Damit sind alle Plätze des Kurses vergeben – ein deutliches Signal für den hohen Bedarf an qualifizierten Praxisanleiter*innen im Hebammenstudium.
Auf die Frage, warum sie Praxisanleiterin für Hebammen werden möchten, berichten zwei Teilnehmerinnen: „Ich möchte mein Wissen und meine Erfahrung weitergeben und dazu beitragen, den erheblichen Mangel an Praxisanleiter*innen auszugleichen“, sagt Anna Krimpmann. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, meine Leidenschaft für den Beruf frühzeitig an junge Hebammen weiterzugeben und sie auf ihrem Weg zu unterstützen.“
Luisa Bedrunka, die auf der Wochenstation als Hebamme tätig ist, ergänzt: „Ich möchte bei werdenden Hebammen das Bewusstsein dafür stärken, dass auch die Arbeit im Wochenbett eine zentrale Hebammenaufgabe ist – leider gibt es in diesem Bereich noch sehr wenige Praxisanleiter*innen.“
Praxisanleiter*innen übernehmen eine zentrale Schnittstellenfunktion zwischen Theorie und Praxis: Sie gestalten Lernsituationen im praktischen Einsatzort aktiv mit, vermitteln Wissen und evaluieren gemeinsam mit den Studierenden den Lernerfolg. Für diese Aufgabe vermittelt der Zertifikatskurs die berufspädagogische Qualifikation. Der Einsatz qualifizierter Praxisanleiter*innen ist gemäß Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen (HebStPrV) vorgesehen.
Die Weiterbildung erstreckt sich über ein Jahr und umfasst 300 Unterrichtseinheiten. Neben den theoretischen Einheiten gehören auch praxisnahe Übungen in den SkillsLabs am Gesundheitscampus zum Programm. Auch werden die Teilnehmer*innen eine Hospitation bei erfahrenen Praxisanleiter*innen absolvieren. Der Kurs schließt mit der Präsentation der Abschlussarbeit ab.
Teilnehmer*innen erhalten wertvolle Einblicke in den Hochschulalltag sowie die Lernumgebung der Studierenden. Engagierte, praxiserfahrene Referent*innen bereiten die Hebammen gezielt auf ihre Aufgaben als Praxisanleiter*innen vor und vermitteln praxisnahes wie theoretisches Wissen.
„Praxisanleiter*innen begleiten Studierende in einer sehr intensiven Lernphase, geben Sicherheit im Berufsalltag und helfen ihnen, ihren eigenen Weg als Hebamme zu finden. Es freut mich, dass so viele engagierte Hebammen diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen möchten“, betont Prof. Dr. Martina Schlüter-Cruse.
Jetzt schon für den nächsten Start in 2027 vormerken lassen
Wer den nächsten Start in 2027 nicht verpassen möchte, kann sich bereits jetzt als Interessent*in für den nächsten Durchgang vormerken lassen. Zur Interessensbekundung geht es hier.
Die Abteilung Weiterbildung bietet auch berufspädagogische Fortbildungsangebote für bereits qualifizierte Praxisanleiter*innen an. Alle Angebote für Praxisanleiter*innen und das gesamte Weiterbildungsangebot der Hochschule Bochum finden Sie auf der Weiterbildungswebseite.
