Von Jonas Schug
Künstliche Intelligenz verändert, wie an Hochschulen gelernt, gelehrt, geprüft und gearbeitet wird. Darum ging es beim Praxisforum „Lernen & Lehren in Zeiten von KI“, das am 16. Juni in der BlueBox stattfand und rund 100 Teilnehmende zusammenbrachte.
Eröffnet wurde die hochschulweite Veranstaltung durch Hochschulpräsident Prof. Andreas Wytzisk-Arens. Anschließend setzte Prof. Doris Weßels mit ihrer Keynote „Tradition trifft Transformation: Die Hochschule im KI-Stresstest“ den inhaltlichen Auftakt. Sie zeigte, dass generative KI nicht allein als neues Werkzeug zu verstehen ist, sondern Fragen nach Prüfungskultur, Kompetenzentwicklung und Hochschulstrategie neu stellt. Dabei ging es auch um das Verhältnis von akademischen Routinen und dem Veränderungsdruck, der durch KI-Systeme in Lehre, Lernen und Bewertung entsteht.
Im weiteren Verlauf wurde der Lehrpreis 2026 verliehen. Die Mittagspause bot mit einer Ideengalerie Gelegenheit, Projekte und Initiativen rund um digitale Lehre kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Am Nachmittag vertieften Workshops die Themen des Tages praxisnah – unter anderem zu kompetenzorientiertem Prüfen, Storytelling mit KI, wissenschaftlicher Sprache, automatisierter Transkription, Schreibkompetenz und Vibe Coding.
Das Praxisforum machte sichtbar, dass die Auseinandersetzung mit KI an der Hochschule nicht bei einzelnen Anwendungen stehen bleiben kann. Für die kommenden Jahre wird es darum gehen, Lehre, Prüfungen und Kompetenzziele so weiterzuentwickeln, dass Studierende und Lehrende KI reflektiert, fachlich sinnvoll und verantwortlich nutzen können.


