Internationale akademische Zusammenarbeit mit der University of Electro-Communications (UEC) in Japan
Im Rahmen eines internationalen Forschungsaufenthalts in Japan, der in Verbindung mit der Teilnahme an der 33. CIRP-Konferenz für Lebenszyklus-Engineering (CIRP LCE 2026) stattfand, kam es am 9. März 2026 an der University of Electro-Communications (UEC), Japan zu einem wertvollen wissenschaftlichen Austausch. Der Forschungsaufenthaltbot die Gelegenheit, die akademischen Diskussionen durch direkte institutionelle Zusammenarbeit über den Rahmen der Konferenz hinaus auszuweiten und damit die Kooperationsbeziehungen zwischen der UEC und der Hochschule Bochum zu stärken.
Während des Besuchs an der UEC traf sich Emmanuel Effah, als Vertreter des Labors für Nachhaltigkeit in der Technik, mit dem Associate Professor Yuki Kinoshita und dessen Forschungsteam von der Graduate School of Informatics and Engineering. Das Treffen bot eine wertvolle Plattform, um Perspektiven zu laufenden Forschungsaktivitäten auszutauschen und potenzielle Wege für eine zukünftige Zusammenarbeit zu identifizieren.
Im Mittelpunkt der Diskussionen standen zentrale Themenbereiche wie Life Cycle Engineering, Konzepte für nachhaltige urbane Mobilität und Energiesysteme, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen und resilienten Infrastruktur lag. Weitere Gespräche befassten sich mit Mikromobilitätslösungen in der Stadtplanung, wobei der Fokus insbesondere auf Strategien zur Emissionsreduzierung und Systemeffizienz sowie auf breiteren Anwendungen der Lebenszyklusanalyse zur Förderung nachhaltiger Technologien lag.
Darüber hinaus wurden Forschungsaktivitäten vorgestellt und erörtert, die datengestützte Ansätze für analytische Modellierung und Entscheidungshilfesysteme zum Gegenstand hatten. Der Austausch befasste sich zudem mit Methoden nachhaltiger Systemgestaltung und der Optimierung komplexer Betriebsnetzwerke. An der Veranstaltung nahmen Vertreter verwandter akademischer Studiengänge teil, was den interdisziplinären Charakter des Austauschs weiter stärkte.
Der Besuch endete mit der gemeinsamen Verpflichtung, eine langfristige Zusammenarbeit zu pflegen, einschließlich Möglichkeiten für Studentenaustauschprogramme und Gastwissenschaftler zwischen beiden Einrichtungen. Dieses Engagement stellt einen bedeutenden Schritt zur Stärkung der internationalen Forschungszusammenarbeit und zur Förderung nachhaltiger ingenieurwissenschaftlicher Lösungen dar.


CIRP-Konferenz für Lebenszyklus-Engineering 2026 – Kamakura, Japan
Das Labor für Nachhaltigkeit in der Technik stellte seine neuesten Forschungsergebnisse auf der 33. CIRP-Konferenz für Life Cycle Engineering (CIRP LCE 2026) vor, die vom 11. bis 13. März 2026 in Kamakura, Japan, stattfand.
Die CIRP LCE-Konferenz ist eine weltweit anerkannte Plattform für die Präsentation von Spitzenforschung und industriellen Anwendungen im Bereich des Life Cycle Engineering. Die diesjährige Konferenz unter dem Motto „Shaping Manufacturing Ecosystems Towards a Circular Economy“ brachte Forscher, Fachleute aus der Industrie und politische Entscheidungsträger zusammen, um innovative Ideen auszutauschen und nachhaltige Fertigungspraktiken voranzutreiben. Zu den Schlüsselthemen gehörten Strategien für die Kreislaufwirtschaft, Lebenszyklusanalysen, nachhaltiges Produktdesign, resiliente Lieferketten sowie die Integration digitaler und datengesteuerter Technologien.
Das Labor für Nachhaltigkeit in der Technik hat zwei peer-reviewed Konferenzbeiträge zur diesjährigen Konferenz beigesteuert. Emmanuel Effah, der das Labor vertrat, stellte beide Beiträge im Rahmen der Konferenzsitzungen vor.
Der erste Beitrag mit dem Titel „Life Cycle Assessment of Vanadium Redox Flow Batteries: Effects of Efficiency, Lifetime, and Electricity Source in the Use Phase“ untersucht die Umweltleistung von Vanadium-Redox-Flow-Batterien, wobei ein besonderer Schwerpunkt darauf liegt, wie Betriebsparameter die Auswirkungen über den gesamten Lebenszyklus beeinflussen. Die Studie unterstreicht die Bedeutung von Effizienzsteigerungen und sauberen Stromquellen für die Verringerung der Umweltbelastung während der Nutzungsphase.
Der zweite Beitrag, „Climate Change Impact of Pedal Electric-Assisted Bike Sharing: The Case of Barcelona and Munich“, bewertet die ökologischen Auswirkungen von Shared-Micromobility-Systemen. Die Studie liefert wertvolle Erkenntnisse über die Rolle von Pedelec-Sharing bei der Reduzierung städtischer Emissionen und der Förderung des Übergangs zu nachhaltiger Mobilität.
Beide Vorträge stießen bei den Konferenzteilnehmern auf großes Interesse und trugen zu angeregten Diskussionen über nachhaltige Energiesysteme und Lösungen für die urbane Mobilität bei. Die angenommenen Beiträge werden in Procedia CIRP veröffentlicht, wodurch die Ergebnisse der internationalen Forschungsgemeinschaft weiterverbreitet werden.
Im Rahmen des Konferenzprogramms fand am 10. März 2026 eine Betriebsbesichtigung bei der Toshiba Environmental Solutions Corporation (TESC) in Yokohama, Präfektur Kanagawa, statt. TESC, ein wichtiges Mitglied der Toshiba-Gruppe, ist für seine fortschrittlichen Lösungen im Bereich Umwelttechnik und Kreislaufwirtschaft bekannt.
Während des Besuchs besichtigten die Teilnehmer eine der führenden Recyclinganlagen für Haushaltsgeräte in Japan und erhielten aus erster Hand Einblicke in Prozesse wie die manuelle Demontage, die Materialtrennung und die Rückgewinnung von Ressourcen für Produkte wie Waschmaschinen, Kühlschränke und Klimaanlagen. Die Besichtigung verdeutlichte zudem den umfassenden Ansatz von TESC entlang der gesamten Umweltwertschöpfungskette, einschließlich Abfallwirtschaft, Recycling, Dekontaminierung und Nachhaltigkeitsberatung.
Diese Erfahrungen aus der Industrie lieferten wertvolle praktische Einblicke, die die Diskussionen auf der Konferenz ergänzten, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft und das Life Cycle Engineering in realen Systemen.
Insgesamt bot die Teilnahme an der CIRP LCE 2026 dem Labor für Nachhaltigkeit in der Technik eine hervorragende Gelegenheit, ihre Forschungsergebnisse vorzustellen, sich mit internationalen Experten auszutauschen und ihren Beitrag zur Förderung nachhaltiger technischer Lösungen und der Kreislaufwirtschaft zu stärken.



