Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Neujahrsempfang 2021

Der Neujahrsempfang 2021 konnte als Live-Stream am 15.1.2021 weltweit von 11:00 bis 13:00 Uhr auf dem Internetauftritts der Hochschule Bochum verfolgt werden.

Das Programm

Der Neujahrsempfang 2021 wurde moderiert von Katja Leistenschneider.

11 Uhr Start der Live-Übertragung aus dem Hörsaal 9 der Hochschule Bochum

  • Prof. Dr. Jürgen Bock / Neujahrsansprache des Präsidenten der Hochschule Bochum
  • Oberbürgermeister Thomas Eiskirch / Videobotschaft
  • Jubiläumsfilm / Einspieler
  • Prof. Dr. Nico Rose / Professor für Wirtschaftspsychologie an der ISM, Dortmund / Vortrag zum Thema: „Denken, Fühlen, Machen. Sein.

Podiumsdiskussion zum Thema: „Lehre und Forschung in Bochum: mit Herzblut und Tatendrang“

  • Prof. Dr. Jürgen Bock, Präsident der Hochschule Bochum
  • Dietmar Dieckmann, Kulturdezernent der Stadt Bochum
  • Karin-Brigitte Göbel, Vorsitzende des Vorstandes der Stadtsparkasse Düsseldorf
  • Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann, Rektorin der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum
  • Andreas Lüning, Gründer und Vorstandsmitglied, G DATA CyberDefence AG, Bochum

Einladungskarte zum Neujahrsempfang 2021 (PDF)


Videos

Prof. Dr. Jürgen Bock, Präsident der Hochschule Bochum
Neujahrsansprache von Präsident Prof. Dr. Jürgen Bock im Wortlaut
Prof. Bock während des Neujahrsempfang 2021

Liebe Mitglieder der Hochschule Bochum, sehr geehrte Gäste, 

als Präsident der Hochschule Bochum und im Namen des Präsidiums freue ich mich, Sie zu unserem – aus aktuellem Anlass digitalen – Neujahrsempfang begrüßen zu dürfen!  

Mehr als 270 Mitglieder der Hochschule, Ehemalige, Vertreter der Hochschulen, der Wirtschaft, der Politik und der Verbände haben sich zu unserer digitalen Veranstaltung angemeldet – und es ist ein besonderer Neujahrsempfang. Denn wir feiern in diesem Jahr unser Jubiläum – 50 Jahre Hochschule Bochum. Seien Sie alle ganz herzlich willkommen! Besonders begrüßen möchte ich unseren heutigen Gastredner, Kollege Nico Rose und die Teilnehmer unserer Podiumsdiskussion, die zum Teil live, zum Teil digital zugeschaltet werden. Herzlich willkommen Frau Katrin-Brigitte Göbel, Frau Kollegin Sigrid Graumann, Herr Dietmar Diekmann und Herr Andreas Lüning! 

Herzlich bedanken möchte mich ich schon jetzt bei unserem OB Thomas Eiskirch für seine Videobotschaft. 

Ein verrücktes, sorgenvolles und gleichzeitig erfolgreiches Jahr liegt hinter uns: Die Pandemie hat alles auf den Kopf gestellt, in vielen Bereichen verschob sich die Wichtigkeit von Dingen, die sonst unser ganzer Stolz, unser Antrieb sind.  

Unser Transfergedanke, unser Forschungsdrang, unsere regionale Wirtschaftsverbundenheit und unser Bestreben nicht stehenzubleiben – zum Wohl unserer Studierenden, unserer Mitarbeiter*innen und unserer Stadt und Region…  was ist das alles, wenn es quasi von jetzt auf gleich nur noch darum geht, Lehre und Forschung, Lernen und Verwalten, Kommunizieren und Gestalten irgendwie – aber auf jeden Fall ohne Präsenz – zu betreiben?  

