Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.
Fachgebiet Entwerfen

Prof. Dipl. Ing. Katharina Feldhusen

Lehre

Grundlagen des Entwerfens

Übung 1 . my favourite instrument

Wählen Sie ein Musikinstrument aus. Legen Sie eine Sequenz von Schnitten durch dieses Instrument.

Die Schnittzeichnungen bilden zunächst die Grenzen des Instrumentes ab. Gleichzeitig wird die Sezierung des Instrumentes über dessen äußere Anmutung hinausweisen und die Strukturen und Eigenarten des Instrumentes erkennen lassen (Fügung, Hohlräume, Materialität, Dichte, Funktion).

Gleichzeitig eignet sich die Sequenz zur Interpretation einer räumlichen Konstellation, die wir in der Folge einzelner Blätter lesen und dort wie in einer Bewegung durchschreiten können.


Übung 2 . pocket concert

Gegenstand des Entwurfes ist ein Minimal-Konzertraum. 

Wir geben Ihnen Musikstücke vor, aus denen Sie sich eines auswählen. Dieses Musikstück soll im Rahmen eines kleinen Konzertes aufgeführt werden. Die Performance erfolgt für 6 Zuhörer – nicht mehr. Den Raum, in dem dieses pocket-concert stattfindet, sollen Sie entwerfen.

Übung 3 . miners bar

Der Ort, der räumliche Kontext einer Entwurfsaufgabe ist eine wesentliche Referenzebene des Entwurfs. Die Einzigartigkeit einer konkreten Aufgabe ist auch durch die Einmaligkeit eines Ortes begründet - an einem Ort können nicht zwei Architekturen zum gleichen Zeitpunkt stehen. Der Umgang mit einem spezifischen Ort spielt in unserer Arbeit als Architekten also eine zentrale Rolle. 

Übung 4 . nachgefragt!

Wählen Sie einen Architekten und suchen Sie dann ein Wohnhaus des Architekten, das Sie detaillierter untersuchen werden.
Erarbeiten Sie eine Analyse: Erläutern Sie das Konzept des ausgewählten Hauses anhand von Piktogrammen / Konzeptskizzen. Versuchen Sie mit Hilfe der Konzeptskizzen eine klare Aussage über die Entwurfsidee des Architekten zu formulieren.

Übung 5 . horizontal living

In dieser Übung ist ein Wohnhaus für einen beschriebenen Nutzer zu planen. Arbeitsgrundlage ist ein Grundstück innerhalb einer großmaßstäblichen Teppichsiedlung. Es gibt 7 verschiedene Grundstücke im Hinblick auf Ausrichtung und Erschließung. Die potentiellen Bauherren werden Ihnen in vier Szenarien beschrieben. Teppichsiedlungen sind Wohnsiedlungen, in denen Einfamilienhäuser unmittelbar aneinandergrenzen, d.h. es handelt sich um Einfamilienhaussiedlungen mit großer Dichte und introvertierten Wohneinheiten. 

Übung 6 . vertical living

Auf einem extrem schmalen Grundstück zwischen zwei Häusern soll ein Wohnhaus entwickelt werden. Das schmale Grundstück erfordert eine Auseinandersetzung mit der Vertikalen. Treffen Sie Entscheidungen über die Art des Zusammenlebens, über das Verhältnis von Individual- und Gemeinschaftsflächen. Überlegen Sie, welche Rolle dabei die vertikale Erschließung spielt. Entwickeln Sie ein Raumkonzept, das Ihr Gebäude als Ganzes bestimmt und als solches beschreibbar ist. Alle Aufenthaltsräume benötigen ein Mindestmaß an natürlicher Belichtung und eine Lüftungsmöglichkeit. Belichtung und Lüftung über Oberlichter ist zulässig.


Entwerfen

ADT . Akademie für Digitalität und Theater in Dortmund

Bild: © Cyberräuber

Das Schauspiel Dortmund gilt im Hinblick auf Digitalität und Medieneinsatz als wegweisend an deutschen Bühnen. Mit Inszenierungen wie Die Borderline Prozession hat Intendant und Regisseur Kay Voges in Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen Alexander Kerlim Maßstäbe an der Grenze von digitalem Denken, neuer Technologie und Darstellender Kunst gesetzt. Bei der Umsetzung dieser Experimente arbeiten die Protagonisten mit unterschiedlichen Akteuren aus anderen Berufsfeldern (Informatiker, Visualisierung) und innovativen Unternehmen der IT-Branche zusammen und schließen damit eine Lücke zwischen den räumlichen und technischen Gegebenheiten und Kompetenzen am Theater und den künstlerischen Ansprüchen aktueller und zukunftsweisender Inszenierungen. Vor diesem Hintergrund wurde am Theater Dortmund die Idee einer Akademie für Digitalität und Theater für Lehre und Forschung in allen Berufsfeldern der darstellenden Künste (Regie, Dramaturgie, Schauspiel, Bühnen- und Lichttechnik, etc.) entwickelt.

