Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Interdisziplinäres BIM Seminar


Seit dem Sommersemester 2019 wird das interdisziplinäre BIM Seminar für Studierende der Fachbereiche Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen und Geodäsie angeboten.

Master-Studierende der Fachbereiche B und G sowie Bachelor-Studierende des Fachbereichs A (ab dem 4. Semester) erproben anhand eines fiktiven Szenarios die Anwendung der BIM Methode. Unter Einsatz einer Common Data Environment, verschiedenen BIM/CAD-Programmen sowie Einbringung und Ausbau Ihrer Fachkenntnisse, durchlaufen Sie den gesamten Planungsprozess in interdisziplinären Teams.

Jedes Semester wird den Studierenden ein neues Szenario mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Teilaspekten des Planungsprozesses geboten.

Durch eine Kooperation mit der Westfälischen Hochschule wird das Seminar seit dem Wintersemester 20/21 um das Gewerk der Technischen Gebäudeausrüstung erweitert. Den Studierenden wird somit ein praxisorientierter, realitätsnaher Einblick in die Anwendung der BIM Methode ermöglicht.

Rendering eines Entwurfs für ein neues A-Gebäude der Hochschule Bochum, WiSe 20/21, Gruppe 2
Rendering eines Entwurfs für ein neues A-Gebäude der Hochschule Bochum, WiSe 20/21, Gruppe 3
Rendering eines Entwurfs für ein neues A-Gebäude der Hochschule Bochum, WiSe 20/21, Gruppe 4

Allgemein

  • für MA-Studierende der FB B, G
  • für BA-Studierende des FB A (ab 4. Semester)
  • jeweils im WiSe

Ansprechpartner

  • Leonard Illerhaus B.Sc.
  • Alea Paukstadt M.Sc.
IBS im WiSe 20/21 | fiktiver Entwurf eines neuen A-Gebäudes für die Hochschule Bochum

Das fiktive Szenario beinhaltete den Abriss des A-Gebäudes, dabei sollte der Übergangsbereich in das AW mitsamt Treppenhäusern und Fahrstühlen bestehen bleiben. Es galt ein Konzept für einen Neubau anstelle des A-Gebäudes mit Anschluss an den Bestand zu realisieren. Vorgabe war, den Fachbereich G mit seiner gesamten technischen Ausstattung (Equipment, Labore, Werkstätten), das BIM Institut, ein fachgebietsübergreifendes Learning Center, einen einladenden Eingangsbereich mit Café sowie die Bibliothek Technik und den Studierendenservice unterzubringen. Hierbei waren die Umgebungsbebauung sowie die Geländebeschaffenheit mit einzubeziehen. Erwartet wurde ein architektonisches Konzept, welches Begegnungsstätten als soziale Treffpunkte und den Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Das Hochschulgebäude sollte dem starren, herkömmlichen Konzept einer Lernstätte in Form von Trakten mit Büro- und Seminarräumen weichen und Anlehnungen an moderne Hochschulbauten folgen, um neue Impulse für die Lehr- und Forschungssituation an der Hochschule Bochum zu schaffen und den Charakter des existierenden Gebäudekomplexes positiv zu ergänzen.

Als Aufgabenstellung wurde den Teilnehmenden die AIA ausgehändigt. Für jede Fachdisziplin (Architektur, Bauingenieurwesen, Geodäsie, TGA, Gesamtkoordination) wurden separate Aufgabenstellungen sowie BIM-Anwendungsfälle entwickelt. Als weitere Planungsgrundlagen erhielten die Studierenden Pläne, Laserscan-Punktwolken und ein 3D-Modell der Stadt Bochum. Als Datenaustausch- und Kommunikationsplattform wurde die CDE Dalux vorgegeben.

Neben regelmäßigen Sprechstunden zu Revit und allgemeinen Anliegen, wurden Meilenstein-Treffen und mehrere Etappen-Abgaben festgelegt.

Die Abgabe beinhaltete u.a. den BAP, eine Dokumentation der Gruppenarbeit sowie ein Poster.

Ergebnisse Gruppe 2
Architektonischer Entwurf für das A-Gebäude
Tragwerksmodell des Gebäudeentwurfs
Darstellung des Bestands als CityGML im 3D-Stadtmodell, https://web3d.bochum.de/web3d/CPAWebGLService?sc=2&x=379841&y=5701098&z=192&hor=190&ver=43 (Stand 01.02.2021)

Ergebnisse Gruppe 3
Rendering eines Entwurfs für ein neues A-Gebäude der Hochschule Bochum
Aus Laserscan-Daten modelliertes Bestandsmodell des AW- und A-Gebäudes der Hochschule Bochum inkl. Gelände

Architektur

Der Entwurf zeichnet sich insbesondere durch eine hohe Flexibilität aus, um auch in Zukunft auf soziale und kulturelle Wandlungsprozesse innerhalb der Hochschule eingehen zu können. Dafür entstand ein Konzept für buchbare Räume auf Rollen, die beliebig positioniert und beispielsweise für Gruppenarbeiten, Fotoprojekte, oder konzentriertes Lernen genutzt werden können. Faltbare Glaselemente bieten zudem die Möglichkeit der Flexibilität in der Größe und Aufteilung der einzelnen Räume. Eine individuelle bewegliche Lamellenfassade sorgt sowohl für Flexibilität des Sonnenschutzes in den einzelnen Räumen als auch für ein lebendiges, sich ständig veränderndes Erscheinungsbild.

