Ein ganz besonderer Besuch erreichte kürzlich die Hochschule Bochum: Ehemalige Studierende des ersten Abschlussjahrgangs im Fachbereich Geodäsie – damals noch „Vermessungswesen“ – blickten gemeinsam auf ihre Studienzeit zurück.
Ihr Diplom erhielten sie am 17. Dezember 1980 an der damaligen Fachhochschule Bochum, bereits am heutigen Standort der Hochschule. Doch der Weg dorthin war alles andere als gewöhnlich: Ein Großteil des Studiums fand zuvor in Recklinghausen-Suderwich statt – auf dem Gelände der ehemaligen Zeche König Ludwig, Schacht V. Die Hochschule nutzte dort die frühere Kaue sowie Verwaltungsgebäude, während die Vorlesungen in insgesamt acht Containern stattfanden. Platz gab es für maximal 80 Studierende – Bedingungen, die heute fast schon historisch wirken.
Trotz – oder vielleicht gerade wegen – dieser besonderen Umstände entstand ein starker Zusammenhalt. Viele der damaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen arbeiteten in engen Lern- und Übungsgruppen zusammen. Dieser Zusammenhalt besteht bis heute: In der WhatsApp-Gruppe „Vermessungsrentner“ sind aktuell neun ehemalige Studierende vernetzt, die aus dem nördlichen Ruhrgebiet, dem Münsterland und dem Niederrhein stammen.
Mit großem Engagement versuchen sie, weitere Mitglieder ihres Abschlussjahrgangs von Dezember 1980 ausfindig zu machen. Wer sich angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen.
Der Besuch machte einmal mehr deutlich, wie prägend die Studienzeit ist – und wie lange die Verbindungen darüber hinaus bestehen bleiben.