 „Die „Akademie für Digitalität und Theater“ (ADT) entsteht als ein europaweit einzigartiges Modellprojekt für digitale Innovation, künstlerische Forschung und technikorientierte Weiterbildung. Sie vernetzt in einer völlig neuartigen Struktur Partner aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft horizontal und international miteinander“ (Flyer des Theaters Dortmund zur Akademie für Digitalität und Theater). Zentral ist das Anliegen, einen Ort für „die Entwicklung von ungewöhnlichen und innovativen Lösungen und Produkten für die stark wachsenden Bedarfe der Darstellenden Künste in den Bereichen Virtual Reality, Augmented Reality, Motion Capture, 3D-Animation, Sensorik, Robotik und Künstliche Intelligenz zu schaffen, um einerseits neue künstlerische Ausdrucksformen und andererseits das effektive Zusammenwirken von traditionellem und modernem Bühnenhandwerk zu ermöglichen.“

Die Akademie soll ein Labor für Forschung und Entwicklung, eine Hochschule mit Masterstudiengang und Stipendienprogramm für Postgraduierte sein, sowie ein Ort der Qualifizierung für die technischen Berufe am Theater. Insgesamt versteht sich die Akademie als eine Art Think Tank im Bereich Digitalität und Theater. Quasi als Auftakt fand im Februar 2018 die Tagung ENJOY COMPLEXITY statt (https://enjoy-complexity.de/).


Thesis

ADT . Akademie für Digitalität und Theater in Dortmund

Bild: © Cyberräuber

Das Schauspiel Dortmund gilt im Hinblick auf Digitalität und Medieneinsatz als wegweisend an deutschen Bühnen. Mit Inszenierungen wie Die Borderline Prozession hat Intendant und Regisseur Kay Voges in Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen Alexander Kerlim Maßstäbe an der Grenze von digitalem Denken, neuer Technologie und Darstellender Kunst gesetzt. Bei der Umsetzung dieser Experimente arbeiten die Protagonisten mit unterschiedlichen Akteuren aus anderen Berufsfeldern (Informatiker, Visualisierung) und innovativen Unternehmen der IT-Branche zusammen und schließen damit eine Lücke zwischen den räumlichen und technischen Gegebenheiten und Kompetenzen am Theater und den künstlerischen Ansprüchen aktueller und zukunftsweisender Inszenierungen. Vor diesem Hintergrund wurde am Theater Dortmund die Idee einer Akademie für Digitalität und Theater für Lehre und Forschung in allen Berufsfeldern der darstellenden Künste (Regie, Dramaturgie, Schauspiel, Bühnen- und Lichttechnik, etc.) entwickelt.

 „Die „Akademie für Digitalität und Theater“ (ADT) entsteht als ein europaweit einzigartiges Modellprojekt für digitale Innovation, künstlerische Forschung und technikorientierte Weiterbildung. Sie vernetzt in einer völlig neuartigen Struktur Partner aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft horizontal und international miteinander“ (Flyer des Theaters Dortmund zur Akademie für Digitalität und Theater). Zentral ist das Anliegen, einen Ort für „die Entwicklung von ungewöhnlichen und innovativen Lösungen und Produkten für die stark wachsenden Bedarfe der Darstellenden Künste in den Bereichen Virtual Reality, Augmented Reality, Motion Capture, 3D-Animation, Sensorik, Robotik und Künstliche Intelligenz zu schaffen, um einerseits neue künstlerische Ausdrucksformen und andererseits das effektive Zusammenwirken von traditionellem und modernem Bühnenhandwerk zu ermöglichen.“

Die Akademie soll ein Labor für Forschung und Entwicklung, eine Hochschule mit Masterstudiengang und Stipendienprogramm für Postgraduierte sein, sowie ein Ort der Qualifizierung für die technischen Berufe am Theater. Insgesamt versteht sich die Akademie als eine Art Think Tank im Bereich Digitalität und Theater. Quasi als Auftakt fand im Februar 2018 die Tagung ENJOY COMPLEXITY statt (https://enjoy-complexity.de/).


Profil

Wir leben nicht in homogenen, leeren Räumen. Wir leben in Räumen, die mit Eigenschaften und Bedeutungen aufgeladen sind; Räume, in denen Erinnerungen, Erfahrungen, Träume und Visionen projiziert werden. Gleichermaßen sind die politische und soziale Ordnung einer Gesellschaft und ihr kultureller Status in den Raum eingeschrieben – Stadt und Architektur sind lesbar. Insofern gestalten wir in der Architektur mehr als nur den physischen Raum: es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen einem Raum und dem, wofür er steht, und dem, was in ihm passiert: Der Raum und das Handeln im Raum stehen in unmittelbarer Wechselwirkung.  Dieser Zusammenhang bedingt die theoretischen und damit konzeptionellen Grundlagen jedes Projektes, die mit dem Prozess des Gestaltens einhergehen.  

