Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.
KIA Mechatronik (B.Eng.)

Bachelorstudiengang KIA Mechatronik (Bachelor of Engineering)

Eine auf zwei Jahre verkürzte Ausbildung in einem Elektroberuf, ergänzt durch ein 9-semestriges Studium (4,5 Jahre) am Campus Bochum (1. bis 4. Sem.), führt die Absolventen zum ingenieurwissenschaftlichen Abschluss "Bachelor of Engineering".

Das Studium gliedert sich in ein Basisstudium, das in den ersten beiden Jahren parallel zur Facharbeiterausbildung absolviert wird, und in das sich anschließende fünfsemestrige Vertiefungsstudium. Nach den ersten beiden Jahren wird die praktische Ausbildung im Betrieb mit der Prüfung vor der IHK oder HWK abgeschlossen. Danach geht das Studium in eine Vollzeitphase über.

Nach dem Bachelorstudium in der Elektrotechnik sind Sie perfekt auf einen Berufseinstieg vorbereitet. Sollte nach dem Bachelorabschluss noch Interesse an einer vertiefenden wissenschaftlichen Ausbildung bestehen, können Sie problemlos ein Masterstudium an der Hochschule Bochum im Masterstudiengang Mechatronik anhängen.

Vorteile für die Studierenden:

  • frühzeitige praktische Erfahrung in technischen Disziplinen
  • Erwerb einer Doppelqualifikation: Facharbeiter- sowie Bachelor-Abschluss innerhalb von 4,5 Jahren
  • anteilige Finanzierung des Studiums durch Ausbildungsvergütung  
  • Intensiver Kontakt zum Unternehmen als potenziellem zukünftigen Arbeitgeber

Vorteile für Unternehmen:

  • Ausbildung hochmotivierter zukünftiger Leistungsträger und Mitarbeiter/innen
  • Profitieren vom Know-how der Hochschule
  • Ausbildung von Mitarbeitern/innen mit Hochschulabschluss und Unternehmenserfahrung
Berufsausblick

Das Berufsbild der Mechatronik-Ingenieurin / des Mechatronik-Ingenieurs ist neu. Viele Unternehmen der Großindustrie, aber auch der typischen kleinen und mittleren Unternehmen, fordern aufgrund flacher werdender Organisationsstrukturen und flexibler Einsatzbereiche eine Ingenieurausbildung, welche die Grenzen der klassischen Wissensgebiete sprengt.

Da das Studium der Mechatronik eine breit angelegte Ausbildung beinhaltet, ergeben sich hervorragende Berufsaussichten.

Die Mechatronik beinhaltet Aufgaben der Entwicklung, Konstruktion, Projektierung, Fertigung, Erprobung, Inbetriebnahme, Wartung und des Betriebs technischer Systeme, unabhängig davon, ob es sich um Mikrosysteme oder große Einheiten wie ICE oder Verkehrsflugzeuge handelt. Dabei sind die Funktionen und Verfahren unter den Gesichtspunkten eines optimalen Gesamtsystems zu betrachten. Die hohe Vernetzung der Fachgebiete erfordert Fachleute mit innovativem Systemdenken und dem Wissen aller drei Disziplinen, ohne einE FachspezialistIn zu sein.

Die Mechatronik-Ingenieurin / Der Mechatronik-Ingenieur kann...

  • dort an den Schnittstellen von Maschinenbau, Elektrotechnik/Elektronik und Informatik tätig sein, wo bisher Reibungsflächen klassischer Fachabteilungen aufgetreten sind,
  • als VermittlerIn zwischen den bestehenden Fachgebieten in den Unternehmen durch seine Koordination die Leistungsfähigkeit der Spezialteams erweitern,
  • in den zunehmend interdisziplinären Bereichen Forschungs-, Entwicklungs- und Projektbetreuungsaufgaben übernehmen, die ganzheitliches Denken und Handeln erfordern,
  • aufgrund ihrer / seiner breiten technischen Ausbildung, Detailaufgaben lösen, aber sich auch rasch in ein neues, evtl. auch spezialisiertes Aufgabengebiet mit den dort gebräuchlichen modernen Techniken einarbeiten.

Einsatzfelder für Mechatronik sind:

  • Fahrzeugtechnik
  • Automatisierungstechnik
  • Robotik
  • Flugsystemtechnik
  • Medizintechnik

Studienstruktur

Das duale Studium teilt sich auf in einen Berufsausbildungsteil, der an drei Tagen in der Woche im Unternehmen stattfindet sowie in eine Studienphase, die die Studierenden an zwei Tagen in der Woche in der Hochschule verbringen. Hierfür werden sie von den Unternehmen freigestellt. Eine Berufsschulpflicht besteht nicht.