Unsere Professorenschaft, unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Lehrbeauftragten, unsere Kolleg*innen innerhalb unserer Dezernate und Werkstätten, in unseren Dekanaten und Einrichtungen… wir alle haben gemerkt, was das mit uns macht, wenn der Kalender (oder die Hochschule) plötzlich leer ist. 

Einige werden diese Entschleunigung vielleicht zwischenzeitlich genossen haben – für mich persönlich waren das fast keine beruflichen Reisen mehr, keine Abendtermine, weniger Freizeitstress – mein Fitnessstudio und mein Schwimmbad sind geschlossen.  

Für viele war es aber von Anfang an eine immense Herausforderung, die geprägt war durch die Sorge um die eigene Gesundheit oder die der Liebsten, die Mütter und Väter vor schier unlösbare Probleme hinsichtlich der Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung stellten, oder die, die durch die soziale Distanz wirklich einsam wurden. 

Ich glaube, ich kann für fast alle Hochschul-Angehörigen, aber auch für unsere Gäste sprechen, wenn ich sage, dass für alle irgendwann, früher oder später, der Zeitpunkt kam, wo man es satt hat: Die Telefoniererei, die Videokonferiererei, das Mailschreiben.  

Wo Momente, wie das Rüberrufen zum Kollegen/zur Kollegin, das Stehenbleiben in der Tür mit einem Kaffee und einer Neuigkeit – ganz gleich ob privater oder sachlicher Natur – ein verstehender Blick durch den Raum oder ein kreativer, arbeitsamer Prozess im Seminarraum – vom gemeinsamen Essen in der Mensa ganz zu schweigen – einfach fehlten. 

Was musste in den vergangenen neun Monaten nicht alles gestemmt werden, für das es keine Blaupausen gab?!  

Es klappte sicher nicht alles reibungslos und perfekt – aber wer kann das in einer solchen Zeit schon von sich behaupten?  

Grundsätzliche Erfolge wie  

  • Hygienekonzepte für die ganze Hochschule,  

  • ein nahezu vollständiges Lehrangebot, 

  • BigBlueButton,

  • Ausstattung mit Homeoffice-Arbeitsplätze,  

  • aus dem Homeoffice heraus funktionierende Prozesse,  

  • Schichtbetrieb in den Büros,  

  • flexible Arbeitszeiten und  

  • Weiterführung von Einstellungen und Berufungen,

  • kein einziger bisher bekannter Fall einer Covid19-Erkrankung an der Hochschule sowohl in Bochum wie auch in Velbert/Heiligenhaus 

sollten wir für uns verbuchen und künftig einfach mit viel Kraft – weiter optimieren. Denn wir sind noch nicht durch!  

Es war eine große Flexibilität im Mitarbeiterkollegium, bei den Lehrenden und Studierenden gefragt. Im Namen des Präsidiums danke ich allen für Ihr eigenverantwortliches Handeln, sich und andere zu schützen, für ihre Solidarität, Ihr eingebrachtes Engagement – jede/r von Ihnen auf seine/ihre Weise. Danken möchte ich an dieser Stelle unserer IT, die Unvorstellbares geleistet hat, unserem Krisenstab, der zeitnah Entscheidungen vorbereitete und die Kommunikation sichergestellt hat und dem Szenarioteam, dass den Rahmen für die Durchführung des Wintersemesters erarbeitet hat. 

Ich danke an dieser Stelle aber auch all unseren externen Partnern,  

  • mit denen wir gleichwohl bestehende Projekte weitergeführt aber auch neue Projekte entwickelt haben und  

  • die unsere Studierenden in dieser schwierigen Zeit mit besonders vielen Deutschlandstipendien unterstützt haben. 

