und Behandlungsansätze an, bewerten diese und diskutieren deren klinische Relevanz.

Zielgruppe:
Der Workshop richtet sich an Forschende aus den Bereichen Neurologie, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Kopfschmerz sowie an klinisch tätige Therapeut*innen mit Interesse an Beschwerdekomplexen nach Kopf- und Nackenverletzungen.

Elke Schulze, M.Sc. Advanced Clinical Practice

Informationen zu den Referent*innen:

Elke Schulze, Physiotherapeutin, MSc Advanced Clinical Practice (OMT), ist Dozentin für erweiterte Therapiekonzepte und Clinical Reasoning und hat mehrere Jahre Erfahrung als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der OTH Regensburg. Sie war Clinical Lead in Rehabilitationseinrichtungen und ist Inhaberin einer Physiotherapiepraxis. Als Brückenbauerin zwischen Forschung und Praxis verbindet sie evidenzbasierte Erkenntnisse mit klinischer Erfahrung. Seit über 25 Jahren engagiert sie sich in der Fort- und Weiterbildung. Ihre Schwerpunkte sind Kopfschmerz, Schwindel, Gehirnerschütterung und muskuloskelettale Beschwerden. Sie wirkt an Leitlinien mit, ist 1. Vorsitzende des kopftherapeuten e.V. und Mitautorin von „Kopfarbeit in guten Händen“.