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Forschungsdatenmanagement

Forschungsdatenmanagement

Mit der Verabschiedung der „Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ durch die DFG wird erstmals die Umsetzung eines Forschungsdatenmanagements innerhalb von Forschungsprojekten gefordert. Hieraus ergeben sich neue Anforderungen und Herausforderungen, für die Forschenden genauso wie für die Hochschulen, als Träger für Beratungs- und Serviceangebote.

Die Hochschule Bochum unterstütz Sie mit Informationen und Beratungsangeboten bei Ihrem Forschungsdatenmanagement. Für Fragen steht Ihnen Herr Philip Raatz als Ansprechperson zur Verfügung.

 

Forschungsdatenmanagement – Vorteile für Forschende

Forschungsdaten entstehen in unterschiedlichster Form entlang des gesamten Forschungsprozesses. Grundsätzlich werden unter Forschungsdaten „alle digital vorliegenden Daten, die während des Forschungsprozesses entstehen oder ihr Ergebnis sind[1]“ ,verstanden.

Das Forschungsdatenmanagement (FDM) ermöglicht eine nachhaltige Nutzung der Forschungsdaten und orientiert sich an dem Datenlebenszyklus sowie den FAIR-Prinzipien.  Demnach sollen Daten Findable (auffindbar), Accessible (zugänglich), Interoperable (vollständig, kompatibel) und Re-usable (nachnutzbar) sein. Das Forschungsdatenmanagement sichert dadurch den Zugang, die Nachnutzung, Reproduzierbarkeit und Qualitätssicherung aller Forschungsdaten.

Die Umsetzung eines Forschungsdatenmanagements eröffnet für Forschende neue Möglichkeiten und Vorteil. Zu nennen sind hier unter anderem:

  • Höherer wissenschaftlicher Impact durch Datenpublikationen
  • Effiziente Umsetzung des Projektmanagements auf Grundlage von Datenmanagementplänen
  • Sicherung der Forschungsdatenintegrität

 

[1] Kindling, M.; Schirmbacher, P, (2013): „Die digitale Forschungswelt“ als Gegenstand der Forschung. Lehrstuhl Informationsmanagement. Information. Wissenschaft & Praxis 2013; 64(2–3):127–136: Online [https://doi.org/10.1515/iwp-2013-0017]


Datenmanagementpläne

Als zentraler Bestandteil des Forschungsdatenmanagements gelten Datenmanagementpläne (DMP). Sie beinhalten alle wesentlichen Informationen im Umgang mit Forschungsdaten. Datenmanagementpläne sollten zu Beginn eines jeden Forschungsprojektes erstellt werden und berücksichtigen unter anderem folgende Aspekte:

  • Regelungen der Verantwortlichkeiten
  • Projekt- und Datensatzbeschreibung
  • Angabe zu Metadaten und Standards
  • Archivierung und Sicherung der Daten
  • Datennachnutzung

Datenmanagementpläne werden zunehmend von immer mehr Forschungsförderern beispielsweise der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) oder auch dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verlangt. Eine Übersicht über die Vorgaben unterschiedlicher Forschungsförderer, sowie Musterdatenmanagementpläne der Forschungsförderer find Sie auf der Seite der HU-Berlin.

Benötigen Sie weitere Informationen zu Datenmanagementplänen oder haben Fragen zur Erstellung eines Datenmanagementplans? Dann kontaktieren Sie gerne Herrn Philip Raatz. Weitere Informationen finden Sie auch unter forschungsdaten.info.


Förderlinie FDMScouts

Das Mitdenken eines Forschungsdatenmanagements innerhalb der Forschungsprojekte ist mittlerweile eine der zentralen Voraussetzungen in der Drittmittelbeantragung geworden, z.B. bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Zudem gehört es zur Einhaltung der guten wissenschaftlichen Praxis[1].  Die Forschenden werden hierdurch vor neue Anforderung in Ihrem Forschungsalltag gestellt. Diese neuen Anforderungen betreffen auch den Bedarf der Forschenden nach neuen Strukturen, Prozessen und Beratungsangeboten innerhalb ihrer Hochschulen.

Diesen Bedarfen begegnen die Westfälische Hochschule, die Fachhochschule Dortmund und die Hochschule Bochum gemeinsam mit der Einrichtung der Stelle eines zentralen FDMScouts im Rahmen der Förderlinie „FDMScouts.nrw“ . Auf diese Weise werden die Voraussetzungen geschaffen, um ein effizientes und strukturiertes Forschungsdatenmanagement an allen drei beteiligten Hochschulen aufzubauen und zu etablieren. Hieraus resultiert ein langfristiger, gesellschaftlicher Nutzen und eine Förderung der Forschungs- und Transferaktivitäten der drei Hochschulen.

Mit der Förderlinie „FDMScouts.nrw“ möchten das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Digitale Hochschule NRW (DH.NRW) im Rahmen der landesweiten Digitalisierungsoffensive für die Fachhochschulen in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen die zielgenaue und bedarfsgerechte Möglichkeit schaffen, das Thema FDM sowohl strategisch als auch operativ nachhaltig an der Hochschule zu verankern.

 

[1] Deutsche Forschungsgemeinschaft (2019) „Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“. Kodex. Online [https://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/rechtliche_rahmenbedingungen/gute_wissenschaftliche_praxis/kodex_gwp.pdf]


Weiterführende Informationen

Folgende Seiten bieten Ihnen einen umfangreichen und detaillierten Überblick zu allen Aspekten des Forschungsdatenmanagements.



Ansprechperson

FDMScout
Philip Raatz
Dezernat 7
Hochschule Bochum
Am Hochschulcampus 1
44801 Bochum
Raum: F 01-08
Tel.: +49 234 32 10167