Trotz der besonderen pandemiebedingten Herausforderungen zeigt uns ein kurzer Rückblick, wieviel an unserer Hochschule gleichwohl passiert ist und das von Stillstand keine Rede sein kann:  

  • Wir haben bei den Einschreibungen mit knapp 2.300 Erstsemestern nochmals in Summe zugelegt – ein deutliches Plus gab es besonders bei unseren Masterstudiengängen. Mehr als 8.200 Studierende sind nun an unserer Hochschule und mehr als 1.000 Absolvent*innen haben erfolgreich ihr Studium beendet. 

  • Positiv entwickelt hat sich auch unser Drittmittelvolumen. Trotz der Abspaltung unserer Geothermieaktivitäten in das neugegründete Fraunhoferinstitut liegen wir nun bei einem Volumen von knapp 8 Mio. Euro. 

  • Und damit komme ich zum Thema Fraunhofer: Die FraunhoferEinrichtung für Energiesysteme und –Infrastruktur ist gegründet, der Betriebsübergang hat reibungslos funktioniert und wir erhalten einen vom Land mit zunächst 2,3 Mio. Euro geförderten neuen Studiengang für regenerative Energiesysteme. 4 neue Berufungen – davon zwei gemeinsam mit Fraunhofer – sind in der Ausschreibung. Danke an das Team, das diesen innovativen Studiengang vorbereitet hat. 

  • Zudem konnten in 2020 sechs Berufungsverfahren und insgesamt 5 Promotionsvorhaben erfolgreich abgeschlossen werden. Herzlichen Glückwunsch! 34 Promotionsvorhaben werden derzeit von unserer Professorenschaft betreut. Die erste Ausschreibungsrunde des internen Förderprogramms „Promotionsstellen“ ist abgeschlossen. Es wurden ab Januar 2020 insgesamt 7 Promovierende in Instituten aus 4 Fachbereichen eingestellt. Insgesamt haben wir zudem in 2020 11 Bachelor- und 4 Masterstudiengänge re-akkreditiert.

Auch im Bereich der Ausgründung waren wir erfolgreich – hierzu zwei Beispiele:  

  • Aus dem bekannten Problem Based Learning Projekt „Cargo Pedelec“ ist eine Unternehmensgründung entstanden, die in das Förderprogramm „StartUp Transfer.NRW“ aufgenommen wurde. Die ANTRIC GmbH beschäftigt sich mit der Zustellung der Zukunft, das Lastenrad für die letzte Meile. Es liefert einen Beitrag zur Lösung der Logistikprobleme in Deutschlands Städte. 

  • Semasquare GmbH ist eine Ausgründung aus dem Institut für Elektromobilität und befasst sich mit den Herausforderungen der Unternehmen durch die Digitalisierung. Etablierte Maschinenparks sollen wg. fehlender Digitalisierungsmöglichkeiten nicht gleich ersetzt, sondern sich durch eine einfache digitale Lösung miteinander vernetzen und auf einen gemeinsamen Standard gebracht werden. 

Abschließend sei in diesem Kontext noch erwähnt, dass unser thyssenkrupp blue.cruiser nun als Exponat im Deutschen Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik in Nürnberg zu bestaunen ist. 

  • Um die sich vollziehende digitale Transformation curricular umzusetzen haben wir bereits 2018 drei In-Institute zu den Themen „Building Information Modelling“, „Smart Factory“ und „Business Transformation“ gegründet und zunächst für drei Jahre mit einem Volumen von 750.000 Euro gefördert. Ein weiteres interdisziplinäres Institut zum Thema „Künstliche Intelligenz“ – das AKISRuhr – ist seit 2020 im Aufbau. Wir werden diese Institute auch in den nächsten 3 Jahren mit insgesamt 1 Mio. € fördern.  

  • Voran geschritten ist auch unsere Profilierung als „Nachhaltige Hochschule“. Initiiert durch die Studierenden aus den Nachhaltigkeitsstudiengängen gibt es eine Vielzahl von Initiativen: Ob eigener Honig, „Roof gardening“, Strategiebegleitung der Hochschule beim Thema „Nachhaltigkeitsstrategie“, Nachhaltigkeit beim Fussball usw. – hier passiert sehr viel. 

