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Strom-, Gas- und Wasserpreise zeigen große Bandbreite

Empirische Untersuchung der Hochschule Bochum zu Grundversorgungstarifen in NRW

Deutliche Unterschiede bei den Kosten für Energie und Wasser in den Städten Nordrhein-Westfalens zeigt eine Studie des Instituts für Energie- und Wasserwirtschaft (EnWa) der Hochschule Bochum (Foto: Colourbox, Nr. 30886699)

Foto: Colourbox, Nr. 30886699

Deutliche Unterschiede bei den Kosten für Energie und Wasser in den Städten Nordrhein-Westfalens zeigt eine Studie des Instituts für Energie- und Wasserwirtschaft (EnWa) der Hochschule Bochum. Demnach müssen 2-Personen-Haushalte in NRW in der günstigsten Kommune für Strom, Gas und Wasser zusammen gut ein Fünftel weniger ausgeben als in teureren.

Das Institut hat die Grundversorgungstarife in den Sparten Strom, Gas und Wasser in Nordrhein-Westfalen analysiert. Der Untersuchung liegt ein Vergleich der Energie- und Wasserpreise in sämtlichen Städten des Landes mit mehr als 30.000 Einwohnern zugrunde. Im Ergebnis zeigt sich eine große preisliche Bandbreite. Die niedrigsten Preise in Summe werden in der Stadt Kleve erhoben.

Die Energiepreise sind auch 20 Jahre nach Start der Liberalisierung und im zehnten Jahr der Energiewende Mittelpunkt breiter gesellschaftlicher Diskussion. Auch die Wasserpreise sind – nicht zuletzt weil die Wasserversorgung einem Monopol unterliegt – immer wieder Ziel öffentlicher Debatten. Das Institut für Energie- und Wasserwirtschaft der Hochschule Bochum hat unter Leitung der Professoren Dr. Michael Häder und Dr. Dieter Hecht die Tarife in der Grundversorgung für Strom, Gas und Wasser in den rund 140 größten Städten in NRW untersucht.

Im Zentrum der Untersuchung stand das Ziel, für sämtliche in die Analyse einbezogene Städte und Sparten die maßgeblichen Tarife zu ermitteln und auf dieser Grundlage für einen typischen Abnahmefall eine Rangfolge für die einzelnen Sparten Strom, Gas und Wasser sowie ein Gesamtranking zu erstellen. Als Gegenstand des Vergleichs wurden die Grundversorgungstarife gewählt, da ein jeder im jeweiligen Versorgungsgebiet ansässige Haushalt Anspruch auf Versorgung zu diesen Konditionen hat. Da die durchschnittliche Haushaltsgröße in NRW bei 2,03 Personen liegt, wurde als typische Untersuchungsgröße ein 2-Personen-Haushalt zugrunde gelegt mit einem jährlichen Verbrauch von 2.648 kWh Strom, 15.148 kWh Erdgas und 89 cbm Wasser.

Im Ergebnis zeigt die Studie zum Teil markante preisliche Unterschiede in den lokalen Versorgungsgebieten (siehe beiliegende Abbildung und Tabelle). Während ein 2-Personen-Haushalt mit den oben genannten Verbrauchswerten in der Grundversorgung in NRW durchschnittlich 2.289,67 Euro bezahlt, sind es in der Stadt Kleve, die das Ranking anführt, nur 1.812,23 Euro. Damit kosten Strom, Gas und Wasser hier zusammen 20,9% weniger als im Durchschnitt der untersuchten Städte.