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Sarah - Mein 4. Semester Informatik (Bachelor)

"Neben den regulären Veranstaltungen und meinem Nebenjob an der Hochschule, habe ich mich im Rahmen unseres BOtschafter-Projekts engagiert."

Sarah programmiert

Welche Veranstaltungen hast du in diesem Semester belegt?

Rechnerarchitekturen, Programmieren in Java 2, Mathematik für Informatiker 2, Moderne Webtechnologien 2 und die Ringvorlesung.

Welche waren besonders interessant? Warum?

Meine Highlights dieses Semester waren die Module Java 2 und Rechnerarchitekturen. In Java 2 haben wir Grafikprogrammierung als Thema gehabt, was viele neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnete und optisch sehr ansprechend war. In Rechnerarchitektur haben wir gesehen, was alles mit einem einfachen Mikrocontroller möglich ist. Man hat sehr spannende Einblicke in diese Art von Hardware bekommen und konnte neue Kommiliton*innen über seinen Fachbereich hinaus kennenlernen, da dieses Modul zusammen mit den Studierenden der Elektrotechnik gehalten wurde.

Welche haben dich am meisten herausgefordert? Warum?

Tatsächlich möchte ich an diesem Punkt das Modul Rechnerarchitekturen erwähnen. Es war für uns Informatikstudierende zu Beginn etwas schwierig, sich in die elektrotechnischen Ausprägungen des Fachs hineinzuversetzen, aber unser Dozent motivierte und begeisterte uns gleichzeitig so viel für sein Fach, dass man freiwillig viel Zeit und Interesse in das Fach investiert hat, sodass die Anfangsschwierigkeiten schnell verflogen sind.

Was war das Besondere an diesem Semester (im Vergleich zu denen davor)?

Es war für mich das erste Semester, das mal ein wenig entspannter und angenehmer gewesen ist und ich mich so gut organisiert bekommen habe, dass das Semester an sich wirklich gut lief. Ich konnte meine erlangten Grundkenntnisse aus den Semestern zuvor endlich anwenden und vertiefen. Ich hatte das Gefühl, dass sich das große „Studiums-Puzzle“ endlich langsam zusammenfügt. Die einzelnen Zusammenhänge waren dieses Semester sehr deutlich zu erkennen.

Was hast du neben den regulären Veranstaltungen gemacht (Fachschaft, studentische Projekte, in deiner Freizeit etc.)?

Neben den regulären Veranstaltungen und meinem Nebenjob an der Hochschule, habe ich mich im Rahmen unseres „BOtschafter-Projekts“ engagiert und mich um die Beratung und Begleitung von zukünftigen Studierenden aus studentischer Perspektive gekümmert. Ein anderes studentisches Projekt haben wir im Rahmen des Moduls „Moderne Webtechnologien 2“ durchgeführt und dort eine App entwickelt, die den Zugang zu den Stundenplänen und die Organisation für Studierende erleichtern sollte. Für mich persönlich und meinen weiteren Weg habe ich noch Veranstaltungen wie das Netzwerktreffen „WomEngineer“ an unserer Hochschule besucht, welches Frauen für einen technischen Beruf begeistern und Chancen aufzeigen möchte sowie einen informativen Erfahrungsaustausch für Frauen bietet.

Welche Pläne hast du für das nächste Semester?/bis zum Abschluss deines Studiums?

Ich möchte mich gerne weiter und noch mehr an meiner Hochschule engagieren und insbesondere Frauen und „Arbeiterkindern“ Mut zusprechen, sich ganz bewusst für ein Studium bei uns zu an der BO zu entscheiden.
Für mich selbst, habe ich auch schon ein paar interessante Vertiefungsrichtungen für das kommende Semester ins Auge gefasst und möchte gerne ein paar Module aus Semester 3 und 1 nachholen, die zeitlich damals leider nicht in meinen Studienablauf hineingepasst haben. Wenn ich dann noch Ressourcen übrig habe, würde ich gerne meinem Wunsch seit vier Semestern nachgehen und bei einem Theaterkurs an der Studiobühne der RUB mitmachen.

"Technik interessiert mich schon seit meiner Kindheit."

programmierter Code

Wieso hast du dich für den Studiengang entschieden?

