Rund 100 ehemalige Studierende kehrten am 9. Oktober an die Hochschule Bochum zurück. Beim Alumni-Abend des Fachbereichs E – Fachbereich für Elektrotechnik, Informatik und Nachhaltige Entwicklung trafen vertraute Gesichter auf neue Entwicklungen, persönliche Erinnerungen auf spannende Zukunftsthemen. Ein abwechslungsreiches Programm und viele angeregte Gespräche sorgten für einen gelungenen Abend.
Wie hat sich die Hochschule seit dem eigenen Abschluss verändert? Was ist aus den früheren Kommilitoninnen und Kommilitonen geworden? Gesprächsstoff gab es reichlich, als die Alumni an ihre frühere Wirkungsstätte zurückkehrten. Nach der Begrüßung durch den Dekan, Prof. Dr. Rainer Lütticke, erwartete sie ein Programm, das fachliche Impulse mit persönlichen Geschichten und einem Blick hinter die Labortüren verband.
„Es ist schön zu sehen, dass sich so viele ehemalige Studierende auch Jahre nach ihrem Abschluss mit unserem Fachbereich verbunden fühlen. Besonders freut mich, dass dieser Abend nicht nur alte Kontakte wieder aufleben lässt, sondern auch neue Verbindungen zwischen unseren Alumni und der Hochschule schafft“, so der Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik.
Von der Energiewende bis zum SolarBuggy in Australien
Wie vielfältig die Themen am Fachbereich sind und wohin ein Studium an der Hochschule Bochum führen kann, zeigten drei parallel stattfindende Kurzvorträge.
Dr. Erik Alexander Recklies aus dem Labor für Nachhaltigkeit in der Technik stellte aktuelle Forschungsprojekte vor, die sich mit den Herausforderungen einer nachhaltigen Zukunft beschäftigen. Im Mittelpunkt standen unter anderem ressourcenschonende Technologien, regenerative Energieversorgung und nachhaltige Mobilität. Sein Vortrag zeigte, wie technische Innovationen und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.
Dass Informatik eine entscheidende Rolle bei der Energiewende spielt, verdeutlichte Tim Poerschke. Der ehemalige Informatikstudent und heutige Softwareentwickler bei der SOPTIM AG erklärte, wie sich Stromnetze trotz schwankender Einspeisung aus Wind- und Solarenergie stabil halten lassen. Am Beispiel des sogenannten Redispatch gab er Einblicke in Softwarelösungen, mit denen komplexe Prozesse für eine sichere Energieversorgung abgewickelt und überwacht werden.
Persönlicher wurde es beim Vortrag von Xenia Wiedenmannott. Die Absolventin der Nachhaltigen Entwicklung, heute bei Audi AG tätig, blickte auf ihre Zeit im studentischen SolarBuggy-Projekt zurück, das ihren weiteren Weg entscheidend mitgeprägt hat. Ihre Schilderungen von den gemeinsamen Erlebnissen in Australien ließen bei ehemaligen Projektbeteiligten Erinnerungen wach werden. Gleichzeitig zeigte ihre Geschichte, welche Chancen sich aus studentischem Engagement ergeben können und wie aus einem Hochschulprojekt wichtige Impulse für den späteren Berufsweg entstehen.
Alte Bekannte, neue Technik und eine leuchtende Gurke
Anschließend öffneten vier Labore ihre Türen. Im Labor für Robotik und Regelungstechnik konnten die Gäste aktuelle Entwicklungen kennenlernen, während im Labor für Leistungselektronik ein Stück Studienalltag wieder lebendig wurde: Hier begegneten einige Alumni den Praktikumsversuchen aus den „Grundlagen Elektrotechnik“, die sie noch aus ihrer eigenen Studienzeit kannten. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte die Vorführung der „leuchtenden Gurke“.
Auch das Labor für Elektrische Energietechnik der Netze sowie das Labor für Nachhaltigkeit in der Technik mit seiner Energy Hub Station boten Gelegenheit, aktuelle Forschungs- und Lehrthemen aus nächster Nähe zu erleben.
Ein geselliger Ausklang mit Buffet und Quiz
Nach so vielen Eindrücken ging es wieder zurück in die Mensa, wo ein herbstliches Buffet auf die Gäste wartete. In geselliger Atmosphäre wurden Kontakte aufgefrischt, Geschichten ausgetauscht und alte Bekanntschaften wiederentdeckt.
Für Spaß und ein wenig Nervenkitzel sorgte anschließend das interaktive Alumni-Quiz. Fragen aus Elektrotechnik, Informatik, Nachhaltigkeit und rund um die Hochschule Bochum stellten das Wissen der ehemaligen Studierenden auf die Probe. Die drei Bestplatzierten konnten sich über kleine Präsente mit Hochschul-Souvenirs freuen.
Dass der Abend bei den Gästen gut ankam, zeigte sich nicht zuletzt an der positiven Resonanz: Viele Alumni signalisierten bereits, beim nächsten Treffen im Jahr 2029 wieder dabei sein zu wollen.






