Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Auch in digitalen Zeiten: Hochschule Bochum zeichnet zwei Lehrpreisträger aus

Sprachenlehrerin Marion Werthebach und Wirtschaftsprofessor Dr. Rolf Tappe sind die besten Dozenten des Jahres 2020

Freut sich mit den Lehrpreisträgern 2020, Marion Werthebach und Prof. Dr. Rolf Tappe (re.): Der Vorsitzende des Auswahlausschusses, Prof. Dr. Arno Bergmann (li.).

Dass beide diesen Preis verdient haben, das steht nicht nur für die Studierenden außer Frage, die sie vorgeschlagen haben: Lehrpreisträger 2020 der Hochschule Bochum sind Sprachendozentin Marion Werthebach (Fachbereich Mechatronik und Maschinenbau) und Prof. Dr. Rolf Tappe (Fachbereich Wirtschaft). Auch Prof. Dr. Arno Bergmann, der Vorsitzende des Auswahlausschusses und selbst Lehrpreisträger 2017, lobte ihre jeweils besonders engagierte und vielseitige Art der Wissensvermittlung. Beim 4. Forum „Gutes Studium, gute Lehre“ der Hochschule Bochum am 8. Oktober 2020, das in diesem Jahr natürlich digital stattfand, wurden sie ausgezeichnet. Sie erhalten ein Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro, das sie eigens für ihre Lehre einsetzen können.

Bereits seit 1999 lehrt Marion Werthebach technisches Englisch und Französisch an der Hochschule Bochum. „Sehr viele Studierende“ hat die Oberstudienrätin im Laufe der Zeit kennengelernt, stimmte sie auf Nachfrage zu. Das ist aber kein Grund für sie, sich durch Vermittlung immer gleicher Inhalte die Arbeit zu vereinfachen: „Frau Werthebach hat jede Lehrveranstaltung individuell gestaltet und nie den Eindruck erweckt, sie würde seit Jahren die gleiche Routine absolvieren. Die Themen waren praxisnah und innovativ“, begründete der Student, der sie für den Preis vorgeschlagen hat. „Insgesamt habe ich weder im Bachelor-, noch im Masterstudium eine weitere ähnlich engagierte Lehrkraft kennengelernt“, fügte er hinzu.

Vielseitig in ihren Methoden und Ansätzen ist auch die Lehre von Prof. Dr. Rolf Tappe. Das ist naheliegend, weil sie somit zu seinem Fachgebiet, „Strategisches Management und Innovationsmanagement“ passt. In seiner Dankesrede schilderte er, was ihn bei der Lehre und beim Lernen wichtig ist: Er möchte, dass die Studierenden aus den Lehrveranstaltungen „etwas mitnehmen“, sprach von Ergebnisorientierung; er möchte Kompetenzen vermitteln, die sie später im beruflichen Alltag erfolgreich sein lässt, skizzierte er seine Lehrphilosophie. Und theoretische Inhalte und Konzepte sollten praxis- und handlungsorientiert eingebettet werden…

Beiden Preisträgern war es in diesem Rahmen ein Anliegen, sich zu den Bedingungen zu äußern, die durch das Digitale Lernen und Lehren einerseits das Studieren erschweren, anderseits aber auch neue Chancen bieten. Sie habe vieles aus dem Online-Unterricht schätzen gelernt, fasste die erfahrene Dozentin Werthebach zusammen. Dazu zählte sie das papierlose Unterrichten, die Vielfältigkeit der möglichen Testformate und die Tatsache, dass sie vieles aus dem Präsenzunterricht in den Online-Unterricht übernehmen könne. Prof. Tappe sah es als Herausforderung, die größere Distanz, die durch die digitale Lehre aufkommt, zu überwinden. Er begreife sie aber auch als Chance. „Digitales Lehren und Lernen und auch Kollaboration wird zukünftig als zentrale Kompetenz von Seiten der Wirtschaft und den zukünftigen Arbeitgebern vorausgesetzt“, prophezeite er.