Die vorlesungsfreie Zeit ist der Berufsausbildung sowie der Abwicklung des Tarifurlaubs vorbehalten. Zu Beginn und am Ende der Vorlesungszeit finden üblicherweise Prüfungen statt. Diese sind so abgestimmt, dass sowohl ein geregelter Ausbildungs- als auch Studienbetrieb möglich sind. Studierende der Kooperativen Ingenieurausbildung absolvieren so in vier Semestern den gleichen Lernstoff, wie grundständige Studierende in zwei Fachsemestern.

Studienverlauf Bachelor Mechatronik - Kooperative Ingenieurausbildung KIA (9-semestrig):

Vom 1. bis zum 4. Semester werden die Inhalte studiert, die im Vollzeitstudium in den ersten zwei Semestern gelehrt werden. KIA-Studierende absolvieren 3 Tage pro Woche die praktische Ausbildung im Betrieb, an 2 Tagen pro Woche das Basisstudium an der Hochschule.

Parallel zum Basisstudium schließen KIA-Studierende nach 4 Semestern eine Berufsausbildung in einem Metall-, Elektro- oder IT-Beruf mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) bzw. der Handwerkskammer (HWK) ab.

Als Vollzeitstudium sind das 5., 6. und 7. Semester Mechatronikspezifische Theoriesemester (siehe Vollzeitstudium, 3. - 5. Semester).

Das 8. Semester findet ebenfalls als Vollzeitstudium am Hochschulstandort Bochum oder Velbert/Heiligenhaus statt und ist das Vertiefungssemester mit diesen Wahlmöglichkeiten:

  • Mechatronische Systeme
  • Automotive
  • Internationales Ingenieurwesen
  • Praxisauslandssemester
  • Internationales Studienjahr
  • Vertiefungsmöglichkeiten aus Maschinenbau (Konstruktion oder Produktion) oder Elektrotechnik (Kommunikation oder Automatisierung)

Abgeschlossen wird das KIA-Studium im 9. Semester mit einer 10-wöchigen Praxisphase in der Industrie oder einem Forschungslabor und der Bachelor-Arbeit.


Ausbildungsberufe

Diese Ausbildungsberufe können Sie mit dem KIA-Studium Mechatronik verbinden:

  • Behälter- und Apparatebauer/-in
  • Bergbautechnologe/-in
  • Chirurgiemechaniker/-in
  • Elektroanlagenmonteur/-in
  • Elektroniker/-in
  • Feinwerkmechaniker/-in
  • Fertigungsmechaniker/-in
  • Fluggerätelektroniker/-in
  • Fluggerätemechaniker/-in
  • Gießereimechaniker/-in
  • Industriemechaniker/-in
  • Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-in
  • Konstruktionsmechaniker/-in
  • Kraftfahrzeugmechatroniker/-in
  • Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in
  • Mechatroniker/-in
  • Metallbauer/-in
  • Mikrotechnologe/-in
  • Packmitteltechnologe/-in
  • Produktionstechnologe/-in
  • Schiffsmechaniker/-in
  • Schneidwerkzeugmechaniker/-in
  • Stanz- und Umformmechaniker/-in
  • Systemelektroniker/-in
  • Technische/r Modellbauer/-in
  • Technische/r Produktdesigner/-in
  • Technische/r Systemplaner/-in
  • Verfahrensmechaniker/-in
  • Werkstoffprüfer/-in
  • Werkzeugmechaniker/-in
  • Zerspanungsmechaniker/-in
  • Zweiradmechaniker/-in
  • Zweiradmechatroniker/-in
  • ... und Weitere...

Zugangsvoraussetzungen

Hochschulzugangsberechtigung

  • die Hochschulzugangsberechtigung Abitur (allgemeine Hochschulreife) oder Fachabitur (Fachhochschulreife) mit abgeschlossenem schulischem und praktischem Teil oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung
    und
  • der Abschluss eines Ausbildungsvertrages mit einem an der Kooperativen Ingenieurausbildung beteiligten Unternehmen oder einem anderen geeigneten Betrieb.

Ausbildung

Der Ausbildungsvertrag muss durch die IHK oder Kreishandwerkerschaft als Ausbildungsvertrag anerkannt sein. Der Abschluss eines Ausbildungsvertrages ist bei der Einschreibung nachzuweisen.

Ein Vorpraktikum oder andere praktische Tätigkeiten vor dem Studium werden nicht verlangt. Weitere Zulassungsbeschränkungen gibt es nicht.

Ein Studienplatz ist Ihnen sicher, wenn ein Ausbildungsplatz und die Hochschulzugangsberechtigung nachgewiesen werden.


Kooperierende Unternehmen

Fordern Sie bei uns die aktuelle KIA-Unternehmensliste mit allen Ansprechpartner an: kia(at)hs-bochum.de


Beachten Sie bitte auch die Rahmenordnungen für die Studiengänge der Hochschule Bochum.

 

KIA Mechatronik

Noch Fragen? Infos gibt es bei:

Ute Jahn
Raum: C 0-11
Tel.: +49 234 32 10096