Echte Daten, reale Herausforderungen und konkrete Lösungsvorschläge: Studierende des Fachbereichs Wirtschaft der Hochschule Bochum haben im Sommersemester 2026 ein Konzept entwickelt, um die Einsatzflexibilität der Beschäftigten in den Mensen und Cafeterien des AKAFÖ zu verbessern.
Das gastronomische Angebot des Studierendenwerks erfordert eine anspruchsvolle Personalplanung. Beschäftigte müssen bei Bedarf auch an anderen Standorten oder außerhalb ihres gewohnten Arbeitsbereichs eingesetzt werden können. Dabei gilt es, organisatorische und betriebswirtschaftliche Anforderungen ebenso zu berücksichtigen wie rechtliche und tarifvertragliche Rahmenbedingungen sowie die Bedürfnisse der Mitarbeitenden.
Im Rahmen eines studienbegleitenden Projekts erhielten Studierende mit dem Schwerpunkt Personalmanagement von der Personalabteilung des AKAFÖ den Auftrag, Lösungen für diese Herausforderung zu entwickeln. Mithilfe von Interviews mit Führungskräften und einer Beschäftigtenbefragung untersuchte das Projektteam, welche Faktoren die Bereitschaft zu flexiblen Einsätzen beeinflussen.
"Ein Projekt, das mir sehr viel Spaß gemacht hat. Statt an einem konstruierten Fall zu arbeiten, hatten wir es mit echten Daten, echten Mitarbeitenden und den tatsächlichen organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu tun", berichtet Lia Mohr. Besonders beeindruckt habe sie der umfassende Einblick in die Abläufe des AKAFÖ – von der Dienstplanung und Gremienarbeit bis zu den einzelnen Mensen und Cafeterien.
Auch Tharanikaa Natkuneswaran hebt den Praxisbezug hervor: "Das Projekt mit dem AKAFÖ ermöglichte uns vielfältige Einblicke in interne Strukturen und praktische Abläufe. Durch unsere direkte Beteiligung konnten wir theoretische Inhalte mit konkreten Erfahrungen verknüpfen und die Arbeitsweise des AKAFÖ besser verstehen."
Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass insbesondere Gerechtigkeit, Sicherheit und Wertschätzung für die Beschäftigten entscheidend sind. Darauf aufbauend entwickelte das Team vier Maßnahmenvorschläge: sogenannte Springer-Wochen mit planmäßigen Arbeitsplatzwechseln und begleitender Unterstützung, Feedbackgespräche nach Einsätzen an anderen Standorten, einen Tag der offenen Tür zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls sowie eine mögliche Erweiterung der Zeiterfassungs-App.
Die Personalleiterin des AKAFÖ, Julia von Prondzinski, und die Leitung des gastronomischen Bereichs, Oliver Keßling, würdigten das Engagement des Projektteams und dessen unvoreingenommenen Blick auf bestehende Strukturen und Prozesse. Sie prüfen nun, unter welchen Voraussetzungen sich die entwickelten Vorschläge in den Arbeitsalltag integrieren lassen.
Kontakt am FB Wirtschaft: Andreas Schmidt, Lehrkraft für besondere Aufgaben
