Alkohol ist tief in unserer Gesellschaft verankert. Er begleitet viele unserer Lebensgeschichten und ist häufig Teil sozialer Prägungen. Er gilt als Kulturgut, als Mittel zur Entspannung, als soziales Schmiermittel – oft romantisiert und kultiviert, selten hinterfragt. Und doch hat kaum eine Substanz so weitreichende Folgen: Alkohol verursacht mehr Todesfälle als Verkehrsunfälle, fördert Gewalt und kann familiäre Beziehungen zerstören. Trotz dieser Realität wird wohl keine andere Droge gesellschaftlich so konsequent geschützt und normalisiert.
Anlässlich des Internationalen Frauentags richten wir den Blick auf eine Perspektive, die häufig übersehen wird: Welche Rolle spielt Alkohol im Leben von Frauen? In einer Lesung aus ihrem Buch „Rausch und Klarheit“ erzählt Mia Gatow von feministischen Narrativen, historischen Unterschieden zwischen Männern und Frauen im Konsumverhalten und den gesellschaftlichen Herausforderungen, die mit dem Thema Alkohol verbunden sind.
Die Veranstaltung ist nicht darauf ausgerichtet, belehrend oder moralisierend zu wirken – im Gegenteil: Wir laden herzlich zu einem offenen Austausch ein und lauschen Mias Erzählungen aus ihrem Buch. In entspannter Atmosphäre schaffen wir Raum, sich dem Thema zu nähern und persönliche Perspektiven zu teilen.
