Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Ziele des Projekts

Unser Projektteam arbeitet seit 2018 an der Erforschung neuartiger Mobilitäts- und Energiedienstleistungen. Ziel ist es, Lösungsstrategien für nachhaltige Mobilität im urbanen Raum mit neuartigen Sharingdiensten zu erarbeiten und deren Potenziale zu untersuchen. Elektromobilität hat das Potenzial, die verkehrsbedingten Emissionen zu minimieren. Allerdings ist dieser Effekt nur mit regenerativer Energieversorgung zu erzielen. Auch bei Sharingdiensten ist die Energieversorgung ein wichtiger Aspekt. Oftmals tauschen Mitarbeiter entladene Batterien durch Batterien aus, die zuvor an einem zentralen Ort geladen wurden, wodurch zusätzlicher Verkehr zum Transport der Akkus entsteht.

Ausgehend von dieser Problemstellung werden im Projekt mithilfe des Problem Based Learnings folgende Forschungsfragen behandelt werden:

  • Welchen Nachhaltigkeitsbeitrag können alternative Energieversorgungskonzepte leisten?
  • Mit welchen Geschäftsmodellen lassen sich die Energieversorgungskonzepte wirtschaftlich realisieren?
  • Welche Veränderungen im Mobilitätsverhalten der Nutzer lassen sich beobachten?
  • Wie wirkt sich die Verwendung von Akkuladeschränken auf die Lebensdauer der jeweiligen Akkus aus?
  • Wie können neuartige Bezahlsysteme für das Aufladen von Akkus umgesetzt werden (z.B. Blockchain-Technologien oder Software-Lösungen)?

Problem Based Learning

Das Problem Based Learning (PBL) ist ein Lernkonzept bei dem Studierende in Kleingruppen mit einer realen, komplexen Problemstellung konfrontiert werden[1]. Ziel des Problem Based Learnings ist der kognitive Wissenserwerb und der Verstehensprozess an sich, hin zu einer schrittweisen Lösung[2].

Das Problem Based Learning im BObby-Projekt erfolgt anhand der  Nachhaltigkeitsproblematik des urbanen Verkehrs, insbesondere hinsichtlich der unzureichenden erneuerbaren Energieversorgungskonzepte. Dadurch werden nicht nur fachliche Kompetenzen aufgebaut, sondern ebenso soziale Kompetenzen durch interdisziplinäre Projektarbeit gestärkt. Zusätzlich werden methodische Kompetenzen zum eigenständigen, kritischen, reflektierten und aktiven Lernen erworben und die Studierenden „[…] zum tieferen Verstehen des Materials, anstatt nur zum oberflächlichen Behandeln […]“[3] ermutigt.

 

[1] Barrows, H. S. (1996): Problem-based learning in medicine and beyond, in: L. Wilkerson, L./Gijselears, W. H. (Hrsg.): New directions for teaching and learning, 68. Ausgabe, Brining problem-based learning to higher education, Theory and practice, S. 3-13, San Francisco, Jossey-Bass, S. 5.

[2] Strittmatter-Haubold, V. (2016): Problem Based Learning, Eine Methode für wirksame Lernsettings in der wissenschaftlichen Weiterbildung?, in: Hochschule und Weiterbildung, Schwerpunktthema: Hochschulweiterbildung und Beruf, 1/2016, DGWF, S. 50-55, S. 1.

[3] Strittmatter-Haubold, V. (2016): Problem Based Learning, Eine Methode für wirksame Lernsettings in der wissenschaftlichen Weiterbildung?, in: Hochschule und Weiterbildung, Schwerpunktthema: Hochschulweiterbildung und Beruf, 1/2016, DGWF, S. 50-55, S. 151