Was macht Lebensräume zu Orten, an denen Menschen nicht nur leben, sondern sich psychisch entfalten können? Und wie können wir die Bedingungen dafür fördern?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich Prof. Dr. Anna Mikhof in ihrem Vortrag „Urban Environments and Mental Health: Towards a Resource-Oriented Understanding“ beim 8. World Congress of Positive and Transcultural Psychotherapy, der vom 11. bis 16. Oktober 2026 in Budva, Montenegro, statt gefunden hat.
Im Sinne der Positiven Psychologie geht es dabei um mehr als die Vermeidung psychischer Belastungen: Im Fokus stehen auch die Ressourcen und Bedingungen, die Wohlbefinden, persönliche Entwicklung und psychische Widerstandsfähigkeit stärken. Der Vortrag greift eine zentrale Frage der Gesundheitswissenschaften auf: Wie lassen sich die Bedingungen, unter denen Menschen leben, so gestalten, dass sie ihre psychische Gesundheit fördern? Städte prägen den Alltag ihrer Bewohnerinnen und Bewohner auf vielfältige Weise – etwa durch die Gestaltung öffentlicher Räume, soziale Begegnungsmöglichkeiten und den Zugang zu Erholungsorten. Eine ressourcenorientierte Perspektive richtet den Blick dabei nicht allein auf Belastungen und Risiken, sondern auch auf die Potenziale urbaner Umgebungen für psychisches Wohlbefinden und soziale Verbundenheit.
Damit eröffnet das Thema wichtige Anknüpfungspunkte für Public Health, Prävention und gesundheitsfördernde Stadtentwicklung. Es verdeutlicht, dass psychische Gesundheit nicht ausschließlich auf individueller Ebene betrachtet werden sollte, sondern auch mit den sozialen und räumlichen Bedingungen des Lebens zusammenhängt.
Neben diesem Vortrag war Prof. Dr. Anna Mikhof mit einem Spotlight Talk "Positive Mental Health and Well-Being: Effects of a Short-Term Nutrition Intervention" auf dem Kongress vertreten. Beide Beiträge unterstreichen die Bedeutung einer ressourcenorientierten Perspektive auf psychische Gesundheit und den Austausch zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen.
Der internationale Kongress bringt Fachleute aus Psychotherapie, Forschung und Gesundheitsversorgung zusammen, um aktuelle Perspektiven auf psychische Gesundheit, kulturelle Vielfalt und innovative Ansätze der Gesundheitsförderung zu diskutieren.

