Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Eine Vorgehensweise für alle Bereiche, Strukturen und Aktivitäten

PRESSEMITTEILUNG

Nachhaltigkeitsstrategie der Hochschule Bochum wurde jetzt vorgestellt

Was ursprünglich als Stakeholder-Workshop für alle interessierten Hochschulangehörigen und Externe in Präsenz in der BlueBox der Hochschule Bochum geplant war, fand nun coronabedingt zwar weniger kreativ, dafür aber informativ und höchst ambitioniert statt: Die Vorstellung einer Nachhaltigkeitsstrategie, die alle Bereiche, Strukturen und Aktivitäten der Hochschule Bochum in den Blick nimmt.

Moderator Jan Nicolai Hennemann, Wirtschaftsmediator, Jurist und Wirtschaftsingenieur sowie Dozent in den Masterstudiengängen Nachhaltige Entwicklung und Angewandte Nachhaltigkeit, startete mit einem kurzen Gespräch mit dem Präsidenten der Hochschule, Prof. Dr. Jürgen Bock. Das Jubiläumsmotto „Denken, Fühlen, Machen. Sein.“ wurde um ein „nachhaltig sein.“ erweitert und bildete die Grundlage für den Einstieg. „Machen“ an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften ist nicht neu, Denken ebenso wenig – doch das Fühlen erst schlägt sich in Tatendrang, Motivation und Durchhaltevermögen nieder.

Jürgen Bock betonte, dass Nachhaltigkeit schon eine Rolle an der Hochschule gespielt hat, als der Begriff noch gar nicht salonfähig war. Forschen und Lehren für eine bessere Zukunft stehen schon seit mehr als 20 Jahren auf dem Programm – bestes Beispiel: das Solarcar. Laut Jürgen Bock ist so ein Konzept nicht von oben nach unten zu diktieren, sondern nur durch ein Miteinander auf Augenhöhe zu realisieren. „Als Hochschulgemeinschaft mit Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden gemeinsam ins Machen kommen!“ … das ist der Plan.

Wichtige Kooperationen beispielsweise mit der Handwerkskammer Dortmund, die federführend ist in Sachen Nachhaltigkeit in NRW oder mit dem VfL Bochum 1848, geben allen Partner*innen die Möglichkeit, an den gemeinsamen, realen Aufgaben zu wachsen und das Ziel, auf allen Ebenen interdisziplinär nachhaltiger zu agieren, zu erreichen.

Prof. Dr. Marcus Schröter, der Leiter der Nachhaltigkeitsstudiengänge der Hochschule, erläuterte den fast 140 Online-Teilnehmenden den Aufbau der im Sommer verabschiedeten Strategie, die ab sofort zweisprachig als gedruckte Broschüre auf Nachfrage oder, besser noch, als PDF zum Download zur Verfügung steht. Das Kapitel Governance spielt eine ganz besondere Rolle – es beschreibt den Hergang bis zur Verabschiedung der Strategie, vor allem aber die Mitwirkung der Hochschulgemeinschaft. Statusgruppenübergreifend, also mit Vertreter*innen von Beschäftigten, Gremien und Präsidium, wurde die Grundlage geschaffen – und gemeinsam wird auch die Umsetzung angegangen. Alle sind aufgerufen sich einzubringen, in interdisziplinären Gruppen am Runden Tisch werden Pläne konkretisiert, die dann zur Umsetzung wieder in die Gemeinschaft getragen werden.

Es wurden verschiedene Ziele für fünf übergeordnete  Themenfelder erarbeitet – beispielhaft belegt durch Nachhaltigkeitsprojekte mit Ursprüngen in der HS Bochum und jeweils hergeleitet durch eines oder mehrere der 17 international anerkannten Nachhaltigkeitsziele (SDGs):

  • Ziele für Lehre, Studium und Weiterbildung
  • Ziele für Forschung und Entwicklung
  • Ziele für Hochschulbetrieb, Beschaffung und Klima
  • Ziele für weniger Ungleichheiten
  • Ziele für Transparenz und Berichterstattung

Die Lehrenden Lisa Kränke und Prof.‘in Dr. Mi-Yong Becker sowie die Masterstudierende Maike Vierkötter vermittelten authentisch die Wichtigkeit dieses Projekts – ihnen war ihr eingebrachtes Herzblut und die Überzeugung von der Relevanz dieser Strategie anzumerken. Markus Hinsenkamp, Kanzler der Hochschule, teilt diesen Enthusiasmus. Er lud alle Hochschulangehörigen, nicht nur in Lehre und Forschung, sondern insbesondere auch in der Hochschulverwaltung ein, ihre Ideen einzubringen. Womit wir wieder zum „Fühlen“ kommen. Denn ohne Enthusiasmus, Überzeugung und Herzblut ließe sich ein solches Vorhaben weder anschieben – geschweige denn umsetzen.

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