QuDI - Eine Quartierdateninfrastruktur für partizipatives, nachhaltiges Leben im Zukunftsquartier (11/2023 - 12/2025)

Projektleitung: Prof. Dr. Carsten Keßler , Fabian Przybylak

Anwendungskontext und Ziel der Forschung

Der Weg von einer Industriebrache zu einem modernen, nachhaltigen Quartier umfasst zahlreiche Schritte. Dabei handelt es sich um einen mehrjährigen Prozess, bei dem BürgerInnen, Planende, Kommune und Gewerbe immer wieder miteinander interagieren. Eine gemeinsame Datengrundlage schafft hier ein grundlegendes Verständnis für das zu planende Quartier, kann Planungs- und Genehmigungsprozesse beschleunigen, das spätere Zusammenleben im Quartier mitdenken und neue Geschäftsfelder schaffen. Ziel der Forschung ist der Aufbau eines integrierten Datenmanagements für die Quartiersentwicklung als Plattform für den Austausch zwischen BürgerInnen, Planenden, Kommune und Gewerbe am Beispiel der Themen Energie und Mobilität (Quartierdateninfrastruktur QuDi). Die QuDi umfasst technische Komponenten wie Server, Absprachen zur Nutzung von Standards und eine Governace, die den Austausch zwischen den Beteiligten sicherstellt.

Change 3D (2022-2024)

Prof. Dr. Ansgar Greiwe

Aktuell werden die Gebäudegrundrisse für das Liegenschaftskataster durch terrestrische Einmessungen von den katasterführenden Behörden erhoben. Seit 2019 sind untergeordnete, kleinere Gebäude hiervon ausgenommen. Um diese weiterhin zu erfassen, verwenden die Katasterbehörden zur Kartierung der Gebäude Orthophotos. Eine manuelle Durchführung dieser Erfassung ist zeitaufwändig, da Änderungen im Gebäudebestand auch immer vom Kartierer erkannt werden müssen.

Ziel des Forschungsprojektes „Change 3D“ war eine automatisierte Detektion von Änderungen. Deren Detektion – insbesondere in urbanen Gebieten - soll mit Methoden der Objektbasierten Bildanalyse auf amtlichen Luftbildern und den daraus abgeleiteten Produkten (bDOM) durchgeführt werden.

Projektpartner: Stadt Herne, geobasis NRW, Stadt Münster

SPIDER (2019-2023)

Ansprechpartner an der Hochschule Bochum: Prof. Dr. Carsten Keßler

https://sdispider.eu/wp/

Multispek 3D (2018-2022)

 Prof. Dr. Ansgar Greiwe

Die stattgefundene Entwicklung vom multispektralen Airborne Laserscannern und die damit einhergehende Erzeugung multispektraler Punktwolken wird als eine sehr zukunftsträchtige Technologie mit neuen Herausforderungen an die Datenerfassung und –auswertung eingeschätzt. Die multispektrale Punktwolke im Allgemeinen bietet das Potential die Landbedeckungsklassifikation signifikant zu verbessern. Das multispektrale Airborne Laserscanning im Speziellen bietet darüber hinaus eine bessere geometrische Erfassung des Geländes, vor allem auch in Flachwasserbereichen.

Ein multispektraler Airborne Laserscanner sendet gleichzeitig mehrere Laserstrahlen mit verschiedenen Wellenlängen aus. Für jeden ausgesendeten Laserstrahl können mehrere Reflexionen erfasst werden. Mehrfach reflektierende Objekte wie z.B. Wald können so einfach erfasst werden. Durch die jetzt neue spektrale Auflösung pro 3D Punkt werden Objekte aufgrund ihrer spektralen Eigenschaften unterscheidbar.

Ziel des Projektes war es die Evaluierung des multispektralen Airborne Laserscannings hinsichtlich der Einsetzbarkeit für die BKG Produkte DGM und LBM-DE. Das Labor für Photogrammetrie und Fernerkundung der Hochschule Bochum verfügt Copter und Multispektralsensorik (selbstentwickelter RGB-NIR Sensorkopf) und ist verantwortlich für die geometrische Evaluation der Daten aus der ALS-Sensorik (Ground Truth Daten als Oberflächenmodell aus UAV-Befliegung).

Projektpartner: Bundesamt für Kartografie und Geodäsie

WaCoDIS (08/2017 - 07/2020)

Der Klimawandel und die Intensivierung der Landwirtschaft führen zu erhöhten Nährstoffeinträgen in Gewässer, was die Gewässerqualität und die Trinkwassersicherung gefährdet. Das Projekt zielte darauf ab, Stoffausträge zu quantifizieren und präzise zu lokalisieren, um gezielte Maßnahmen zum Gewässerschutz zu entwickeln und zu überwachen.

  • Projektleiter: Prof. Andreas Wytzisk-Arens
  • Geldgeber: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur/ Modernitätsfonds/mFUND
  • Volumen (in €): 357.204
  • Koop-Partner:  Wupperverband, EFTAS GmbH, 52° North

Weitere Informationen: https://wacodis.fbg-hsbo.de/projekt/

Artikel in der ZfV 02_2022

prospective.Harvest (08/2016 - 11/2019)

Ziel des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Verbundprojekts prospective.HARVEST war die Umsetzung einer Infrastruktur zur proaktiven Unterstützung landwirtschaftlicher Prozesse am Anwendungsbeispiel der Silomaisernte.