Wenn wir über das Gestalten selbst sprechen, sprechen wir über das Machen – in einem physischen Sinn. In der Entwurfsarbeit entstehen unzählige Skizzen, Modelle, Fotos, Collagen, Diagramme etc. Sie visualisieren Ideen und Konzepte, die bis dahin nur in der Vorstellung existieren. Sie stellen Raum dar, sowie die den Raum strukturierenden Elemente. Es sind gleichermaßen Techniken der Darstellung wie der Annäherung. Sie werden im Entwurfsprozess nicht von fertigen, zu Ende gedachten Räumen gemacht, sondern sie entstehen während des Denkens, oder umgekehrt: sie beeinflussen den Prozess des Denkens während ihrer Entstehung. Der Prozess des Machens ist ein Prozess des Denkens.

 

Das Gestalten bringt Zwischenergebnisse hervor, die notwendigerweise unvollkommen, rätselhaft, manchmal grob und ungestalt sind - solange die Suche andauert. Vielleicht wird dann aber auch etwas Innovatives oder etwas Schönes entstehen.

 

Es gibt keine Schönheit ohne Gefahr.


Prüfungsinformationen

Prüfungsvorleistungen:

  • Abgabe, Bewertung und Anerkennung aller Übungen GdE
  • Übungen, die mit n.a. (entspricht Note 5,0) bewertet wurden oder ganz fehlen,
    sind zwingend in überarbeiteter Form vorzulegen, spätestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin
  • die Anerkennung der überarbeiteten Übungen ist Voraussetzung für die Prüfung
     

Prüfungsablauf:

Die Prüfung wird als Saalstegreif durchgeführt:
Für eine vorgegeben Aufgabenstellung ist ein
Stegreifentwurf zu machen, der in ein Modell umzusetzen ist.
 

Sie benötigen:

Weiße Pappe 1 mm (70X100cm)
Weißes Papier A4, A3
Skizzenrolle
Bleistifte, Filzstifte, etc.
Zeichenwerkzeuge: Lineal, Schablonen, etc.
Modellbauutensilien: Cutter, Schere, Schneidelineal, Klebstoff, etc.
Schneideunterlage
Modellbaumaterialien nach eigenem Ermessen


Persönliches

Prof. Dipl. Ing. Katharina Feldhusen

1983-86         Informatikstudium an der Akademie für Datenverarbeitung | Böblingen
1986-93         Architekturstudium | TH Darmstadt
1993-96         Mitarbeit in Büros | Darmstadt . Dortmund . Berlin
seit 1996        ff-architekten |  Feldhusen und Fleckenstein | Berlin |   www.ff-architekten.de
2003             Berufung in den BDA | Berlin
1998-2005     Assistenz am Fachgebiet Entwerfen und Baukonstruktion | TU Berlin
seit  2010       Professur für Entwerfen | Hochschule Bochum
 


Team

M. A. (Arch.) Gudrun Warnking

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Ansprechpartnerin Alumni

seit 2013        Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrgebiet Entwerfen, HS Bochum
2010–2013     Lehrbeauftragte am Lehrgebiet Entwerfen, HS Bochum
2010–2011      Wissenschaftliche Mitarbeit Lehrgebiet Entwerfen, TU Dortmund
seit 2009       selbständige Arbeit & freie Mitarbeit u.a. bei gernot schulz : architektur, Köln
2006–2008    Mitarbeit 2b architectes, Lausanne, Schweiz
1999–2005     Architekturstudium B.A.(arch) & M.A.(arch.), FH Münster
1997–1999      Ausbildung zur Bauzeichnerin pbr Rohling AG, Osnabrück

 

Dipl. Ing. David Hasselberg

Lehrauftrag im Fach Grundlagen des Entwerfens

 

Dipl. Ing. Heiko Sasse

Lehrauftrag im Fach Grundlagen des Entwerfens

 

Cand. Arch. Florian Ling

studentischer Mitarbeiter


Grundlagen Entwerfen

Vorlesung 08: Schlusskritik
DO  27.06.19  9:00
Hörsaal H2

Präsentationen Ü6
& Aufräumaktion im Anschluss


Mi 26.06.2019:  
13:00  Gruppen 4 & 6
15:00  Gruppen 2 & 3
17:00  Gruppen 1 & 5

Do 27.06.2019:
11:00  Gruppe  8 & 9
14:00 Gruppen 11 & 12
16:00 Gruppen 7 & 10

Entwerfen

Entwurf
Workshop
Do, 27.06.19 11:00
BlueBox OG

Thesis
Planabgabe
Di, 18.06.2019
Modellabgabe
Do, 27.06.2019

Zugriffsgeschützte Downloads

   meineBO

Prof. Dipl.-Ing. Katharina Feldhusen
Raum: A 5-03,02
Tel.: +49 234 32 10126

Sprechstunde:
Nach Vereinbarung, mittwochs um 11 Uhr