Internationale Zusammenarbeit: Die vierte Hydrogen Summer School 2026 in Kozani, Griechenland

Im Rahmen des Erasmus+-Projekts Hydrogen Valley Vocational Excellence Hub (H2VE) fand vom 29. Juni bis 3. Juli 2026 die vierte Hydrogen Summer School in Kozani, Griechenland, statt. Das Programm war breit aufgestellt mit Vorträgen und Besichtigungen zu Wasserstofftechnologien, Wasserstoff-Ökosystemen und der beruflichen Bildung im Wasserstoffsektor. Organisiert wurde die Summer School gemeinsam von CluBE (Cluster of Bioeconomy and Environment of Western Macedonia), der University of Western Macedonia und der Region Westmakedonien, im Rahmen der Erasmus+-Projekte H2VE und Green Skills for Hydrogen. CluBE ist eine in Kozani ansässige Organisation, die Stakeholder, Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Bereich Bioökonomie und Umwelt zusammenbringt und bereits seit vielen Jahren Projektpartner des Labors für Nachhaltigkeit in der Technik ist. Neben Vertreter:innen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen nahmen auch zahlreiche Industriepartner und Verbände aus dem europäischen Wasserstoffsektor teil, was der Woche einen ausgeprägt praxisnahen Charakter verlieh. An Studierenden der Hochschule Bochum haben Jona Kreutz und Nikolas Biletic des ausbildungsbegleitenden Bachelorstudiengangs „Mechatronik“ auf eigene Initiative an der Summer School teilgenommen. 

Organisiert wurde die Summer School gemeinsam von CluBE (Cluster of Bioeconomy and Environment of Western Macedonia), der University of Western Macedonia und der Region Westmakedonien, im Rahmen der Erasmus+-Projekte H2VE und Green Skills for Hydrogen. CluBE ist eine in Kozani ansässige Organisation, die Stakeholder, Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Bereich Bioökonomie und Umwelt zusammenbringt und bereits seit vielen Jahren Projektpartner des Labors für Nachhaltigkeit in der Technik ist. Neben Vertreter:innen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen nahmen auch zahlreiche Industriepartner und Verbände aus dem europäischen Wasserstoffsektor teil, was der Woche einen ausgeprägt praxisnahen Charakter verlieh. An Studierenden der Hochschule Bochum haben Jona Kreutz und Nikolas Biletic des ausbildungsbegleitenden Bachelorstudiengangs „Mechatronik“ auf eigene Initiative an der Summer School teilgenommen. 

Den Programmauftakt bildeten die Grußworte von Georgios Amanatidis, dem Gouverneur der Region Westmakedonien, Jorgos Chatzimarkakis, dem CEO von Hydrogen Europe, sowie von Nikolaos Ntavos, dem Mitgründer und Manager von CluBE. Nach einer kurzen Einführung in das H2VE-Projekt durch den Projektkoordinator Giovanni Cinti der Universität Perugia, folgte die erste interaktive Session „H2 Valley Lab: Design your Energy Ecosystem“, die eindeutig den diesjährigen Fokus auf Hydrogen Valleys herausstellte. 

Neben weiteren Vorträgen sowie der Demonstration eines Wasserstofffahrrads (BHyKE) und eines Wasserstoffautos (Hyundai NEXO, s. Abbildung 1), fand ebenfalls die Präsentation des Labors für Nachhaltigkeit in der Technik zum Thema „Nachhaltigkeit in Wasserstoffsystemen“ statt (s. Abbildung 2). In einer Mischung aus Vortrag und interaktiver Gruppenarbeit wurde den Teilnehmenden der Summer School durch Prof. Dr.-Ing. Semih Severengiz und Loredana Tiedke zunächst das Konzept der Nachhaltigkeit sowie die Grundlagen der Ökobilanzierung (LCA) als Methode zur quantitativen Messung von Nachhaltigkeit vermittelt und der Bogen zur LCA von Wasserstoffsystemen am Beispiel des Forschungsprojekts GH2GH gespannt. In der interaktiven Gruppenarbeit konnten die Studierenden anhand realer, vereinfacht aufbereiteter Daten aus dem Anwendungsfall des GH2GH-Forschungsprojekts selbst LCA-ähnlich erproben, wie sich unterschiedliche Parameter auf die Emissionen eines Wasserstoffsystems über die gesamte Lebensdauer hinweg auswirken. 

Die nachfolgenden Tage vertieften das Themenspektrum entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette: von industriellen Anwendungen und Brennstoffzellentechnologien über den direkten Austausch mit Industrie- und Verbandsvertreter:innen bis hin zu Power-to-X-Pfaden, solaren Ressourcen für die Wasserstoffproduktion und der Verbindung von Hydrogen Valleys mit beruflicher Bildung (VET).

Ergänzend zum inhaltlichen Programm der Summer School fand die zweite Generalversammlung des H2VE-Konsortiums in Person statt, welche den persönlichen Austausch mit den Projektpartnern über den Fortschritt sowie den weiteren Verlauf des Projekts ermöglichte.

Für Prof. Dr.-Ing. Severengiz und Loredana Tiedke bildete die Veranstaltung „Exploring the Setup of a Local Hydrogen Valley: Let’s Support Us!“ den Abschluss der Summer School. Über die Woche hinweg haben die Teilnehmenden die sechs Regionen kennengelernt, die am H2VE-Projekt beteiligt sind und in denen jeweils ein CoVE (Centre of Vocational Excellence) aufgebaut wird; für diese Veranstaltung konnten sich die Teilnehmenden einer der Regionen zuordnen. In gemischten Gruppen erhielten sie jeweils mindestens eine Expertin oder einen Experten aus der jeweiligen Region an die Seite und entwickelten als Gedankenexperiment ein eigenes Hydrogen Valley: Sie legten den regionalen Hauptfokus fest - etwa Industrie oder Mobilität -, berechneten den jährlichen Wasserstoffbedarf sowie die dafür benötigte Menge erneuerbarer Energien zur Herstellung von grünem Wasserstoff und schätzten schließlich die daraus resultierenden Levelized Cost of Hydrogen für die jeweilige Region ab. Die Ergebnisse wurden mittels kurzer Präsentationen allen Teilnehmenden vorgestellt.

Für die übrigen Teilnehmenden folgte am Freitag noch ein Vor-Ort-Besuch beim Centre for Research & Technology Hellas (CERTH) in Ptolemaida, mit Einblicken in den dortigen H2-HUB, das EVELIXIA-Projekt sowie den „Energy Pack“ von Blue Energy Revolution, einem Projektpartner des H2VE-Konsortiums. 

Die Summer School bot damit nicht nur fachlichen Input, sondern vor allem Raum für den internationalen Austausch zwischen Forschung, Industrie und Bildungseinrichtungen. Für das H2VE-Projekt war die Woche in Kozani ein wichtiger Baustein, um Erkenntnisse aus Curriculum- und CoVE-Entwicklung mit aktuellen industriellen und wissenschaftlichen Perspektiven zu verknüpfen, und ein gutes Beispiel dafür, wie europäische Hydrogen-Valley-Initiativen voneinander lernen können.