Einen weiteren Hauptaspekt des Entwurfs bildet der Kommunikations- und Begegnungsraum innerhalb des Gebäudes. Dafür wurden Galerien, die zwei Geschosse einer Nutzung vertikal miteinander verbinden, 4m breite Flure, die einen Aufenthalt ermöglichen und repräsentative, transparente Treppenhäuser geplant. Die großen Fensterflächen bieten dabei in Verbindung mit der länglichen Formgebung helle Räumlichkeiten mit einer hohen Aufenthaltsqualität im Inneren und eine Verbindung zum außen liegenden Campus.

Konstruktive Planung

  • Skelettbauweise
  • Dimensionierung von Decken, Stützen, Wänden, Treppenhäusern, Fachwerkträgern

Verkehr

Die 336 mechanischen Fahrradparksysteme mit dopelstöckigen Aufstellungen und 15 Anlehnhaltern (für Sonderfahrräder) bieten den ca. 8000 Studierenden sowie ca. 1000 Mitarbeitenden die Möglichkeit ihre Fahrränder bequem abzustellen. Diebstahlschutz, guter Halt und Zugänglichkeit sind gewährleistet. Pumpenanlagen und Schließfächer sind in jedem Raum der Fahrradabstellanlagen untergebracht. Die 8 Duschanlagen mit einem Raum für Schließfächer und Ruhebänken ermöglichen den Radfahrenden ihr Radzubehör zu verstauen und zu duschen.

Geodäsie

Die Geodäsie hat sich damit beschäftigt, aus der Punktwolke ein BIM-fähiges Bestands- und Geländemodell zu erstellen. Außerdem gab es weitere Aufgaben, wie z.B. Bestimmung der Abstandsflächen, Definition der Bezugssysteme und Aufbereitung der Daten des endgültigen Modells für weitere Nutzungen (bspw. 3D-Stadtmodell).

TGA

Die TGA wurde beispielhaft für das gesamte 1. Obergeschoss geplant: Elektro, Sanität, Lüftung sowie Heitzung. Dabei stand das Gewerk in ständigem Austausch mit der Gesamtkoordination und der Architektur.

Gruppenmitglieder

Hochschule Bochum: Bijan Kouchki, Julia Marcinek, Juliane Fausten, Saleem Khadour, Sergej Bangre, Tobias Schön

Westfälische Hochschule: Dennis Boomkamp, Haruncan Yaylacik, Jan Metzelaars, Jan-Philipp Weil, Leonard Klein

Poster.pdf


Ergebnisse Gruppe 4
Entwurfsrendering
Visualisierung der Planung inkl. Bestand in ArcGIS Pro
Modelliertes Tragwerk in Autodesk Revit

Architektur

Das Architekturkonzept beinhaltet einen fachübergreifenden Eingangsbereich mit Cafeteria, große Logien auf jedem Geschoss sowie große Terrassen als Möglichkeiten, sich an der frischen Luft aufzuhalten. Zudem wird die „grüne Neugestaltung" der unmittelbaren Umgebung der Hochschule Bochum einbezogen sowie ein neues Verkehrskonzept erstellt. Durch die großzügigen, flexiblen Räumlichkeiten werden auf jeder Etage viele Begegnungsmöglichkeiten, Büros, Labore und interdisziplinäre Arbeitsstätten geschaffen. Der Aspekt der Nachhaltigkeit wird durch die Südausrichtung des Neubaus, die grünen Logien, die Gestaltung der Terrassen und die flexible Anordnung der Räumlichkeiten verfolgt.

Tragwerksplanung

Das grundlegende Konzept besteht aus einer Stahlbeton- und Skelettbauweise sowie aussteifenden Treppenhauswänden.

Verkehr

Das Verkehrsmodell beinhaltet den Ausbau auf einen Vier-Streifen Kreuzungspunkt vor der Hochschule. Das Untergeschoss des neuen Gebäudes verfügt über Fahrrad-Parkplätze, Dusch- und Umkleidekabinen, Schließfächer und einen Werkstattbereich und ist über ein Radwegenetz an die Verkehrsinfrastruktur angeschlossen.

Geodäsie

Um den Anschluss der Planung an den Bestand zu realisieren, wurde aus den Laserscanndaten ein digitales Bestandsmodell abgeleitet. Modelliert wurden das A-Gebäude, das AW-Gebäude und der BO-Tower. Darüber hinaus wurde ein digitales Geländemodell der Hochschulumgebung erstellt und der Entwurf inkl. Bestand in der Umgebungsbebauung in ArcGIS Pro visualisiert.

 

Gruppenmitglieder

Hochschule Bochum: Ali Mert Ünver, Ghassen Htiouech, Koray Cucu, Lanya Khasro, Lewin Di Giovine, Madelyne Barbosa Diogenes, Max Zysk

Westfälische Hochschule: Christopher Schäfer, Denis Nier, Desirée Elting, Feyyaz Cakmak, Riam Majed, Ussama Ghoneim

Poster.pdf