Technik interessiert mich schon seit meiner Kindheit. Ich bin damit aufgewachsen und das Bedürfnis, hinter die Kulissen schauen zu wollen, ist im Erwachsenenalter immer größer geworden - auch, weil ich mich nach meiner vorangegangenen kaufmännischen Ausbildung noch nicht „fertig“ gefühlt habe.
Ein zusätzlicher Entscheidungsfaktor: Mir ist Bildungsgerechtigkeit ein sehr wichtiges persönliches Anliegen. Als s.g. „Arbeiterkind“ möchte ich bewusst ein Statement setzen und zeigen, dass auch Frauen sehr wohl einen technischen Beruf ergreifen sollten, wenn das Interesse für ein technisches Fach da ist!

Was sind die Inhalte des Studiums?

In den ersten Semestern durchläuft man eine Grundlagenausbildung in den Fächern Mathe, Englisch, Elektrotechnik und Programmiersprachen. In den höheren Semestern (ab dem 5.) kann man sich dann nach und nach spezialisieren und sich Fächer aus einem Wahlkatalog aussuchen, um seine Stärken und Interessen optimal vertiefen zu können. Abgerundet wird das Profil durch Module wie „Schlüsselqualifikationen“, wo Soft Skills (Präsentationstechniken, Kommunikation, Teamwork usw.) geschult werden, was zum Beispiel im Projektmanagement im Arbeitsalltag später eine zentrale wichtige Rolle spielt.

Wie sieht ein typischer Studienalltag aus?

Am Vormittag bin ich vor Ort an der Hochschule und besuche dort Vorlesungen und Übungen. Am Nachmittag lerne ich entweder für die Praktika (kleine Tests während des Semesters) oder wiederhole die einzelnen Module, um im Thema zu bleiben. Zusätzlich gehe ich noch neben dem normalen Unialltag meinem Nebenjob an der Hochschule nach, um mir mein Studium finanzieren zu können. Am Wochenende darf man sich dann aber auch gerne bis zur Klausurphase entspannen.

Was gefällt dir besonders am Studium?

Man beginnt bereits nach den ersten Java-Übungen schnell problemorientiert und in Strukturen zu denken. Dabei versucht man die gestellten Probleme in kleine Abschnitte zu stückeln und diese schrittweise zu lösen. Man hat gerade bei der Programmierung zahlreiche kleine Erfolge, die mich immer wieder aufs Neue motivieren. Aber auch die Flexibilität, die ein Studium mit sich bringt, lässt mir viel mehr Freiraum, als noch zu Schul- oder Ausbildungszeiten, was für mich gut funktioniert und hier definitiv einen Vorteil für mich ist.

Was hättest du so nicht erwartet?

Vor allem positiv aufgefallen ist mir, dass man schnell einen guten und persönlichen Draht zu den Professor*innen und Dozent*innen bekommt. Ich bin definitiv angekommen und an meiner Hochschule gut aufgehoben. Mir wird eine transparente Übersicht im Studienalltag geboten und durch die vielen Unterstützungsangebote an unserer BO kann ich individuell meinen Studienalltag und Studienverlauf planen und selbst bestimmen.

Was war bis jetzt die größte Herausforderung?

Der Anfang – das 1. und 2. Semester!
Vieles war neu und ich musste mich erst - länger als gedacht - an der Hochschule zurechtfinden. Es gab sehr viele neue Eindrücke und mein persönliches Organisationsmanagement musste ich erst an den Studienalltag anpassen. Darüber hinaus gab es direkt zu Beginn sehr anspruchsvolle Module, wie Elektrotechnik, Mathematik für Informatiker und Java-Programmierung, die es zu bewälten galt. Dazu kam noch mein anspruchsvoller Werkstudentenjob, was insgesamt den zeitlichen Rahmen sprengte.

Welche Fähigkeiten sollte man für das Studium mitbringen?

Zunächst einmal sollte man Neugier und Begeisterung für das Fach mitbringen, die auch über die Anwesenheit an der Fachhochschule hinausgeht. Wenn man sich selbst motivieren und organisieren kann und nicht ganz „menschenscheu“ ist, kann man in einer Kombination aus Eigeninitiative und Teamarbeit das Studium auch ohne „Superkräfte“ meistern.

Wieso die Hochschule Bochum?

Nicht nur die gute Lage von meinem Wohnort aus sprach für die Hochschule Bochum. Die BO kann mir ein gutes und praxisnahes Informatikstudium bieten, welches zu meinem Arbeitsrhythmus und Lerntyp passt. Ich wollte auf keine Uni gehen, da ich lieber praktischer meinen Bachelorabschluss erarbeiten wollte.

Informatik

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