Kontext, FAQs, Informationen

Zunehmende Cyberangriffe:
In den vergangenen Jahren haben Zahl und Komplexität von Cyberangriffen deutlich zugenommen. Hochschulen sind dabei ein besonders sensibles Ziel: Sie verarbeiten personenbezogene Daten von Studierenden und Mitarbeitenden, verwalten Forschungsergebnisse und betreiben zahlreiche IT-Systeme, die den gesamten Lehr- und Verwaltungsbetrieb ermöglichen. Bislang wurden viele dieser Systeme mit klassischen Anmeldeverfahren geschützt, also durch die Eingabe von Benutzername und Passwort.
Passwörter können durch Phishing-Mails, Datenlecks oder automatisierte Angriffe leicht in falsche Hände geraten. Selbst komplexe Passwörter reichen heute oft nicht mehr aus, um unbefugte Zugriffe zuverlässig zu verhindern.
Wie wird das technisch umgesetzt ?
In einigen Instanzen und Anwendungen sind bereits integrierte MFAs vorhanden. Für die anderen übrigen Systeme wird eine zentrale Lösung eingeführt: Über das Shibboleth-System werden weiteren Dienste mit einer MFA-Funktion ausgestattet. Dazu wird eine Lösung für „MFA“ eingesetzt, die eine einheitliche Anmeldung mit zusätzlichem Sicherheitsfaktor ermöglicht. So entsteht eine einheitliche Anmeldeinfrastruktur mit durchgängigem Sicherheitsniveau, einfach zu verwalten und zukunftssicher.
Ziel ?
Ziel ist es, alle Systeme in eine gemeinsame Struktur zu integrieren, so ein durchgängiges und einfach zu verwaltendes Sicherheitsniveau zu erreichen, und die Anmeldung an hochschulkritischen Diensten mit einer Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA) zu sichern. Dabei reicht ein Passwort allein nicht mehr aus. Zusätzlich wird ein weiterer Nachweis erforderlich, etwa ein zeitbasierter Code aus einer Authenticator-App oder ein physischer Sicherheitsschlüssel. Dadurch wird der Zugriff auf sensible Daten erheblich besser geschützt, weil selbst ein gestohlenes Passwort ohne den zweiten Faktor nutzlos bleibt.
Rechtlicher Hintergrund ?
Die Einführung der MFA ist auch eine Maßnahme im Rahmen der Vereinbarung zur Cybersicherheit (VzC) des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Diese Vereinbarung verpflichtet alle Hochschulen, verbindliche Mindeststandards für IT-Sicherheit umzusetzen. Mit dem Projekt werden bestehende Einzellösungen vereinheitlicht, und moderne Authentifizierungsmethoden wie Sicherheitsschlüssel und Passkeys werden unterstützt.
Ja, alle Mitarbeitenden, Studierende und Externe Nutzer*innen müssen früher oder später MFA für ihr Konto aktivieren. Nur so kann ein effektiver Schutz aller Hochschulangehörigen gewährleistet werden. Ab dem 01.01.2027 wird die MFA für Mitarbeitende sowie Studierende technisch verpflichtend umgesetzt, sodass ein Login ohne zweiten Faktor nicht mehr möglich sein wird.
Die Hochschule Bochum unterstützt verschiedene MFA-Verfahren. Welche Methode für Sie vorgesehen oder geeignet ist, hängt von Ihrer Nutzergruppe und Ihrem Einsatzszenario ab.
Mit der Einführung der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) wird sich der Anmeldeprozess für verschiedene Systeme und Dienste an der HSBO ändern. Anstatt nur ein Passwort einzugeben, müssen Sie zusätzlich einen zweiten Authentifizierungsfaktor bereitstellen.
Sie können zwischen verschiedenen MFA-Verfahren wählen. Die Hochschule Bochum empfiehlt die Verwendung einer Authenticator-App (TOTP). Alternativ können – je nach Nutzergruppe – ein vorkonfigurierter YubiKey der Campus IT oder ein eigener kompatibler Sicherheitsschlüssel verwendet werden.
