Workshop 18: Traumasensible Physiotherapie

Inhalt des Workshops:
Eine Vielzahl unserer Patient*innen in der Physiotherapie haben etwas potentiell traumatisches erlebt wie z.B. einen Schlaganfall oder auch eine Sportverletzung, die das Karriereaus bedeutet. Obwohl die Physiotherapie durchaus das Risiko bietet dieses Trauma zu verstärken, findet es kaum Berücksichtigung in unserer Arbeit. 

In diesem Workshop wird ein praxisnaher Einblick in den Umgang mit Menschen, die potenziell traumatische Erfahrungen gemacht haben, gegeben. Es wird aufgezeigt was traumatische Ereignisse kennzeichnet, welche Phasen Betroffene durchlaufen und wie sich Traumafolgen in Denken, Fühlen und Verhalten äußern. Dabei wird auch eingeordnet, warum nicht jede belastende Erfahrung automatisch zu einer Traumatisierung führt.

Ein Schwerpunkt liegt auf der praktischen Handlungssicherheit: es werden konkrete Ansätze für die Begleitung nach krisenhaften Situationen erarbeitet, die helfen eine  Retraumatisierung seitens der Patient*innen zu vermeiden. Ergänzend werden Ideen  für Selbstfürsorge entwickelt und Impulse zu Unterstützungsangeboten vorgestellt.

Lernziele:
Die Teilnehmenden haben ein verbessertes Verständnis für Patient*innen, die etwas potentiell traumatisches erlebt haben, können deren Verhalten einordnen und in der physiotherapeutischen Versorgung eine Retraumatisierung vermeiden.

Zielgruppe:
Der Workshop richtet sich an alle, die sich bisher noch nicht eingehend mit dem Thema traumasensible Physiotherapie beschäftigt haben.

Prof. Dr. Christina Groll

Informationen zu den Referent*innen:

Christina Groll ist Professorin für Physiotherapie an der HS Bochum. Geprägt durch ihre vorherige Arbeit in der Praxis und mit Menschen mit (erworbener) Behinderung im Kontext von physiosail sowie im Para-Sport setzt sie sich seit Jahren intensiv mit dem Thema der traumasensiblen Physiotherapie auseinander. In Rahmen der Lehre vermittelt sie dieses bedeutsame Thema zudem den Studierenden.