NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer war jetzt zu Besuch an der Hochschule Bochum. Er nutzte die Gelegenheit, den ersten "Landes-Fahrrad-Professor", Dr. David Kohlrautz, persönlich kennenzulernen. Denn für die vom Land NRW gestiftete Professur mit dem Studieninhalt Radverkehr wurde im vergangenen Jahr ein geeigneter Kandidat ausgewählt und auch berufen.
Die Schaffung dieser Professur war dem Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, Oliver Krischer ein sehr wichtiges Anliegen. Denn der Radverkehr hat in den letzten Jahren für die Mobilität der Menschen in Nordrhein-Westfalen enorm an Bedeutung gewonnen. Dieser Entwicklung trägt die Landesregierung mit der Schaffung einer komfortablen und sicheren Radwegeinfrastruktur Rechnung. Neben den finanziellen Mitteln werden hierfür vor allem Fachkräfte benötigt. So hatte das Ministerium 2023 die Fahrradprofessur ausgeschrieben. Die Professur wird durch das Land für die Dauer von zehn Jahren mit bis zu 400.000 Euro jährlich gefördert.
Davon, dass die Hochschule in der Mitte der Metropolle Ruhr mit David Kohlrautz einen sehr kompetenten Fahrradexperten berufen konnte, überzeugte sich Verkehrsminister Krischer bei seinem Besuch in einem ausführlichen Gespräch unter vier Augen. Das zeigt aber auch der Werdegang von David Kohlrautz. Der neue Professor hatte seinerzeit einem Bachelorstudium Verkehrswesen an der TU Berlin ein erfolgreiches Masterstudium Mobilität und Infrastrukturam Karlsruher Institut für Technologie (KIT) folgen lassen und war von 2018 bis 2025 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB) der RWTH Aachen tätig. Im März letzten Jahres promovierte er dort zum Thema "Bicycle Parking - An analysis of bicycle parking preferences, behaviors, policies, and economics".
NRW ist das erste Bundesland, das aus eigenen Mitteln eine Fahrradprofessur eingerichtet hat. Allerdings ist auch der Bundesregierung die Unterstützung dieses Fach- und Lehrgebietes wichtig. Insgesamt gibt es deutschlandweit aktuell acht vom Bund und von der Düsseldorfer Landesregierung unterstützte Stiftungsprofessuren; die sieben weiteren werden mit einem Volumen von 11,6 Mio. Euro vom Bundesministerium für Verkehr gefördert. Sie sind an der Bergischen Universität Wuppertal, der Frankfurt University of Applied Sciences, der Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft, der Hochschule RheinMain Wiesbaden, der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel, der Technischen Hochschule Wildau und der Universität Kassel angesiedelt.
