Workshop 24: Wissenschaftstheoretische Grundlagen – Ein Blick hinter die Kulissen einer vielfältigen Forschung
Inhalt des Workshops:
In der Physiotherapie befassen sich Forschende mit unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten. Was mit den Forschungsvorhaben erzielt wird, hängt dabei maßgeblich von untermauernden ontologischen und epistemologischen Grundannahmen sowie sich daraus ableitenden Forschungsmethodologien ab. Schwächen und Stärken des gewählten Forschungsparadigmas beeinflussen damit auch, welche theoretischen Annahmen sie treffen und welche praktischen Schlussfolgerungen Forschende aus ihrer Arbeit ziehen können.
Für Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen und Lehrende in der Physiotherapie ist es wichtig zu wissen, welche Forschungsfrage zu welchem Forschungsparadigma gehört und wie anhand dessen geeignete Forschungsmethoden einzusetzen sind und Ableitungen in die Praxis möglich werden. Nur so lassen sich Ergebnisse erzielen, die anschließend sinnvoll in die Praxis übertragen und umgesetzt werden können. In diesem Workshop werden vier bekannte Forschungsparadigmen vorgestellt und Beispiele für geeignete Fragestellungen aus der Physiotherapiewissenschaft gegeben. Behandelt werden: Positivismus, Interpretativismus, sozialkritisches Paradigma und Poststrukturalismus.
Der Workshop dauert 90 Minuten und bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich wissenschaftstheoretische Grundlagen auf spielerische Weise anzueignen. Dabei vertiefen sie in arbeitsgleichen Gruppenarbeiten ihr Wissen und erhalten die Möglichkeit ihr Wissen in einer geleiteten Diskussion kritisch zu hinterfragen.
Lernziele:
1. Die Workshopteilnehmer*innen erklären generelle Charakteristika vier bekannter Forschungsparadigmen in der Physiotherapie; 2. Die Workshopteilnehmenden sind sensibilisiert für unterschiedliche Forschungsparadigmen und ihre Eignung für verschiedene Forschungsgegenstände in der Physiotherapie.
Zielgruppe:
Es dürfen sich alle Interessierten angesprochen fühlen. Für die Teilnahme am Workshop sind keine Vorkenntnisse notwendig.


Informationen zu den Referent*innen:
Katharina Bopp, Physiotherapeutin, B.Sc. in Gesundheit und Pflege und M.A. in Pädagogik in Gesundheit und Pflege, praktisch tätig in Teilzeit und als Lehrbeauftragte. Doktorandin an der Hochschule Furtwangen. Interessen: Professionsentwicklung, Environmental Physiotherapy, Postqualitative Research
Pia Pütz, Physiotherapeutin, B.Sc. in Gesundheit und Pflege, cand. M.A. in Pädagogik in Gesundheit und Pflege, praktisch im ambulant-neurologischen Bereich tätig in Teilzeit, Interessen: Kritische und Poststrukturalistische Theorien, Critical Physiotherapy
Laura A. Haase, Physiotherapeutin, B.Sc. und M.Sc. im interprofessionellen Studiengang Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie. Lehrbeauftragte an der Hochschule Fulda und der HAWK Hildesheim. Doktorandin an der Hochschule Furtwangen. Interessen: Poststrukturalistische- und posthumanistische Theorien, Environmental Physiotherapy, Critical Physiotherapy