GITI-Konsortium zur Projekthalbzeit

Das Projekt „Green IT Impact: Ressourceneffiziente Softwareentwicklung für nachhaltige IT-Lösungen“ (GITI) hat zum Ziel, ein innovatives Dienstleistungs- und Geschäftsmodell zu entwickeln. Es soll belastbare Ökobilanzen (Life Cycle Assessments, LCA) von Softwareprodukten im Rahmen der Qualitätssicherung in der Softwareentwicklung unterstützen. Für Entwickler:innen und Stakeholder sind solche Bewertungen eine grundlegende Voraussetzung, um den Ressourcenverbrauch von Software zu senken und eine Zertifizierung anzustreben.

Dazu identifiziert das Projekt Metriken, Verfahren und Werkzeuge, indem aktuelle Forschungsergebnisse in die Praxis übertragen werden. Ziel ist es, ökologische Nachhaltigkeitstests zu vereinfachen und im Entwicklungsalltag anwendbar zu machen. Um die ökonomischen und ökologischen Chancen und Risiken zu bewerten, wird das Vorgehen im Rahmen eines Proof of Concept (PoC) auf Softwareprodukte mit und ohne integrierte KI-Funktionalitäten angewendet und anschließend evaluiert und weiter verbessert.

Am 5. Oktober 2026 traf sich das GITI-Projektkonsortium an der Hochschule Bochum, um den Projektfortschritt zu reflektieren. Gastgeber war das Labor für Nachhaltigkeit in der Technik unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Semih Severengiz. Im Treffen wurde über verfügbare Werkzeuge und Metriken für Softwaremessungen gesprochen sowie Anforderungen der Kund:innen an die Einführung nachhaltiger Softwaretests diskutiert. Zudem stellte das Team erste Zahlen aus der Ökobilanz eines Chatbot-Tutors vor. Haupttreiber ist demnach die Hardware mit ca. 70 % Beitrag zum GWP. Im Basisszenario des Chatbot-Tutors macht dies ca. 60,4 kg CO₂-eq. /Jahr aus. Ferner präsentierte das Unternehmen andagon einen ersten Entwurf seines Beratungskonzepts für das Green Software Testing.

Mit diesen Zwischenergebnissen startet das Projekt nun in das erste PoC-Phase, die sich zunächst auf Software ohne KI-Funktionalitäten konzentriert. Anschließend folgt die weitere Evaluation gemeinsam mit relevanten Partnern.

Das Projekt GITI wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Förderlinie KMU Innovativ unter dem Förderkennzeichen 01LY2408A/B gefördert. Wir danken dem BMFTR für die Förderung des Projekts und dem DLR-Projektträger für die Unterstützung.