Nairobi und Bochum liegen geografisch zwar weit voneinander entfernt. In den Gesprächen an der Catholic University of Eastern Africa, kurz CUEA, wurde jedoch schnell deutlich, wie nah die beiden Hochschulen thematisch beieinanderliegen: Gesundheit, Circular Economy (Kreislaufwirtschaft), Nachhaltigkeit, Computer Science (Informatik) sowie Betriebswirtschaftslehre und Management beschäftigen Hochschulen auf beiden Kontinenten. Die Hochschule Bochum möchte diese Themenfelder künftig noch intensiver mit ihrer Partneruniversität in Kenia bearbeiten.
Präsident Prof. Dr. Andreas Wytzisk-Arens und Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Frochte besuchten die CUEA in Nairobi im Rahmen einer Reise vom 18. bis 23. Juni 2026, um die bestehende Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur institutionelle Vereinbarungen, sondern vor allem konkrete Perspektiven für gemeinsame Lehre, Forschung und internationale Begegnung.
„Unser Besuch in Nairobi hat gezeigt, wie viel Potenzial in dieser Partnerschaft steckt“, sagt Prof. Dr. Andreas Wytzisk-Arens. „Mit der CUEA verbindet uns der Anspruch, als Hochschulen gesellschaftlich wirksam zu werden. Das gelingt durch Ausbildung, angewandte Forschung und den Austausch zwischen Menschen.“
Ein sichtbares Zeichen der Partnerschaft war die Unterzeichnung eines Memorandums of Understanding. Diese Vereinbarung öffnet Türen: für Studierende, die einen Teil ihres Studiums in Nairobi oder Bochum verbringen möchten, für gemeinsame Abschlussarbeiten und für Lehrende, die Projekte über Ländergrenzen hinweg begleiten. Damit der Austausch nicht nur auf dem Papier besteht, möchten beide Hochschulen die Studierenden auch praktisch unterstützen, von der Vorbereitung über die Orientierung vor Ort bis zur Anerkennung ihrer Leistungen.
Inhaltlich wollen beide Hochschulen ihre Kooperation insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Circular Economy, Nachhaltigkeit, Computer Science sowie Betriebswirtschaftslehre und Management vertiefen. Damit rücken Themen in den Fokus, die sowohl für Deutschland als auch für Kenia und weitere Partnerländer von hoher Bedeutung sind. Gesundheit und Pflege gehören zu den Aufgabenfeldern, in denen langfristig qualifizierte Fachkräfte, angewandte Forschung und internationale Perspektiven gebraucht werden. Zugleich eröffnet die Verknüpfung von Circular Economy, Nachhaltigkeit, Computer Science sowie Betriebswirtschaftslehre und Management neue Möglichkeiten für interdisziplinäre Lehr- und Forschungsformate.
Ein nächster Schritt ist bereits in Vorbereitung: eine internationale Autumn Research Conference im Herbst 2026, bei der Gesundheit, Circular Economy und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Dazu werden Teilnehmende aus drei afrikanischen Partnerländern nach Bochum eingeladen. Von der CUEA sollen insbesondere Perspektiven aus dem Gesundheitsbereich eingebunden werden.
Ermöglicht wird das Vorhaben durch eingeworbene Mittel, die Forschende der Fachbereiche Pflege, Hebammen- und Therapiewissenschaften (PHT), Elektrotechnik und Informatik sowie Wirtschaft gemeinsam mit dem International Office der Hochschule Bochum akquiriert haben. Die Autumn Research Conference soll Studierende, Lehrende und Forschende zusammenbringen und Raum schaffen, um gemeinsame Fragestellungen über Fach- und Ländergrenzen hinweg zu bearbeiten.
Prof. Dr. Jörg Frochte ergänzt: „Die Verbindung unserer gemeinsamen fachlichen Schwerpunkte ist sehr spannend. Sie zeigt, dass internationale Zusammenarbeit besonders dann wirksam wird, wenn aus Begegnungen konkrete gemeinsame Formate in Lehre, Forschung und Transfer entstehen. Die geplante Autumn Research Conference ist dafür ein wichtiger nächster Schritt.“
Für die Hochschule Bochum ist die Partnerschaft mit der Catholic University of Eastern Africa ein weiterer Baustein ihrer internationalen Vernetzung: mit persönlicher Begegnung, fachlicher Substanz und langfristiger Zusammenarbeit.
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