Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Interdisziplinäres BIM-Seminar schuf fiktive Alternativen zum A-Gebäude

BIM intern

Kooperation mit Westfälischer Hochschule erweiterte Planungen um Technische Gebäudeausstattung

Erstellt von den Teilnehmern des "Interdisziplinären BIM Seminars" an der Hochschule Bochum, Bochum University of Applied Sciences in dem Wintersemester 20/21.

Hinter diesem Rendering eines Entwurfs für ein neues A-Gebäude der Hochschule Bochum versteckt sich die ganze Vielfalt der BIM-Planungen, die die studentische Gruppe 3 des Interdisziplinären BIM-Seminars im letzten Wintersemester erstellt hat. Sechs Studierende der Hochschule Bochum und fünf Studenten der Westfälischen Hochschule hatten in diesem Team zusammengearbeitet.

Dass moderne Gebäude komplexe technische Gebilde sind, macht den Einsatz von BIM, also des „Building Information Modeling“, mehr als plausibel: Bei Planung, Bau und Unterhaltung kann der Einsatz moderner Software, die alle Details, Strukturen, technischen und sonstigen relevanten Informationen gewissermaßen in einem digitalen Zwilling spiegeln, viele Aufgaben und Gewerke deutlich einfacher machen. Und natürlich ist BIM auch eine Planungsmethode, die in Corona-Zeiten infektionsgeschützt das Zusammenwirken aller am Bau beteiligten Akteure vereinfachen kann.

Um das große Potenzial dieser Methode kennenzulernen und selbst zu erfahren, hat sich für Studierende der am BIM Institut der Hochschule beteiligten Fachbereiche Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen sowie Geodäsie seit 2019 das Interdisziplinäre BIM Seminar als besonders spannend und erfolgreich erwiesen. Im letzten Wintersemester erarbeiteten Studierende aus allen drei Fachbereichen in gemischten Gruppen einen fiktiven Neubau des A-Gebäudes am BO-Campus.

Diesmal mit dabei war ein Gewerk, das die Bochumer Hochschule in dieser Form nicht anbietet: Studierende der Technischen Gebäudeausrüstung der Westfälischen Hochschule bereicherten das Seminar und erweiterten die Komplexität der Gebäudeplanung. Insgesamt vier Teams haben jeweils gemeinsam den möglichen Neubau eines Ersatzgebäudes für die bisherige „Heimat“ der Baufachbereiche als Lehr- und Lernort geplant.

Die Studierenden arbeiteten mit einer gemeinsamen Datenplattform (Common Data Environment - CDE), brachten ihre eigenen Fachkenntnisse unter Einsatz verschiedener BIM/CAD-Programme in die Planung ein, tauschten sich über die CDE aus und zeigten dort auch Projektfortschritte und Ergebnisse in regelmäßigen Kolloquien. Die so entstandenen Planungen haben nicht nur die beteiligten späteren Absolventinnen und Absolventen fit für eine Arbeitsweise, nämlich die BIM-basierte Planung, gemacht, die, soviel steht heute schon fest, ihren beruflichen Alltag maßgeblich prägen wird. Aus den Modellen sind darüber hinaus auch Renderings entstanden, die als Visionen eines neuen Campusgebäudes beeindrucken.

„Dieser interdisziplinäre Ansatz über Fachbereichsgrenzen hinweg sowie die Zusammenarbeit mit der Westfälischen Hochschule hat sich als fruchtbar erwiesen“, freut sich der wissenschaftliche Leiter des BIM-Instituts, Prof. Dr. Matthias Baitsch. „Wir werden das im kommenden Wintersemester fortsetzten.“