Am 25. Februar 2026 trafen sich Schüler*innen aus Düsseldorf und dem Kreis Mettmann zum Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ bei der Rheinbahn in Düsseldorf. Das Immanuel-Kant-Gymnasium (IKG) aus Heiligenhaus war mit 13 spannenden Projekten vertreten. Wir als Hochschule Bochum haben das Gymnasium in diesem und letzten Jahr bei einigen Projekten begleitet und unterstützt.
Von früh morgens bis in den Abend waren die Schüler*innen aktiv: Zuerst wurden die Stände vorbereitet, bevor dann die Jurypräsentationen folgten. Während die Jury die Stände begutachtete, konnten die Anwesenden die Werkstätten und historischen Bahnen der Rheinbahn besichtigen oder sich im Entspannungsbereich regenerieren und neue Kraft für die öffentlichen Präsentationen tanken.
Die präsentierten Arbeiten waren dabei so vielfältig, wie die Schüler*innen selbst: Erste Preise vergab die Jury an zwei Projekte des IKG, nämlich „Zamir – Musikvisualisierung in VR: Musik, die du sehend fühlst“ und „Lofi – Das neue Klassik“. Diese beiden Projekte werden demnach das IKG auch bei der Landesrunde vertreten. Besonders eng von der Hochschule betreut – und ebenfalls mit Preisen ausgezeichnet – wurden das Projekt „CloudPhone“ von Joos Menken (7. Klasse), der mit seiner neuartigen Idee von zentral gehosteten Smartphones beeindruckt und großartiges technisches Know-How zeigt. Ziel ist ein Gerät, das lokal nur die wichtigsten Aufgaben wie Anzeige, Eingabe und Netzwerk übernimmt, während komplexe Berechnungen auf einem zentralen leistungsstarken Server ausgeführt werden. Die Jury prämierte dieses technisch anspruchsvolle Anwendungsprojekt mit einem 3. Preis in der Kategorie Mathematik/Informatik und einem Sonderpreis. In der gleichen Kategorie erreichten Karla Wolff und Annika Majoor (ebenfalls 7. Klasse) sogar einen 2. Preis für ihr Projekt „DenKI – Vertraute Gesichter, greifbare Momente“, das Demenz-erkrankten Menschen mittels KI helfen soll, ihre Angehörigen zuerkennen und Erinnerungen zu reaktiveren. Die Schülerinnen haben den Code aus dem Wettbewerb 2025 weiterentwickelt und so umgeschrieben, dass er auf einem Raspberry Pi funktioniert. Dadurch können demenzkranke Personen die Gesichtserkennung auf einem portablen Gerät durchführen lassen und die Informationen zu den Angehörigen anschließend als Sprachausgabe erhalten. Mit diesem Projekt zeigen die beiden Schülerinnen nicht nur ihre Technik-Skills, sondern auch, wie KI helfen kann, soziale und gesundheitliche Herausforderungen im Alter zu lösen. Weitere spannende und erfolgreiche Projekte waren die Arbeit „Rainbow Run im Hühnerstall“, bei der Finja Mietzel (2. Preis Biologie, 6. Klasse) der Frage nachging, ob Hühner eine Lieblingsfarbe haben, oder die Arbeit von Zoe Hess (2. Preis Arbeitswelt, 9. Klasse), die mit ihrem selbst programmierten „Schul-Concierge“ dafür sorgen möchte, dass es „nie zu viele Hausaufgaben“ gibt!
Die Regionalrunde hat damit auch in diesem Jahr eindrucksvoll gezeigt, wie viel Innovationskraft und wissenschaftliche Neugier in jungen Menschen steckt. „Besonders faszinierend für mich war es zu sehen, mit wie viel Freude und Begeisterung die Schüler*innen ihre MINT-Projekte vorgestellt haben.“, berichtet Ana Martinez, wissenschaftliche Mitarbeiterin am CVH, die die Schüler*innen am Wettbewerbstag nach Düsseldorf begleitet hat. Für sie zeigen Veranstaltungen wie „Jugend forscht“ außerdem deutlich, wie wichtig frühzeitige Förderung in den MINT-Fächern ist. „Besonders wertvoll ist natürlich auch das unermüdliche Engagement der Lehrkräfte, die das ganze Jahr über den Forschungsprozess begleitet und auch die schriftliche Ausarbeitung und das Poster mit den Schüler*innen erarbeitet haben.“, ergänzt Louisa Waasmann (Zentrale Studienberatung) anerkennend.
Sowohl das große Interesse an Forschung als auch die vielen praxisrelevanten Fragestellungen sind die außerdem die besten Voraussetzungen für ein späteres Studium im MINT-Bereich. Gerade an einer Hochschule stehen Praxisanwendungen im Vordergrund – so wie später oft auch im Berufsleben. Mit dem IKG besteht daher seit Jahren eine Zusammenarbeit, bei der Schüler*innen entweder an den Campus kommen (beispielsweise zum Girls‘ Day) oder die Hochschule mit dem Talentmobil die Schule vor Ort besucht. Insgesamt war die Regionalrunde somit ein voller Erfolg - nicht nur für die ausgezeichneten Projekte, sondern für alle Beteiligten. Sie hat einmal mehr gezeigt, wie viel Potenzial in engagierten Schüler*innen steckt und wie gewinnbringend die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Hochschulen sein kann.
Weitere Informationen?
Hier gibt es Informationen zum (dualen) Studium am Campus Velbert/Heiligenhaus und zu MINT-Workshops für Schüler*innen.



