Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

KapaKrit Expertenworkshop

Bau- und Umweltingenieurwesen (FB B)

Expertenrunde analysiert und diskutiert an der Hochschule Bochum die Steigerung der Leistungsfähigkeit eines Bahnhofes im Rahmen einer großräumigen Evakuierung

Am 11. Oktober 2019 kamen verschiedene Fachleute im Rahmen eines Expertenworkshops im Projekt „KapaKrit - Optimierung der Verkehrskapazität von Bahnhöfen im Krisen- und Katastrophen-fall“ an der Hochschule Bochum zusammen, um sich mit dem Projektthema zu beschäftigen.

Gemeinsam eingeladen hatte das Projektkonsortium, bestehend aus dem Forschungszentrum Jülich (Dr. L. Arnold), dem Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation (bueffee) sowie der Hochschule Bochum (Prof. S. Seipel).

Im Projekt KapaKrit wird am Beispiel des Dortmunder Hauptbahnhofs untersucht, wie die Verkehrskapazität für eine Evakuierung durch bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen kurzfristig maximiert werden kann. Das komplexe System „Bahnhof“ wird im Rahmen von Parameter-studien untersucht, um Einflussfaktoren zu ermitteln, die zur Erhöhung der Kapazität geeignet sind.

Geladen waren Experten aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Deutschen Bahn, der Bundes- und Landespolizei, sowie der Feuerwehr Dortmund und des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, sowie Vertreter der DSW21, National Express und Abellio. Unterstützt wurde das Projektkonsortium durch die Leiterin des Kompetenzcenter Sicherheit NRW.

Diskutiert wurden unter anderem Fragestellungen, wie eine geordnete Anreise der Bevölkerung zum Hauptbahnhof organisiert werden kann und welche Maßnahmen dazu ergriffen werden müssen. Hier wurden insbesondere anhand praktischer Erfahrungen der Polizei und der Feuerwehr die Lenkung und das Management von Personen analysiert.     

Bei der Betrachtung der Steigerung der Leistungsfähigkeit im Bereich Eisenbahnverkehr kamen schwerpunktmäßig die Fachkenntnisse der DB-Experten zum Tragen. In erster Linie wurden in diesem Themenfeld technisch und betrieblich mögliche Aspekte diskutiert, wie beispielsweise Züge in maximaler Traktion fahren zu lassen.

Die Erkenntnisse aus dem interdisziplinären Expertenworkshop fließen unmittelbar in die Forschungsarbeit ein und bilden die Basis realistischer Annahmen im Rahmen der Parameterstudien.