  • Projektleiter: Prof. Andreas Wytzisk-Arens
  • Geldgeber: Bundesministerium für Ernährung und Land- wirtschaft/ Fördermaßnahme: Programm zur Innovationsförderung des BMEL
  • Volumen (in €): 142.862
  • Koop-Partner: CLAAS E-Systems KGaA mbH & Co KG, CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH, 365 Farmnet GmbH & Co KG, green spin GmbH, 52° North Initiative for Geospatial Open Source Software GmbH, DFKI Bremen

Open Educational Resources for Spatial Information Infrastructures (04/2022 - 03/2024)

Das Projekt OER4SDI zielte darauf ab, eine strukturierte Sammlung von CC-lizenzierten Open Educational Resources (OER) zu entwickeln, die Studierenden in den Bereichen Geoinformationsverarbeitung ein umfassendes Verständnis von Geodateninfrastrukturen vermittelt. Die Materialien sollten über das Landesportal ORCA.NRW veröffentlicht und über fünf Jahre in der Lehre eingesetzt werden, um den Studierenden die notwendigen Kompetenzen für die Entwicklung und Nutzung dieser Infrastrukturen zu vermitteln. Das Projekt wurde von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster koordiniert und in Zusammenarbeit mit mehreren Partnerhochschulen durchgeführt.

Weiter Informationen: https://www.dh.nrw/kooperationen/OER-Content.nrw-42

SEED4NA (2020-2024)

Ansprechpartner an der Hochschule Bochum: Prof. Dr. Carsten Keßler

Raum- und Erdbeobachtungsdaten gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden zur Beschreibung verschiedener Phänomene auf und über der Erde genutzt, wobei Geodateninfrastrukturen (SDI) und EO-Plattformen oft von öffentlichen Stellen entwickelt werden, um den Zugang und die Nutzung zu verbessern. In Nordafrika entstehen nationale SDIs, um die Verwendung dieser Daten in Bereichen wie Landwirtschaft, Verkehr und Stadtplanung zu fördern, jedoch mangelt es oft an den erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten zur effektiven Nutzung dieser Technologien. Das SEED4NA-Projekt zielt darauf ab, die Lehrpläne an Hochschulen in Nordafrika zu modernisieren und zu verbessern, indem es auf Erfahrungen aus europäischen Projekten zurückgreift, um die Ausbildung in Geoinformationswissenschaften und Erdbeobachtungstechnologien zu stärken.

Weitere Informationen: http://seed4na.eu

GEOBIZ (2019-2022)

Geodaten sind entscheidend für die moderne Informationsgesellschaft und werden von verschiedenen Sensoren in großem Umfang generiert, um wissenschaftliche und praktische Anwendungen zu unterstützen. Das GEOBIZ-Projekt zielt darauf ab, ein Modell für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen zu entwickeln, um den akademischen Sektor zu modernisieren und neue Studiengänge in Geoinformatik zu schaffen, die den Anforderungen des Wirtschaftssektors gerecht werden. Dies soll dazu beitragen, die Kluft zwischen akademischer Ausbildung und beruflichen Anforderungen zu schließen.

Weitere Informationen: https://geobiz.eu

SmartDemography (05/2018 - 07/2021)

Der Kreis Recklinghausen, der mit etwa 620.000 Einwohnern der bevölkerungsreichste Kreis Deutschlands ist, sieht sich den Herausforderungen des demografischen Wandels gegenüber, der sich in den Aspekten "weniger-älter-ärmer-bunter" zeigt. Das Projekt „SmartDemography“ zielte darauf ab, demografische Informationen auf kleinräumiger Ebene zu erfassen und in einem Webportal für verschiedene Interessengruppen bereitzustellen, um so Handlungsbedarf in Bereichen der öffentlichen und privaten Infrastruktur zu identifizieren.

  • Projektleiter: Prof. Andreas Wytzisk-Arens
  • Geldgeber: „Umbau 21 – Smart Region“ Initiative zur Digitalisierung in der Emscher-Lippe- Region
  • Volumen (in €): 776.095,24, Anteil der Hochschule Bochum: 235.628,66

Weiter Informationen: www.smartdemography.de
https://www.hochschule-bochum.de/presse/pressemitteilungen/pm/n/smarter-umgang-mit-bevoelkerungsdaten-477/

SimUSys

Im 21. Jahrhundert stehen Entscheidungsträger in Städten vor komplexen sozialen und ökologischen Herausforderungen, wobei Systemsimulationen helfen können, die Auswirkungen von Planungsentscheidungen zu bewerten. Das Projekt SimUSys erforschte innovative Methoden zur Verbesserung urbaner Simulationen, indem es quantitative und qualitative Ansätze kombinierte, automatisierte Datenintegration nutzte und Gamification-Elemente einbezog, um die Raumattraktivität und Bürgerzufriedenheit zu fördern.