Eigentlich wollten wir die Neigetechnik im eelo2 in einem Entwicklungsprojekt komplett neu aufbauen, und der Studi hat fleißig gearbeitet: Motorleistung neu berechnet, aus Kostengründen einen kompakten Akkuschrauber-Motor gewählt, Halterungen & Achsanbindung konstruiert und gefertigt, Endlagenschalter integriert.
Für die präzise Positionierung gab es sogar einen eigenen Hall-Sensor.
Damit unser Mikrocontroller die Neigemechanik ansteuern kann, mussten wir quasi das „Knopfdrücken“ des Akkuschraubers simulieren – also haben wir uns in die bestehende Steuerung eingeklinkt und noch eine eigene Steuerplatine entwickelt.
Im Trockentest lief alles perfekt. Software funktionierte, Ansteuerung stabil.
Doch im finalen Einbau im Fahrzeug dann der Dämpfer:
Der Akkuschrauber-Controller machte nicht mehr mit. Ob beim letzten Löten etwas passiert ist oder ein anderes Bauteil aufgegeben hat – noch unklar.
Natürlich ärgerlich für unseren Studi, dass er seine Entwicklung nicht mehr live im Fahrzeug erleben konnte. Aber: So ist Entwicklung. Und die Arbeit wurde trotzdem mit einer sehr guten Note bewertet!
Jetzt heißt es:
➡️ Motorsteuerung sauber neu aufsetzen
➡️ Mit eigenem Motorcontroller professionell lösen
Wer sucht noch ein spannendes Entwicklungsprojekt? 😉
Auch wenn es in einem früheren Post schon erklärt wurde, hier noch mal: Warum überhaupt Neigetechnik?
Beim normalen Fahrrad legt man sich in die Kurve und gleicht so Fliehkräfte aus. Ein starres dreirädriges Fahrzeug kann das nicht – hier wirken die Kräfte direkt auf den Rahmen. Unsere geschwindigkeitsabhängige Neigetechnik soll genau das ausgleichen und Fahrkomfort sowie Stabilität verbessern.