  • Bei den Deutschlandstipendien haben wir mit 119 Stipendien einen neuen Höchststand erreicht – Dank an alle Spender für ihr Engagement – gerade in dieser Coronazeit. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle auch bei den Kolleg*innen, die sich an einem Hilfsprogramm für bedürftige Studierende beteiligt haben. Mein Dank gilt zudem der Gesellschaft der Förderer der Hochschule Bochum, die diesen Fond auf 15.000 Euro verdoppelt haben. Gemeinsam mit der Gesellschaft werden wir anlässlich unseres Jubiläumsjahres für bedürftige Studierende 50 Laptops zur Verfügung stellen. 

  • Auch bei unserem Talentscouting freuen wir uns über die Fortführung der Zusammenarbeit.

  • Gefördert von der Mercator-Stiftung mit insgesamt 5 Mio. Euro haben wir gemeinsam mit der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen und der Fachhochschule Dortmund die Hochschulallianz Ruhr gegründet und eine gemeinsame Geschäftsstelle in Herne eröffnet.  

  • Durch das zum 31.05.2020 erteilte Zertifikat wurde die Hochschule Bochum zum fünften Mal mit dem „Audit familiengerechte Hochschule“ ausgezeichnet. Das Audit ist als mehrstufiges Verfahren angelegt, das auf eine wachsende Selbststeuerung des Themas Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben durch die Organisation abzielt.  

  • Zum Abschluss gebracht haben wir auch die Dienstvereinbarung FLAZ für wiss. Beschäftigte zum 01.01.2021: Mit dieser Dienstvereinbarung soll den besonderen Bedingungen, unter denen die wissenschaftlichen Beschäftigten eingesetzt werden, Rechnung getragen werden.

  • Die 2.Befragung zur „Gesundheit und Arbeitszufriedenheit“ einschließlich Corona-Fragen ist eingeleitet. Wir hoffen auf eine große Anzahl von Rückläufen.

  • Wir haben zudem einen Film „Karriereweg FH-Professur“ fertiggestellt, um das Berufsbild und die Zugangsvoraussetzungen deutlich zu machen – diesen Film werden wir gleich sehen. 

  • Auch baulich hat sich einiges getan: Der neue Hörsaal H9 ist fertiggestellt, die Umzüge der Fachbereiche Architektur und Bau- und Umweltingenieurwesen sind erfolgt, der Umbau der Magistralen ist kurz vor dem Abschluss, der Eingangsbereich wurde neugestaltet, der Besucherparkplatz neu gepflastert, ein zum Verweilen einladender kleiner Innengarten wurde angelegt. Die Corona-Zeit haben wir hierfür hervorragend genutzt.

Zudem ist der Übergang vom Graduierteninstitut in das Promotionskolleg NRW mit Sitz in Bochum abgeschlossen. Die Gründung ist zum Ende des Jahres 2020 erfolgt; nun schließt sich die Begutachtung durch den Wissenschaftsrat an. Schon jetzt ist diese Gründung ein großer Erfolg für die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in NRW. 

Ich könnte an dieser Stelle weitermachen – es hat sich so vieles positiv getan – der Rückblick kann daher nicht vollständig sein. Diese Beispiele zeigen aber, wie wir uns als Hochschule nach innen wie nach außen dynamisch weiterentwickelt haben und ich danke allen, die sich in unsere Hochschulentwicklung eingebracht haben.  

Zum Rückblick gehört aber auch die Trauer über den Tod von zwei unserer Alt-Rektoren: am 8.4.2020 verstarb im Alter von 87 Jahren Prof. Dr. Heinz Becker, am 29.4.2020 im Alter von 66 Jahren nach schwerer Krankheit Prof. Dr. Martin Grote. 

