Unter dem Motto „One Million More Midwives“ fand vom 14. bis 18. Juni 2026 der 34. Congress des internationalen Hebammenverbands “International Confederation of Midwives (ICM)” in Lissabon statt. Mehr als 3.000 Hebammen, Wissenschaftler*innen und Politiker*innen aus 131 Nationen kamen zusammen, um internationale und aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Hebammenarbeit und der Frauen- Kinder und Familiengesundheit zu diskutieren. Die ICM-Präsidentin betonte in ihrer Eröffnungsrede die Bedeutung des internationalen Zusammenhalts: „What unites us makes us stronger.“
Auch die Hochschule Bochum war mit einer starken Delegation vertreten. Teilgenommen haben Prof.in Dr.in Ute Lange, Prof.in Dr.in Martina Schlüter-Cruse sowie die Doktorandinnen Sabine Kühlwein, Vera Sinning und Franziska Dresen.
Gemeinsam mit Professorinnen weiterer hebammenwissenschaftlicher Fakultäten gestalteten Prof.in Lange und Prof.in Schlüter-Cruse ein World Café zum Thema „Visions for Midwifery Master Programmes“. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule Ludwigshafen, der Medizinischen Hochschule Hannover und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg ausgerichtet. In lebhafter und inspirierender Atmosphäre diskutierten Teilnehmende aus über 20 Ländern zukünftige Anforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten von Masterstudiengängen in der Hebammenwissenschaft unter den Aspekten der Gestaltung von Praxis, Wissenschaft, Leadership und Lehre. Der intensive Austausch lieferte wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung akademischer Bildungsangebote.
Franziska Dresen präsentierte im Rahmen eines Vortrags Ergebnisse einer Teilstudie ihrer Promotion mit dem Titel „Circular Midwifery Practice: A Concept of Sustainable Midwifery Care“. Daraus ergaben sich neue internationale Kontakte im Forschungsfeld von Nachhaltigkeit und Frauengesundheit.
Zahlreiche Vorträge, Workshops und Networking-Angebote ermöglichten einen fruchtbaren internationalen Austausch zu aktuellen Fragestellungen rund um reproduktive Gesundheit und Gerechtigkeit. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Herausforderungen der gegenwärtigen globalen Entwicklungen, sondern insbesondere innovative Lösungsansätze für eine hochwertige und nachhaltige Versorgung von Frauen und Familien.
Die sonnige, lebhafte und herzliche Atmosphäre Lissabons bot dafür einen idealen Rahmen. Die Teilnehmenden der Hochschule Bochum kehren mit vielfältigen Anregungen für Lehre, Praxis und Forschung zurück. Gleichzeitig konnte der hebammenwissenschaftliche Standort in Bochum auf internationaler Ebene verstärkt sichtbar gemacht und die internationale Vernetzung weiter gestärkt werden.


