Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.
Forschung und Entwicklung im FB Geodäsie

Aktuelle Projekte

SmartDemography

Das Projekt „SmartDemography“ knüpft an diese Lücke an und verfolgt das Ziel, für das Kreisgebiet eine kleinräumige Gliederung (auf Baublock- bzw. Quartiersebene) zu erstellen und nach dieser die demografischen Informationen zu sammeln und zu präsentieren. Teil des Projektes ist zudem die regelmäßig wiederkehrende Aufbereitung der Daten, um sie in Form von messbaren Indikatoren kartenbasiert, digital und datenschutzkonform in einem Web-Portal für Unternehmen, Verwaltung, Forschung und Bürger bereitzustellen. Auf einer weiteren Ebene sollen Einrichtungen der öffentlichen und privaten Infrastruktur (z.B. Kindergärten und –spielplätze, Erholungsflächen, Seniorentreffs, Einzelhandelsgeschäfte…) dargestellt und durch eine Verknüpfung mit den Demografiedaten Gebiete identifiziert werden, für die aufgrund unzureichender Versorgung Handlungsbedarf besteht. 

Pressemitteilung vom 4.7.2018: Smarter Umgang mit Bevölkerungsdaten - Kreis Recklinghausen und Hochschule Bochum wollen neue Internet-Plattform schaffen


KomMonitor

"KomMonitor“ legt die Basis für eine fachübergreifende Stadtplanung. Die Städte Essen und Mülheim an der Ruhr entwickeln dafür gemeinsam mit Bochumer Geowissenschaftlern und Immobilienwirten ein integriertes Monitoring-System, das Daten verschiedener Bereiche zusammenführt und Analysen und Prognosen für die Stadtentwicklung ermöglicht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen von „Kommunen innovativ“.

Die Innovation des Projekts „KomMonitor“: Datenbestände unterschiedlicher städtischer Fachbereiche werden aktuell und fachübergreifend vernetzt. Dies betrifft Erkenntnisse zu Demografie, Sozialstruktur, Wohnen, Migration und Umwelt. Die zweite Neuerung: Tendenzen der demografischen Veränderungen lassen sich sowohl für die gesamte Stadt als auch für einzelne Quartiere erkennen. Möglich wird dieser kleinräumige Blick durch ein geografisches Informationssystem (GIS). Es macht die Daten jeweils ortsbezogen verfügbar. Die vernetzten Daten werden zudem so aufbereitet, dass Trendfortschreibungen und Prognosen möglich sind. „KomMonitor“ schafft damit gewissermaßen ein Frühwarnsystem für soziale und städtebauliche Veränderungen.

 

Aufgaben der Hochschule Bochum innerhalb des Projektes „KomMonitor“:

Die Hochschule Bochum ist verantwortlich für die systemtechnische Konzeption und Implementierung des avisierten GIS-basierten Monitoring-Systems. Basierend auf Konzepten für kommunale Geodateninfrastrukturen (GDI) und kommunalen GI-Systeme wird dazu in enger Abstimmung mit den Projektpartnern ein Architekturkonzept erarbeitet und umgesetzt, welches Kommunen in generischer und interoperabler Weise eine Plattform zur zielgerichteten Definition und Überwachung von Monitoring-Prozessen bietet. Ziel dieser Plattform ist es, mittels geeigneter Werkzeuge möglichst viele Teilschritte der Monitoring-Prozesskette von der Datenaufbereitung und -prozessierung, über die Indikatordefinition, -berechnung und -bewertung bis hin zur grafischen Repräsentation in einer interaktiven Web-Anwendung zu automatisieren. Der Einsatz von ISO/OGC standardisierten Schnittstellen/Diensten sowie die generische Kopplung der zu entwickelnden Systemmodule stellen dabei sicher, dass das resultierende System einfach auf andere Anwendungsfälle und Kommunen übertragbar ist.

Teilprojektleitung: Prof. Dr. Andreas Wytzisk

Prof. Dr. Ulrike Klein

Christian Danowski-Buhren, M. Sc

Rebecca Junker, B. Eng

 

Projektpartner:

InWis GmbH

Ruhr-Universität Bochum

Hochschule Bochum

Stadt Essen

Stadt Mülheim an der Ruhr

 

Mehr zu KomMonitor

Poster KomMonitor


Kooperationen

Kooperationspartner

52° North

Assoziierter Partner

Als assoziierter Partner ist der Fachbereich Mitglied der " 52°North Initiative for Open Geospatial Software". 52°North ist ein offenes internationales Netzwerk von Partnern aus Forschung, Industrie und öffentlicher Verwaltung.

Ziel des Zusammenschlusses ist die kollaborative Entwicklung innovativer Lösungen im Bereich der Geoinformatik. Im Rahmen verschiedener Communities werden hierzu neue Konzepte und Technologien z.B. in den Bereichen Sensor Web und Web of Things, Geoprozessierung sowie Linked Citizen Science entwickelt. Alle Ergebnisse werden in Form von Open Source Software veröffentlicht und gepflegt.


ESRI Developer Center (EDC)

Das Labor für Geoinformatik des Fachbereich Geodäsie ist neben der Universität Münster, der TU Dresden und der Hochschule Karlsruhe bundesweit eines von vier Esri Developer Centers. Das kalifornische Unternehmen  ESRI Inc. ist mit seiner ArcGIS-Plattform weltweit Marktführer für Geographische Informationssysteme (GIS).

Im Rahmen des EDC-Programms fördert Esri Hochschulen mit ausgewiesen erstklassiger Lehre und Forschung im Bereich der Geoinformationstechnologien. All diese Zentren haben eine ausgewiesene Expertise im Bereich Geo-Softwareentwicklung und fördern eine entsprechende Kompetenzentwicklung ihrer Studierenden. Das EDC wird durch innovative GIS-Entwicklungen von Studierenden und Mitarbeitern in Forschung und Lehre gelebt und schlägt so eine Brücke zwischen Hochschulforschung und Wirtschaft. Inhaltlicher Schwerpunkt am Standort Bochum ist die Bereitstellung und Verarbeitung von (Nahe-) Echtzeitdaten und kontinuierlichen Geodatenströmen.


GeoIT Round Table NRW

Der Fachbereich Geodäsie ist - vertreten durch Prof. A. Wytzisk-Arens - Mitglied des GeoIT Round Table NRW. Der GeoIT Round Table NRW ist die innovative Schnittstelle zwischen der GDI-NRW und Institutionen aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Grundlage der gemeinsamen Arbeit ist die Nationale Geoinformationsstrategie ( NGIS). Gemeinsam werden Konzepte und Best Practices zur Ausgestaltung der NGIS und Weiterentwicklung der nordrhein-westfälischen Geodateninfrastruktur entwickelt.