Wir wurden oft gefragt: „Warum hat das eelo3 eigentlich keine Solarzellen?“. Tja, warum eigentlich nicht, bitte schön! Ein paar Herausforderungen gab es allerdings:
Technisch: Obwohl unser eelo3 formell als Fahrrad gilt, ist der Antriebsstrang durchaus komplex: Zwei Radnabenmotoren für den Antrieb, zwei Akkus für genug Reichweite. Dann unser „Pedal by Wire“: Die Tretkurbeln treiben nur einen Generator an und haben keine mechanische Verbindung zu den Reifen, der Generator speist dann die Akkus. Dazu kommt natürlich noch die „Kleinverbraucher“ für Licht, Steuerung etc. Und nun noch das Solarmodul. Also nicht ganz trivial zu steuern, welche Quelle gerade welchen Akku bzw. Verbraucher speist.
Logistisch: Wir brauchten natürlich ein Modul, das gut zur Fahrzeugabmessungen passt. Gibt es auch, bei irgendwelchen Shops die per Vorkasse direkt aus China liefern – das passt aber nicht zu unseren Hochschul-Beschaffungsrichtlinien. Wichtiger Lerneffekt: Es reicht nicht nur die Technik zu beherrschen, sondern man muss sich auch an die Prozesse der eigenen Organisation halten.
Konzeptionell: Macht ein Solarmodul auf einen „Fahrrad“ überhaupt Sinn? Welche Ausbeute ist zu erwarten wenn ich in einer engen Stadt unterwegs bin? Lohnt es finanziell? Welchen CO2-Rucksack hat so ein Modul? Diese Analyse steht noch aus. Wäre das nicht etwas für unsere Nachhaltigkeitsstudierenden?
Auf jeden Fall gab es in den letzten Sonnentagen schon ordentlich Strom, und außerdem war es im Sommer unter dem bisherigen Glasdach des eelo eh zu heiß ;-)
Ein gelungenes Projekt unserer Studierenden
