Psychische Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiches Studieren und Promovieren und damit eine zentrale Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung. Die Zahl der Studierenden und Promovierenden, die psychisch belastet sind, nimmt jedoch stetig zu. Daher rückt das Thema in Wissenschaft, Politik und Hochschulpraxis zunehmend in den Fokus. Um Forschungslücken zu schließen und aktuellen Herausforderungen zu begegnen, werden im Rahmen des Förderschwerpunkts „Wissenschafts- und Hochschulforschung (WiHo)“ durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) zehn Forschungsprojekte zur psychischen Gesundheit von Studierenden und Promovierenden sowie ein wissenschaftliches Begleitprojekt zur Vernetzung gefördert.
Das wissenschaftliche Begleitprojekt MINDS (Moderation, Integration und Netzwerke für die psychische Gesundheit von Doktorand*innen und Studierenden) wird über eine Laufzeit von 42 Monaten unter der Leitung von Prof.in Dr.in Eike Quilling an der Hochschule Bochum umgesetzt.
„Mit MINDS dürfen wir eine Vielzahl herausragender, teils groß angelegter Forschungsprojekte begleiten. Hier entsteht ein bislang einzigartiges Netzwerk, das die Chance bietet, deutschlandweit Daten zur psychischen Gesundheit von Studierenden und Promovierenden zu bündeln, um darauf aufbauend gemeinsam und zielgerichtet Handlungsansätze für ein gesundes Wissenschaftssystem entwickeln“, erklärt Quilling.
Ziele des Begleitprojektes MINDS
MINDS zielt darauf ab, auf der Grundlage einer umfassenden Datenbasis Hochschulen gesundheitsförderlich zu gestalten und gesundes Studieren und Promovieren zu ermöglichen. Dazu werden die Erkenntnisse der geförderten Forschungsprojekte systematisch zusammengeführt und gemeinsam Handlungsempfehlungen für Politik und Hochschulen abgeleitet, um die psychische Gesundheit von Studierenden und Promovierenden nachhaltig zu stärken.
MINDS fördert dazu gezielt und kontinuierlich den Austausch zwischen den beteiligten Akteur*innen, um ein starkes Netzwerk zur Studierendengesundheit aufzubauen. In gemeinsamen Veranstaltungen, Workshops und Videokonferenzen werden Erkenntnisse diskutiert, Erfahrungen gebündelt und praxisnahe Lösungsansätze diskutiert.
„Wir verstehen MINDS als verbindendes Element zwischen den Forschungsprojekten. Für uns steht im Mittelpunkt, die vielfältigen Perspektiven der Forschungsprojekte zusammenzubringen und daraus Impulse für nachhaltige Veränderungen im Hochschulsystem zu setzen“, so Antonia Paeschke, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an der Hochschule Bochum und Projektkoordinatorinnen.
Gemeinsamer Start zur Stärkung der psychischen Gesundheit im Studium und der Promotion
Am 31. März 2026 startete das Begleitprojekt MINDS mit rund 50 Wissenschaftler*innen aus ganz Deutschland. In einer großen Videokonferenz tauschten sich die Expert*innen der zehn Forschungsprojekte zur psychischen Gesundheit von Studierenden und Promovierenden aus.
„Wir freuen uns sehr über die große Resonanz und den gelungenen Auftakt. Die Veranstaltung hat gezeigt, wie viel Engagement und Expertise in den Forschungsprojekten steckt“, so Quilling.
Bereits zu Beginn der Auftaktveranstaltung wurde allen Teilnehmenden deutlich: Hier entsteht mehr als nur ein Austauschformat. In kurzen Projektvorstellungen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die vielfältigen Forschungsvorhaben und identifizierten schnell gemeinsame Themen und erste Anknüpfungspunkte für eine vertiefte Zusammenarbeit. Hier zeigt sich das Potenzial, gemeinsam an den thematischen Schnittstellen zu arbeiten und das Wissen aus den einzelnen Forschungsprojekten gezielt in Arbeitsgruppen zusammenzuführen.
Grundstein für projektübergreifende Vernetzung ist gelegt
Mit dem Auftakt ist ein wichtiger Schritt gelungen, der die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit mit und zwischen den (Verbund-)Projekten schafft. Ziel ist es, eine deutschlandweite Datenbasis zu schaffen und darauf aufbauend projektübergreifende Ansätze zu entwickeln, um die psychische Gesundheit von Studierenden und Promovierenden langfristig zu stärken.
„MINDS ist damit nicht nur ein Begleitprojekt, sondern ein gemeinsamer Aufbruch hin zu einer Hochschullandschaft, die psychische Gesundheit sichtbar macht, ernst nimmt und aktiv gestaltet“ ergänzt Michelle Baus.
Koordination und wissenschaftliche Mitarbeit im Begleitprojekt MINDS:
Michelle Baus Antonia Paeschke
Fachbereich Gesundheitswissenschaften Fachbereich Gesundheitswissenschaften
Hochschule Bochum Hochschule Bochum
Standort Gesundheitscampus Standort Gesundheitscampus
Gesundheitscampus 6-8 Gesundheitscampus-Süd 9
44801 Bochum 44801 Bochum
T +49 234-36186-9332 T +49 234 36186 - 9343
minds(at)
