Mit dem Zusammenschluss der Hochschule Bochum und der Hochschule für Gesundheit ist eine Hochschule mit im letzten Wintersemester rund 9.300 Studierenden und knapp 1.000 Beschäftigten an drei Standorten entstanden. Insbesondere zwischen dem Zentral- und dem Gesundheitscampus (ca. 3 km Entfernung) ergeben sich neue Pendelbedarfe für Studierende und Beschäftigte.
Um diesen neuen Mobilitätsanforderungen gerecht zu werden und die Mobilität von Beschäftigten und Studierenden der Hochschule nachhaltiger zu gestalten, arbeiten das Institut für Mobilität und Verkehrssysteme (Prof. Dr. Iris Mühlenbruch, Fachbereichs Bau- und Umweltingenieurwesen) und das Labor für Nachhaltigkeit in der Technik (Prof. Dr. Semih Severengiz, Fachbereich Elektrotechnik und Informatik) in einem vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) geförderten Forschungsprojekt zusammen: Es heißt Mobility Decarbonization Campus, kurz „MoDeCa“.
Mit dem Projekt soll eine Nahmobilitäts-Route zwischen dem Zentralcampus und dem Campus der Hochschule für Gesundheit entwickelt und umgesetzt werden. Die Route soll das zu Fuß Gehen und das Radfahren zwischen diesen beiden Standorten der Hochschule Bochum leichter ermöglichen. Zudem werden Light Electric Vehicles (LEVs) mit nachhaltiger Ladeinfrastruktur (4 Lastenräder, 10 E-Bikes, Solarladestation mit Batteriesystem) und digitalen Buchungs- und Mitfahrplattformen an der Hochschule etabliert. Das Projektteam freut sich über Mitwirkung und Anregungen aller Beteiligten.
Für die Hochschulangehörigen wird das MoDeCa-Projekt im Herbst 2026 erstmals sichtbar: Im Oktober laden Workshops dazu ein, sich mit nachhaltiger Mobilität an der Hochschule Bochum auseinanderzusetzen. Im November folgt eine hochschulweite Mobilitätsbefragung. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Hochschulangehörige auf dem Weg zur Hochschule, bei Dienstreisen und im Rahmen weiterer Reiseaktivitäten unterwegs sind. Im Interesse ist auch die Mobilität zwischen den Standorten. Die erhobenen Daten sollen eine fundierte Grundlage für die weitere Arbeit schaffen. Unter anderem sollen das Verkehrsaufkommen abgeschätzt, die mit der Mobilität verbundenen CO₂-Emissionen bilanziert und mögliche Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirkung bewertet werden.
Das Projekt MoDeCa hat folgende Teilziele:
- Reduktion von CO₂-Emissionen durch die Substitution von PKW-Fahrten im Pendel-, Dienst- und Studienverkehr
- Integration von Light Electric Vehicles in ein geteiltes, campusübergreifendes Mobilitätsangebot
- Aufbau und Erprobung einer nachhaltigen, möglichst energieautarken Ladeinfrastruktur
- Entwicklung einer digitalen Plattform zur Fahrzeugbuchung und Bildung von Fahrgemeinschaften
- Quantitative Abschätzung des Verkehrsaufkommens sowie des CO₂-Minderungspotenzials
- Stärkung der Akzeptanz nachhaltiger Mobilitätsformen bei Studierenden und Beschäftigten
Das Projekt hat eine Laufzeit bis Mitte 2027, wird vom Bundesamt für Logistik und Mobilität getragen und mit insgesamt mehr als 700.000 Euro (Förderrichtlinie Betriebliches Mobilitätsmanagement – Innovationsförderung, Förderkennzeichen VBBMM2609) unterstützt.
Jederzeit kann Interesse geäußert werden an: iris.muehlenbruch(at)