Wir starten nun in das neue Jahr mit einem neuen Vizepräsidenten: Prof. Dr. Thomas Nied-Menninger tritt die Nachfolge von VP1 Eva Waller (Studium und Lehre) an, die zur Präsidentin der Hochschule RheinMain gewählt wurde. Zum neuen Senatsvorsitzenden ist Prof. Dr. Carsten Köhn gewählt worden. 

Auch im Jubiläumsjahr gibt es für uns Alle noch viel zu tun:  

  1. Das neue Jahr wird sicherlich noch einige Monate durch die Pandemie geprägt. Der Krisenstab und das Szenarioteam werden wiederum unterschiedliche Szenarien planen, um auch im kommenden Sommersemester unsere Lehre und den Hochschulbetrieb insgesamt sicherzustellen. Den digitalen Umbruch gilt es weiter auszugestalten.

  2. Wir müssen sicherlich auch in den kommenden Jahren unsere Studienangebote weiterentwickeln, um insgesamt wettbewerbsfähig zu bleiben und um unsere Anfängerzahlen weiter zu stabilisieren.

  3. Gleichwohl ergibt sich an dieser Stelle ein durchaus einschneidender Richtungswechsel: Der Zukunftsvertrag „Studium und Lehre stärken“ setzt und honoriert die Qualität der Lehre – festgemacht am Betreuungsverhältnis. Wir werden nun also erstmalig – ausgehend von der Auslastung der einzelnen Fachbereiche – Anfängerzahlen maßvoll reduzieren.

  4. Die qed-Stiftung der Hochschule hat ab Januar 2021 zwei einjährige Promotionsstipendien zur Förderung von Promovierenden unserer Hochschule vergeben. Weitere vier Stipendien für besonders talentierte Frauen werden aus Mitteln der Gleichstellung für 2021 ermöglicht. Unser Promotionsprogramm gilt es weiterzuentwickeln. 

  5. Strategische Projekte wie Ruhr-Master-School, ruhrvalley (2. Förderphase), die Hochschulallianz ruhrvalley (unser Gründungsprojekt) sind weiter zu stabilisieren. Das gilt auch für die in enger Abstimmung mit den Fachbereichen gestartete Initiative zur Digitalen Transformation, aus der die bereits genannten 4 interdisziplinären In-Institute hervorgegangen sind. Sofern die Machbarkeitsstudie zum sog. „Excellence Department für angewandte Lehre und Forschung“ zu einem positiven Ergebnis führt, ist mit den politischen und wissenschaftlichen Partnern und den beteiligten Fachbereichen der inhaltliche und strukturelle Rahmen aufzubauen.

  6. Die Ausgestaltung der bestehenden, intensiven Zusammenarbeit mit der aus der Hochschule hervorgegangenen Fraunhofer-Einrichtung für Geothermie und Energieinfrastruktur, einschließlich der Unterstützung des neuen Studienangebotes im Bereich der „Regenerativen Energien“, erfordert auch zukünftig eine intensive Begleitung. 

  7. In den letzten Jahren haben wir Hochschulentwicklung, Akteursbeteiligung (z.B. über die Ideenforen) und interne Förder-/Anschubmaßnahmen immer mehr zusammengeführt. Dadurch gelingt es der Hochschule in vielen Fällen sich aus „einem Guss“ und bedarfsorientiert sowie durch die Hochschulleitung unterstützt zu entwickeln. Dieses mit den Fachbereichen abgestimmte Vorgehen ist weiter zu entwickeln.

  8. Die Ergebnisse des Bielefelder Fragebogens sind im Rahmen „Gute Arbeit“ an unserer Hochschule entsprechend umzusetzen. Führung und Personalentwicklung im wissenschaftlichen Bereich sind dabei zentrale Handlungsfelder.

