Die International Week startete mit dem Vortrag “When Your Lifestyle Works Against Your Body: The Truth About Recovery” von Dr. rer. Nat. Claudia Traunmüller (University of Graz) und der Frage nach der Bedeutung evolutionär verankerter Grundbedürfnisse wie regelmäßige Bewegung, nährstoffreiche Ernährung, ausreichender Schlaf, adaptive Stressregulation, soziale Verbundenheit und natürliche Umweltreize für die menschliche Gesundheit in der aktuellen Zeit. Der Vortrag zeigte auf, dass moderne Lebensweisen häufig von diesen Anforderungen abweichen und dadurch die Entstehung psychischer Belastungen sowie chronischer Erkrankungen begünstigen. Der Fokus lag darauf, die Auswirkungen dieser Diskrepanz auf zentrale Funktionen wie Regeneration und Belastbarkeit verständlich zu machen und Ansätze zur Stärkung gesundheitlicher Ressourcen zu verdeutlichen.
Am Mittwoch fand ein internationaler Workshop mit Studierenden der Hochschule Bochum und Studierenden der University of Cincinnati statt. In dem Workshop ging es um die Potentiale und Herausforderungen der Gesundheitssysteme in Deutschland und den USA. Nach einem thematischen Input zu beiden Gesundheitssystemen hatten die Studierenden Gelegenheit, in Arbeitsgruppen sich zu ihren persönlichen Erfahrungen mit den jeweiligen Gesundheitssystem auszutauschen und Probleme sowie Potentiale der Gesundheitssysteme zu diskutieren. Nach dem Workshop folgte eine geführte Tour durch die Skills Labs und Lehrräume am Gesundheitscampus. Nach dem offiziellen Teil endete der Tag für die deutschen und amerikanischen Studierenden mit einer weiteren Führung durch die Sehenswürdigkeiten des studentischen Lebens im Bochumer Bermuda Dreieck.
Der Dienstag und der Donnerstag standen zudem im Zeichen gesundheitsorientierter und gerechter Stadtplanung. Dienstagnachmittag fand eine Vortragssession zum Thema 'International Perspectives on Urban Health' statt. Der erste Beitrag von Deepti Adlakha (TU Delft, Niederlande) nahm dabei mögliche Indikatoren für eine gesundheitsgerechte Stadtplanung in den Blick, während sich der zweite Beitrag von Prof. Dr. Atif Bilal Aslam (University of Ostrava, Tschechien) insbesondere den unterschiedlichen Formen der Wohnungslosigkeit in Pakistan und Deutschland widmete. In Anknüpfung daran gab Prof. Aslam am Donnerstag im Rahmen zweier Gastvorträge Studierenden und weiteren interessierten Teilnehmenden vertiefende und anschauliche Einblicke in die Facetten einer diversitätssensiblen und gesundheitsgerechten Stadtplanung sowie in die Lebensrealitäten wohnungsloser Menschen in Pakistan und Deutschland.
Die Vorträge fanden bei allen Teilnehmenden große Resonanz, was sich in zahlreichen Wortmeldungen und anschließenden weiterführenden Diskussionen widerspiegelte. Die International Week wird also noch über diese erste Maiwoche hinaus Wirkung zeigen.
Eindrücke der Beteiligten:
“Die Studierenden haben den Workshop nicht nur genutzt, um sich zu den Gesundheitssystemen fachlich auszutauschen, sondern auch um sich zu vernetzen. Es wurden zahlreiche Kontaktdaten und Social Media Accounts ausgetauscht. Von Studierenden der Hochschule Bochum wurde ausdrücklich der Wunsch geäußert, zukünftig häufiger internationale, insbesondere englischsprachige Veranstaltungen besuchen zu können.“ (Prof. Dr. Wolfgang Deiters)
„In den regulären Lehrveranstaltungen äußern Studierende immer wieder den Wunsch, internationale Vergleiche von Gesundheitssystemen in die Lehre aufzunehmen. Insofern freuen wir uns, dass wir den Studierenden mit diesem Workshop eine Plattform für den Austausch mit US-amerikanischen Studierenden zu deren Erfahrungen und Einschätzungen des Gesundheitssystems in den USA bieten konnten.“ (Prof. Dr. Michael Wessels)
„Die Studierenden berichteten, dass die Impulse aus den Vorträgen bereichernd und praxisnah waren. Besonders eindrücklich war für sie z. B. das Verständnis der Zusammenhänge zwischen modernen Lebensstilen und gesundheitlichen Folgen. Viele konnten teilweise eigene ungünstige Verhaltensmuster erkennen und zugleich konkrete Impulse für gesundheitsförderliche Veränderungen mitnehmen.“ (Prof. Dr. Anna Mikhof)


