Der Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur ist das größte Investitionsprogramm in der Geschichte des Landes. 2,3 Milliarden Euro fließen in den Bereich Hochschule, Forschung, Lehre und Transfer. Auch die Hochschule Bochum profitiert von der Landesförderung, um sich nachhaltiger und klimafreundlicher aufzustellen. Mit 300.000 Euro wird an der Hochschule Bochum der Aufbau einer zukunftsfähigen elektrischen Infrastruktur auf dem Zentralcampus unterstützt. Die darauf aufbauende Photovoltaik-Anlage wird den Anteil der erneuerbaren Energien für die Versorgung der Hochschule Bochum deutlich erhöhen und den Anteil der Nutzung selbst produzierten Stroms steigern.
Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes überreichte am Donnerstag, 27. August 2026, die Finanzierungszusage für die „Infrastrukturmaßnahmen für PV-Anlagen (Photovoltaik-Projekt)“ an den Kanzler der Hochschule Bochum Markus Hinsenkamp und den Leiter des Dezernats Gebäude- und Liegenschaftsmanagement Phillip Nachtigal. Die Mittel in Höhe von 300.000 Euro stammen aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur.
Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Wir investieren das Geld aus dem NRW-Plan für gute Infrastruktur konsequent in die großen Zukunftsthemen und die hervorragende Ausstattung unserer Hochschulen. An der Hochschule Bochum werden die Investitionen einen Beitrag dazu leisten, dass die Hochschule nachhaltig, klimaneutral und kostengünstig mit Energie versorgt wird. Besonders freut mich, dass wir damit die HS Bochum auch bei der Stärkung ihres Profils als nachhaltige Hochschule unterstützen können.“
Kanzler der Hochschule Bochum Markus Hinsenkamp: „Nachhaltigkeit ist seit über einem Jahrzehnt ein zentrales Profilelement der Hochschule Bochum. Wir verankern sie konsequent in Lehre, Forschung und Transfer und wollen sie zunehmend auch selbst auf dem Campus leben. Die Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen hilft uns, dabei schneller voranzukommen.“
Mit der Investition aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan wird der Aufbau einer neuen elektrischen Infrastruktur gefördert. Dazu zählen Erdkabel und eine Trafostation, die die Voraussetzung für die später zu errichtenden Solarpanels sein werden. Die Photovoltaikanlagen können dann über die Erdkabel in einer Steuerung zusammengeführt und in das Campus-Stromnetz integriert werden. Das Photovoltaik-Projekt ist so angelegt, dass auch zukünftige Erweiterungen der Anlage möglich sind – etwa durch die Ergänzung um ein Batteriespeichersystem, das die Eigenstromnutzung am Campus noch flexibler macht.
Zukunftsinvestitionen für Hochschulen, Hochschulmedizin und Forschungseinrichtungen
Aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur stehen insgesamt 2,3 Milliarden Euro für die Bereiche Hochschulen, Hochschulmedizin und Forschung zur Verfügung. Mit dem Geld werden Investitionen finanziert, die auf die großen Zukunftsthemen einzahlen und den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen nachhaltig stärken und nach vorne bringen: Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, die Bekämpfung der großen Volkskrankheiten sowie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Gefördert werden hochwirksame Investitionen, die maximale Wirkung entfalten können und deren Finanzierung aus dem laufenden Haushalt nicht vorgesehen war.
Hintergrund Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur
Mit insgesamt 60 Milliarden Euro in den kommenden zwölf Jahren ist der Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur das größte Investitionsprogramm in der Geschichte des Landes. Zusätzlich entlastet das Land die Kommunen unter anderem durch eine anteilige Übernahme kommunaler Altschulden.
Aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan entfallen rund 21,3 Milliarden Euro auf die Kommunen, während knapp 10 Milliarden Euro in die Infrastruktur des Landes investiert werden. Schwerpunkte des Programms sind insbesondere der Ausbau und die Modernisierung von Kitas und Schulen sowie der Verkehrsinfrastruktur. Darüber hinaus sind Investitionen in Gesundheitsversorgung, energetische Sanierung und Klimaschutz, Sport, Digitalisierung sowie in Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft vorgesehen. Grundlage der Finanzierung sind neben Landesmitteln dem Land zustehende Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz, aus dem Nordrhein-Westfalen rund 21,1 Milliarden Euro erhält, sowie Kompensationsmittel für Steuerausfälle aus dem steuerlichen Investitionssofortprogramm des Bundes.
Insgesamt soll der Nordrhein-Westfalen-Plan dazu beitragen, bestehende Investitionsrückstände abzubauen, wichtige Infrastruktur zu modernisieren und neue Projekte schneller umzusetzen. Städte, Gemeinden und weitere Träger erhalten damit verlässliche Rahmenbedingungen, um zentrale Vorhaben vor Ort anzustoßen und Infrastruktur langfristig zu stärken.
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