  9. In den letzten Jahren ist die Hochschule in Lehre und Forschung im Feld der Nachhaltigen Entwicklung gereift und war erfolgreich. Hier gibt es zwei Aufgaben, die für die mittelfristige Entwicklung notwendig sind:
    - Die weitere Profilierung der Hochschule in Bezug auf dieses Thema in regionalen, überregionalen und vor allem politischen Kontexten.
    - Die Entwicklung der Hochschule selbst hin zu einer nachhaltigen Organisation, die auch nachhaltig handelt.

  10. Die Finalisierung unserer Internationalisierungsstrategie wird in 2021 gelingen. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen. Es gilt nun die sich aus der Digitalisierung ergebenen Optionen für unsere internationale Ausrichtung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit zu nutzen. 

Die erfolgreiche Weiterentwicklung der Hochschule erfordert zudem einen weiteren Ausbau unserer Infrastruktur, sowohl im IT- wie auch im baulichen Bereich. 

Es gibt also wirklich viel zu tun und wir haben uns für die nächsten Jahre wieder einiges vorgenommen, was sicherlich sehr anspruchsvoll ist und damit auch ein anderes Niveau der Verantwortung mit sich bringt. Es erfordert aber auch, unsere partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Institutionen der Regionen Ruhr und Velbert/Heiligenhaus vertrauensvoll weiterzuentwickeln. 

Der Blick zurück zeigt uns, dass wir uns in einem kontinuierlichen – in Teilen aber auch disruptiven – Veränderungsprozess befinden, der Wandel und Anpassung bedingt. Unsere Hochschulentwicklung ist nur zum Teil planbar; sie setzt – neben rationalem Handeln – auch ein hohes Maß an Improvisation; Machen, Denken und Fühlen voraus. Leidenschaft, Enthusiasmus, Frustration, Spaß, Begeisterung, Freude an dem, was man tut sind – neben der Rationalität – erforderlich, um erfolgreich „zu machen“ und damit „zu sein“. All das erfahre ich manchmal an einem Tag. 

Und damit komme ich zu unserem 50-jährigen Jubiläum, das unter dem Motto „Denken, Fühlen, Machen. Sein“ steht. Wir wollten dieses Jubiläum eigentlich groß und fröhlich und in vielen Facetten gemeinsam mit Ihnen feiern. Nun – niemand vermag zum jetzigen Zeitpunkt eine Prognose abzugeben, wann wir wieder ohne Masken und ohne Abstand mit einem Kaltgetränk am Ende einer interessanten Fachveranstaltung oder eines ausgelassenen Sommerfestes zusammenstehen werden.  

Aber: Es ist natürlich einiges geplant! 

Wir halten Sie auf dem Laufenden – über unsere Hochschulhomepage aber vor allem über unsere Jubiläumsseite www.hsbo50.de, die heute für Sie live geht und die in den nächsten Wochen und Monaten kontinuierlich weiterentwickelt wird.  

Ich wünsche Ihnen, auch im Namen des gesamten Präsidiums, für 2021 alles Gute, Erfolg, Gesundheit und viel Energie.  

Danke an die Organisatoren des heutigen Vormittags und Dank an Frau Masjoshusmann für die Gesamtkonzeption.  

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!  


Aufzeichnung des Neujahrsempfangs der Hochschule Bochum vom 15.01.2021

Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum

Zum Hochschuljubiläum 2021 präsentiert der Film "50 Jahre unsere Hochschule Bochum" das Jubiläumsmotto „Denken, Fühlen, Machen. Sein“ rückblickend und visionär.

Kontaktpersonen

Kerstin Duchatz, B.Sc.
Dezernat 3
Veranstaltungsmanagement
Tel.: +49 234 32 10797 bzw. 0160 94460990
Dipl.-Ing. (FH) M.A. Ann-Kristin Masjoshusmann
Dezernat 3
Projektleitung Kommunikationsmanagement (Hochschuljubiläum 2021)
Tel.: +49 234 32 10892, mobil: 0173 5202004