Energie an der Hochschule Bochum

Energieversorgung

Der Zentralcampus der Hochschule Bochum ist energetisch an die Ruhr-Universität angeschlossen: Sie bezieht Fernwärme aus dem angrenzenden Blockheizkraftwerk sowie - bis einschließlich 2022 - zertifizierten Ökostrom. Am Gesundheitscampus erfolgt die Wärmeversorgung ebenfalls über Fernwärme, seit dem Jahr 2026 wird dort Ökostrom bezogen. Der Campus Velbert/Heiligenhaus wird mit Ökostrom versorgt, während die Wärmeversorgung über gasbetriebene Heizkessel läuft. Bei allen extern angemieteten Standorten wird durchgängig Ökostrom genutzt, die Wärmeversorgung erfolgt dort je nach Standort über Fernwärme oder Gas.

PV-Anlagen

Im Zuge der Sanierung der Hörsäle in BT B sowie der Dachsanierung von BT F schafft die Hochschule Bochum die grundlegenden Infrastrukturen für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen; die Solarpanele selbst sollen in einem nächsten Schritt aufgebaut werden. Wie groß die zu erbringende Leistung sein wird, steht noch nicht fest. Der Planungsprozess läuft bereits gemeinsam mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW). Für die Infrastruktur stellt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) eine Förderung in Höhe von 300.000 Euro aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan bereit. Photovoltaik-Anlagen sollen künftig sukzessive bei Sanierungsvorhaben mitgedacht werden – nicht alle Dächer eignen sich dafür, doch wo es möglich ist, will die Hochschule den Ausbau von PV weiter vorantreiben.

Energiesparen: Mitmachen & Sparen

Energiesparen ist eine Gemeinschaftsaufgabe: Die Hochschule Bochum ergreift systematische Maßnahmen, um den Energieverbrauch auf dem Campus zu senken – gleichzeitig zählt aber auch der individuelle Beitrag jeder und jedes Einzelnen. Mit den folgenden Tipps kann jede*r im Alltag mithelfen, Energie zu sparen:

Energieverbrauch im Standby-Modus fressen trotzdem Strom
  • Standby = Schein-Aus.
  • Laut EU-Verordnung dürfen seit 2013 Geräte im Standby-Modus nur noch 0,5 Watt verbrauchen; Geräte mit Netzwerkzugang, wie Drucker und Spielkonsolen, dürfen seit 2019 bis zu 8 Watt verbrauchen (EU Energy Efficient Products).
  • Durch vollständiges Abschalten der Geräte können bis zu 360 kWh pro Jahr eingespart werden, was einer Einsparung von 115 € und bis zu 145 kg CO2-Äquivalenten entspricht (co2online).
  • Lösungen: Stecker ziehen oder (ferngesteuerte oder zeitgeschaltete) abschaltbare Steckerleisten verwenden.
  • Typische abschaltbare Geräte sind Fernseher (wenn nicht OLED), Spielekonsolen, Monitore und Radios.
  • Übrigens: Bei der Suche nach Stromfressern helfen Strommessgeräte, die in vielen Energieberatungsstellen der Verbraucherzentrale kostenlos ausgeliehen werden können.

Energielabels
  • Neue Energieeffizienzklassen seit 2021.
  • Hintergrund: Geräte wurden immer besser und haben die Klasse A erhalten, wodurch unterschiedliche Verbräuche in einer Klasse gesammelt wurden.
  • Jetzt: bessere Unterscheidung möglich
  • Betrifft weiße Ware (z.B. Kühlschränke, Geschirrspüler, Waschmaschinen) und elektronische Displays wie Monitore und Fernseher (LANUV NRW).

     

Wie warm muss es im Winter sein?
  • Als Faustregel gilt: pro reduziertem Grad Heiztemperatur können 6 % Energie eingespart werden (Öko-Test).
  • In einem typischen Vier-Personen-Haushalt kann der Verbrauch dann schnell um 240 kWh sinken.
  • Rechts sehen Sie, was die Zahlen auf dem Heizungsregler bedeuten (Heizung.de).
  • Achtung: Die Heizung voll aufzudrehen, sorgt nicht dafür, dass es schneller warm wird. Am effizientesten ist es, gleichmäßig zu heizen.

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Nachhaltigkeits- und Klimaschutzmanagement