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Erste Schulkooperation in Velbert

Campus V/H

Campus Velbert/Heiligenhaus fördert Technik-Talente am Geschwister-Scholl-Gymnasium

Schulleiterin Gabriele Commandeur (vorne links) und Hochschulpräsident Prof. Dr. Jürgen Bock (vorne rechts) unterzeichnen den ersten Schul-Kooperationsvertrag mit einer Velberter Schule. Lehrerin Kerstin Mourinho (außen links) und ihr Kollege Helge Hassler (außen rechts) haben die Kooperation mit dem Campus initiiert, daneben Vertreter der Elternpflegschaft.

MINT-Talente werden gesucht: Ob in kleinen, mittleren oder großen Unternehmen, wer rechnen, tüfteln oder programmieren kann, dem stehen beruflich fast alle Türen offen. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium möchte deshalb bei seinen Schüler/-innen frühzeitig Interesse für MINT-Themen wecken und Technik-Talente fördern. Im Rahmen einer neuen Schulkooperation mit dem Campus Velbert/Heiligenhaus können zukünftig Schüler/-innen ab der Mittelstufe an spannenden Experimentierkursen rund um das Thema Technik und IT teilnehmen.

Nachwuchskräfte für die heimische Industrie finden
„Es freut mich sehr, dass der Campus Velbert/Heiligenhaus jetzt auch mit einer weiterführenden Schule in Velbert kooperiert!“, betont Hochschulpräsident Prof. Dr. Jürgen Bock „Wir haben zahlreiche Kooperationsfirmen für unser duales Studium in Velbert, die händeringend nach Nachwuchskräften suchen. Durch die Schulkooperation können wir nicht nur frühzeitig Schüler/-innen für Technik begeistern, sondern auch auf die hervorragenden Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten in ihrer Stadt aufmerksam machen.“ Hierfür wurden zusammen mit der Schulleitung und Fachlehrer/-innen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums mehrere Kursbausteine für den Schulunterricht und Freizeitbereich der Schüler/-innen erarbeitet.

Technik praktisch erleben
„Die Experimentierkurse des Campus ermöglichen unseren Fachlehrer/-innen den Unterricht sehr praktisch und abwechslungsreich zu gestalten. Durch zusätzliche AG-Angebote möchten wir den MINT-Talenten eine Möglichkeit geben, ihre Kenntnisse zu vertiefen. So eine Möglichkeit fehlt ganz allgemein bislang im Freizeitangebot für technikinteressierte Jugendliche. Diese Lücke können wir jetzt durch die Kooperation mit dem Schülerlabor des Campus schließen“, erklärt Schulleiterin Gabriele Commandeur.

Im Fachunterricht sollen Erdkunde-Schüler/-innen zukünftig im Rahmen einer Geocaching-Rallye Einblicke in die Funktionsweisen von GPS-Systemen bekommen. Der Physik-Unterricht wird durch verschiedene Experimente zum Thema Magnetismus ergänzt: „Der Campus ist hier hervorragend ausgestattet und jeder unserer Schüler/-innen kann einmal selbst einen Versuch durchführen. Diese Möglichkeit haben wir sonst oft nicht. Durch eigenständiges Experimentieren wird dabei das Interesse und die Neugierde am Thema gesteigert. Das ist pädagogisch unheimlich wichtig.“, erläutert Biologie-Lehrer Helge Hassler. Darüber hinaus sind Einführungskurse mit dem 3D-Drucker in der Mittelstufe geplant. Die Lehrer/-innen können danach auf solidem Grundwissen ihrer Schüler/-innen aufbauen und eigene Unterrichtsprojekte mit dem 3D-Drucker anschließen. Im AG-Bereich sind unterschiedliche Projekte mit dem Arduino-Minicomputer geplant. Diesen sollen die Schüler selbst programmieren und z.B. ein Tic Tac Toe-Spiel entwickeln.

Studienmöglichkeiten aufzeigen
In der Oberstufe soll die Schulkooperation mit dem Campus Velbert/Heiligenhaus vertiefte Einblicke in MINT-Studienmöglichkeiten geben. „Wir laden die Schüler/-innen zukünftig einmal im Jahr zur Teilnahme an einer Probevorlesung an den Campus ein. Die Schüler/-innen können so Hochschulalltag live erleben und wichtige Fragen wie z.B. nach notwendigen Mathe-Vorkenntnissen direkt mit Studierenden und Professoren klären. Das baut Hemmschwellen ab!“, weiß Prof. Dr. Bock. Darüber hinaus sollen auch die Schüler/-innen des Geschwister-Scholl-Gymnasium ab 2020 am dualen Berufsorientierungspraktikum des Campus teilnehmen können: „Wir bieten den Schüler/-innen hier über ein oder zwei Wochen lang die Möglichkeit, einen dualen Studierenden im Unternehmen und an der Hochschule zu begleiten. So wird der Alltag eines dualen Studierenden erfahrbar und die Jugendlichen können sehr realistisch einschätzen, ob dieses Studienmodell das richtige für sie ist.“, erklärt Schul-Koordinatorin Christine Heinrichs vom Campus Velbert/Heiligenhaus.

Die Firmen in der Region würden auf jeden Fall begrüßen, wenn sich zukünftig noch mehr Schüler/-innen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums für ein duales Studium bei Ihnen entscheiden würden. „Die Nachfrage auf Unternehmensseite ist in jedem Fall da und unsere Kooperationsunternehmen möchten auch gerne schon zu Schulzeiten Kontakt zu den Technik-Talenten aufbauen und sie bei ihrer beruflichen Entscheidungsfindung unterstützen. Das erhöht letztlich auf beiden Seiten die Chancen auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“, so Prof. Dr. Bock.
Insofern hofft der Campus auf ein reges Interesse an dem Angebot und vielleicht findet das eine oder andere Technik-Talent ja im Anschluss auch Interesse an einem Ingenieur-Studium am Campus Velbert/Heiligenhaus.