Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Hochschule Bochum ist eine der Gewinnerinnen im Wettbewerb "Eine Uni - ein Buch"

ISD

Hochschule Bochum liest "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde und wird mit 10.000 Euro prämiert.

Der Stifterverband und die Klaus Tschira Stiftung unterstützen im Jahr 2019 bundesweit zehn Hochschulen, die sich in verschiedenen Aktionen mit einem Buch ein Semester lang beschäftigen. Kooperationspartner ist der ZEIT Verlag. Jede prämierte Hochschule bekommt 10.000 Euro für die Umsetzung ihres Projekts.

Mit dem Wettbewerb wollten die Initiatoren den Austausch innerhalb der Hochschule und die Identifikation aller Hochschulmitglieder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Hochschule stärken. Ob Erstsemester oder Fakultätsleiterinnen und -leiter, Professorinnen und Professoren oder Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, die Mitglieder einer Hochschule sollten über das ausgewählte Buch ins Gespräch kommen und sich für ein gemeinsames Thema begeistern. Gefördert werden in diesem Jahr unter anderem folgende Hochschulen mit ihren Projekten:

  • Hochschule Bochum liest Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde
  • Universität Duisburg-Essen liest Olivas Garten von Alida Bremer
  • Hochschule Ruhr West liest QualityLand von Marc-Uwe Kling

Das Werk wählen die Hochschulen selbst aus. „Nicht das Thema, sondern die Begründung warum ein Buch ausgewählt wurde, ist für die Förderung der Projekte ausschlaggebend“, erklärt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes. „Die Auseinandersetzung mit einem Thema in den unterschiedlichen Formaten über alle Hierarchiegrenzen hinweg wird nicht nur die Kommunikationskultur in den Hochschulen weiterentwickeln, sie stärkt auch die Verbindung der Hochschulen mit der Gesellschaft.“

Die geplanten Aktionen finden an den verschiedensten Plätzen statt, zum Teil bestimmt durch den Inhalt des ausgewählten Buches. „Die eingereichten Projekte sind sehr unterschiedlich“, sagt Beate Spiegel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung. „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So kommen auf originelle Weise viele Mitarbeiter einer Hochschule zusammen.“ Erörtert werden beispielsweise Themen in einem Sesterzen-Slam, beim Bauen von Bienenstöcken, in einem organisierten Kroatien-Special in der Mensa oder in verschiedenen Social-Media-Aktionen. Darüber hinaus gibt es unter den Gewinnerprojekten aber auch ganz klassische Autorenlesungen, Debatten und Seminare kombiniert mit Theaterbesuchen und Fotowettbewerben.

Hochschule Bochum ist eine der Gewinnerinnen
Eine der Projektförderungen ging an die Hochschule Bochum. Der Roman "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde skizziert, wie sich für Bienen der Lebensraum Erde durch Einfluss des menschlichen Lebenswandels in den letzten zwei Jahrhunderten verändert hat. Negative Entwicklungen bedrohen Bienen in ihrer Existenz, was wiederum unmittelbare Auswirkungen auf das menschliche Leben hat. Diese zukunftsorientierte Erzählung wurde deshalb für das Vorhaben "Den Bienen auf der Spur" von der Hochschule Bochum ausgewählt, weil sie für Nachhaltigkeit und Transdisziplinarität steht und bereits eine Vielzahl von fachübergreifenden Projekten zu nachhaltigen Fragestellungen unterhält. An diese kann ein hochschulweiter Dialog zum Thema Bienenerhalt ideal angebunden werden.

Geplant ist zunächst eine Veranstaltungsreihe, die sich insbesondere mit der Rezeption des Buches beschäftigt, aber auch wissenschaftliche und praktische Aspekte wie zum Beispiel das Bienensterben und die Bienenhaltung von Experten aus der Region aufgreift. Im Mittelpunkt steht der 20. Mai 2019, der Weltbienentag, an dem zahlreiche Aktivitäten auf dem Campus stattfinden werden. Anschließend werden studentische Projekte aus allen Fachdisziplinen initiiert, die eng verbunden sind mit dem Vorhaben, Bienenstöcke im hiesigen Hochschulgarten anzulegen und diese kontinuierlich zu betreuen.

Als weiteres Ziel wird die Hochschule eigenen Honig im ökologisch und tierethisch vertretbaren Rahmen aus den eigenen Bienenstöcken gewinnen und verkaufen. Hierzu wird es Imkerschulungen für Hochschulangehörige geben, die dann die Patenschaft für die Bienenstöcke übernehmen. Mit diesen vielfältigen Formaten werden alle Hochschulangehörigen sowie externe Stakeholder erreicht.

Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Roman wird ferner eine stärkere Verbindung von Literatur, Zivilgesellschaft und Wissenschaft exemplarisch an der Hochschule Bochum geschaffen. Des Weiteren werden der Bienenstock und die Honigproduktion als langfristige Projekte an der Hochschule manifestiert. Hierbei wird auch vermittelt, welche kleinen Schritte im eigenen Lebensumfeld der Studierenden und anderen Hochschulangehörigen Lösungsmöglichkeiten für komplexe, übergeordnete Probleme eröffnen können.

Weiterführende Informationen zu den Gewinner-Projekten und den geplanten Veranstaltungen finden Sie unter: www.stifterverband.org/eine-uni-ein-buch