Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Basis für den „Hochschulentwicklungsplan 2023 bis 2028“ gelegt

Im Zuge der wachsenden Hochschulautonomie gab es seit den Nullerjahren eine allmähliche Abkehr von der bisherigen Detailsteuerung des Landes über Zielvereinbarungen, hin zu standortbezogenen und durch die Hochschulen selbst zu erstellenden Hochschulentwicklungsplänen. Die Hochschulen können darin bedarfsbezogen eigenverantwortliche Entwicklungsschwerpunkte setzen, nicht ohne getroffene Vereinbarungen oder Verträge mit dem Land unberücksichtigt zu lassen.

Seit 2004 erarbeiten die Präsidien der Hochschule Bochum gemeinsam mit Fachbereichen, Instituten und Interessenvertretungen diese vorausschauenden und hochschulübergreifenden Zielbeschreibungen und angedachten Umsetzungsmaßnahmen. Insbesondere betrachten sie zukünftige Studienangebote, Forschungsschwerpunkte, Organisationsvorhaben und die Umsetzungsüberlegungen zu den Vereinbarungen und Verträgen mit dem Land, in „Person“ des Ministeriums.

Die Pläne spiegeln die strategischen Überlegungen der Hochschulleitung für ihre Legislaturperiode wider und dienen als Kompass für die Lehre, Forschung und Transfer erbringenden Einheiten. Nicht wenige Impulse wirken über die Laufzeit fort. So wurde in den bisher drei richtungsbestimmenden Wegbeschreibungen, z. B. die angemessene Berücksichtigung der studentischen Heterogenität in Maßnahmen übersetzt oder die Schlüsselbildung als Ergänzung zum klassischen Lehrangebot etabliert. Der letzte Entwicklungsplan setzte insbesondere den Grundstein für die Integration der Nachhaltigen Entwicklung in Lehre, Forschung und Studium über das 6-Stufen-Konzept zur Nachhaltigkeit. 

Der aktuelle Hochschulentwicklungsplan läuft Ende 2022 aus und die vorbereitenden Arbeiten zum neuen haben mit Amtsantritt des neuen Präsidiums begonnen. Unter anderem mit der Erstellung und Befürwortung der sogenannten Planungsgrundsätze. Sie stellen die Basis bzw. den Überbau für die weitere Entwicklungsarbeit dar und beschreiben neben der strategischen Ausrichtung auch die Grundhaltung der Hochschule, ihre Werte und Kultur. Aufgrund ihrer Bedeutung für den weiteren Prozess, sind sie durch den Senat der Hochschule zu billigen. Dieser befasste sich in seiner Sitzung am 27. Juni mit der entsprechenden Vorlage, speiste kleinere Änderungen ein und billigte die Planungsgrundsätze. Sie sind das erste großes Etappenziel auf dem Weg zum neuen Entwicklungsplan der Hochschule Bochum, der ihre mittelfristigen Potenziale identifiziert, hebt und fördert.

Veröffentlicht am 27.7.22