Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.
Prof. Dipl.-Ing. Gernot Schulz

Entwerfen und Baukonstruktion

Lehre

Entwerfen

Es sind solche Gebäude, die unabhängig von Ihrer Funktion eine nachhaltige Wertigkeit in der Baugeschichte haben, die über die Funktionserfüllung eines Raumprogramms hinaus besondere Räume beinhalten. Ein besonderer Raum entsteht aus der Analyse und Interpretation einer gestellten Aufgabe und des vorgegebenen Ortes und wird durch Tageslicht, welches sich auf den Oberflächen des Raums abbildet, geformt. Tageslicht – als einziges „Material“ kann es einem Bau nicht hinzu gefügt werden. Jede Wand erzeugt Schatten und reflektiert Licht. Es gilt also das Licht mit den Mitteln der Architektur zu modellieren. Die Präzision der Idee ist dabei der Schlüssel zur Form.

Wir wollen die Architekten von morgen in die Lage versetzen, unter Berücksichtigung von Ökonomie, Ökologie und Energetik, Raumereignisse zu erschaffen, zu bewerten, an Ihrer Entstehung mitzuwirken oder auf Bauherrenseite diese zu fordern und zu fördern.

Erstentwurf SS 18 | Guesthouse BO

Entwurf SS 17 | TanzSportSchule Sevilla

Christina Wistuba

Marvin Schmidt

Entwurf WS 16.17 | Learning Center an der Hochschule Bochum

Amelie Kurz

David Laska

Marius Walter


Bachelorthesis

SS 16 I 1014 Fifth Avenue . Deutsches Kulturforum New York

Marco Huesch

Anna Droste

Michael Umbach

Jana Flatow

Christian Hoelter


Exkursionen

Südfrankreich 2018

Chile 2017


Persönliches

Portrait
  • Architekturstudium Universität Dortmund und ETH Zürich
  • 1992            Freie Mitarbeit im Büro A. Cruz / A. Ortiz, Sevilla
  • 1993–1998   Freie Mitarbeit und Projektpartner von Th. van den Valentyn, Köln
  • 1993–2001   Bürogemeinschaft mit Annette Hillebrandt in Köln
  • seit 2002     gernot schulz: architektur
  • seit 2004     Professur für Entwerfen und Baukonstruktion an der Hochschule Bochum
  • seit 2015      Dekan des Fachbereichs Architektur

Haltung

Es ist an der Zeit innerhalb der Diskussion über Architektur einen Aspekt (wieder) in den Mittelpunkt der architektonischen Arbeit zu stellen, der allenfalls noch für sakrale oder museale Bauaufgaben als angemessen erscheint oder aber in so unterschiedlichen Sinnbezügen – auch fachfremd - verwendet wird, dass seine eigentliche Bedeutung verloren scheint:

Der architektonische Raum, der besondere Raum, der in drei Dimensionen erdachte und mit allen Sinnen erfahrbare Raum.

Gemeint ist hier der Raum, der den Benutzer und Betrachter erfreut, für sich einnimmt, ihn inne halten und staunen lässt. Räume, in denen Kinder instinktiv in die Hände klatschen, um sich am Hall zu erfreuen, Räume, die uns zur Ruhe auffordern. Räume die zum Berühren der Wände verleiten, Räume mit Licht- und Schattenwurf, Räume die unantastbar erscheinen.

„Der Architekt entwirft heute die Fassade und allenfalls noch das Foyer". Diesem auch unter Architekten verbreitetem Denken wollen wir durch eine Ausbildung begegnen, die die Architekten von morgen in die Lage versetzen, wieder Raumereignisse zu erschaffen, zu bewerten, an ihrer Entstehung mitzuwirken oder aber auf Bauherrenseite diese zu fordern und/oder zu fördern.

Dies können sowohl Innen- als auch Aussenräume sein. Wir benötigen: Raum, Licht, Material – Mut und Wissen.

Schon diese - zugegeben vereinfachte – Aufzählung deutet darauf hin, dass die Bereiche Entwerfen und Konstruieren sich bedingen. Wir streben eine ganzheitliches Denken und Arbeiten an - jenseits von Stilen, Moden und Paradigmen.

Wir wollen die Grenzen aufheben zwischen Aussen- und Innenarchitektur, Konstruktion und Ausbau, Nutzen und Ästhetik.

Solche Räume zu erdenken und zu bauen bedarf es Mut (nicht Übermut!), denn solche Räume beziehen Stellung, sagen: „hier ist eine Wand, und hier ein Fenster, diese Oberfläche ist hart, diese weich, jene dunkel oder hell"; ein „so oder auch anders" genügt uns nicht.

Solche Räume zu konstruieren bedarf es Wissen, denn die schönste Raumidee verpufft, ist sie nicht aus schönen dauerhaften Materialien präzise erdacht und mit Sorgfalt gefügt.

Der Architekt ist mehr als der Moderator, er ist Vordenker!

Es ist dem Genius und Anspruch von Architekten (und denen, die sie beriefen und machen ließen) zu verdanken, das aus alltäglichen „profanen" Bauaufgaben „Raumereignisse" wurden, die aus und mit den Mitteln und der Geschichte des jeweiligen Ortes Neues erschaffen und/oder Altes bewahren und fortschreiben.

Beispiele:

F.L. Wright, Guggenheim Museum in New York, USA

L. Kahn, Bibliothek in Exeter, USA

L. Kahn, Salk Institute in San Diego, USA

R. Meier, Getty Foundation in Los Angeles, USA 

 

Diese sechs Beispiele für unterschiedliche „profane" Bauaufgaben, aus verschiedenen Ländern, verschiedenen Epochen und verschiedenen Stilen haben eins gemeinsam: Es war der Architekt, der „zwischen den Zeilen" der gestellten Bauaufgabe einen Raum erdacht hat, welcher das Gebäude prägt, die Nutzer immer wieder aufs Neue fasziniert und durch eine ganzheitliche Betrachtung von Konstruktion, Licht und Material dem Gebäude zu einer in keiner Tabelle erfassbaren Nachhaltigkeit verhalf.


Team

Anja Köster, Dipl.-Ing. Architektin

  • Architekturstudium FH Bochum und Universität Dortmund
  • 1996-2004   Freie Mitarbeit Architekturbüro Prof. Klaus Köpke, Bielefeld
  • seit 1998     Assistenz im Lehrgebiet Entwerfen und Baukonstruktion
  • seit 2004    Freischaffende Architektin in Bochum
  • 2004-2012  Lehrauftrag FH Dortmund, Lehrgebiet Entwerfen

Prof. Dipl.-Ing. Gernot Schulz
Raum: A 5-09
Tel.: +49 234 32 10128

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