Bisher waren unsere elektronischen Systeme oft sehr komplex. Jede Arbeit nutzte eigene Controller und Programmierungen, ein CAN-Bus, den wir einmal getestet hatten, erwies sich als zu aufwendig. Das Ergebnis: Jedes Mal, wenn neue Funktionen ins Fahrzeug eingebaut wurden, riskierte das Team, dass das komplette System stillstand. Ein kleiner Fehler – und nichts ging mehr.
Deshalb haben wir einen neuen Weg eingeschlagen: ein modulares Steuerungssystem, das flexibel wächst, ohne die Sicherheit zu gefährden.
Ein Mikrocontroller übernimmt ausschließlich sicherheitsrelevante Aufgaben wie Blinker und Rücklichter – zuverlässig und unangetastet.
Ein zweiter Controller steuert Komfortfunktionen wie Scheibenwischer oder Sitzheizung – hier ist Raum für kreative Ideen.
Experimentelle Features wie unsere Neigetechnik entwickeln wir separat auf eigenen Controllern, die später einfach eingehängt werden.
Das Herzstück ist ein Raspberry Pi. Er verbindet alle Module über das I2C-Protokoll, sorgt für den Datenaustausch und stellt ein flexibles Display bereit: Geschwindigkeit, Rückfahrkamera oder die Steuerung der Sitzheizung – alles ist möglich.
Noch ist es ein Testaufbau. Aber die Technik funktioniert – und schon bald fährt unser BOcycle mit diesem System auf die Straße.