Die Hochschule Bochum empfiehlt die Verwendung einer Authenticator-App (TOTP). Diese Methode eignet sich für alle Nutzerinnen und Nutzer.
Beschäftigte, die kein privates Smartphone verwenden möchten, können alternativ einen vorkonfigurierten YubiKey der Campus IT erhalten.
Wer bereits einen eigenen kompatiblen Sicherheitsschlüssel oder einen Passkey besitzt, kann diesen ebenfalls im MFA-Portal registrieren.
Authenticator-Apps
Die Authenticator-App (TOTP) ist die von der Hochschule Bochum empfohlene Standardmethode für die Multi-Faktor-Authentifizierung und eignet sich für alle Nutzerinnen und Nutzer. Sie können diese Apps ganz einfach auf Ihrem privaten Smartphone installieren und verwenden.
Wenn Sie bereits eine Authentifizierungs-App (z.B. Microsoft Authenticator, Google Authenticator, Authy oder eine ähnliche Anwendung) auf Ihrem Smartphone installiert haben, können Sie diese verwenden und Ihr Konto dort verknüpfen. Grundsätzlich kann jede Authentifizierungs-App unabhängig vom Hersteller verwendet werden, sofern sie die Time‑based One‑Time Password Methode (TOTP) unterstützt.
TOTP
TOTP (Time‑based One‑Time Password) ist ein offenes Authentifizierungsprotokoll, das zeitbasierte Einmalpasswörter erzeugt und von allen gängigen Authentifizierungs-Apps unterstützt wird.
Authentifizierungs-Apps erzeugen mithilfe des TOTP-Verfahrens auch ohne Internetverbindung alle 30 Sekunden einen sechsstelligen Einmalcode, der als Anmeldebestätigung für die Multi-Faktor-Authentifizierung verwendet werden kann. Die Einrichtung erfolgt im MFA-Portal durch das Scannen eines QR-Codes.
Unterstützte Anwendungen:
- Gängige Authentifizierungs-Apps für das Smartphone (z. B. MicrosoftAuthenticator, Google Authenticator, etc.)
Wir empfehlen: Richten Sie neben der Authenticator-App auf Ihrem Smartphone eine zweite Authenticator-Anwendung auf einem weiteren Gerät (zum Beispiel einem PC) als Backup ein.
Für einen TOTP-Token kann eine geeignete Authenticator-App auf einem Smartphone verwendet werden. Wenn Sie hierfür kein privates Mobilgerät nutzen möchten oder können, stehen – abhängig von der jeweiligen Nutzergruppe und dem vorgesehenen Einsatz – alternative Möglichkeiten zur Verfügung.
Vorkonfigurierter YubiKey der Campus IT
Beschäftigte, die kein privates Smartphone verwenden möchten, können über die Campus IT einen vorkonfigurierten YubiKey erhalten. Der YubiKey wird bereits für Ihr Benutzerkonto eingerichtet und kann anschließend sofort für die Anmeldung verwendet werden.
Eigener Sicherheitsschlüssel
Wer bereits einen eigenen kompatiblen Sicherheitsschlüssel besitzt oder einen Passkey verwenden möchte, kann diesen selbst im MFA-Portal registrieren.
Hinweis: Für alternative Hard- oder Softwarelösungen, die nicht von der Hochschule bereitgestellt bzw. offiziell unterstützt werden, kann die Campus IT keinen Support gewährleisten.
Für Fragen zur für Sie vorgesehenen MFA-Methode wenden Sie sich bitte an den IT-Support der Campus IT.
Sicherheitsschlüssel (YubiKey)
Der Sicherheitsschlüssel ist eine hardwarebasierte Authentifizierungslösung, welche mehrere Authentifizierungsprotokolle und eine sichere Anmeldung an Ihrem Konto unterstützt.
Beschäftigte der Hochschule Bochum können einen Sicherheitsschlüssel von der Campus IT erhalten.
Studierende sowie Beschäftigte können alternativ einen eigenen kompatiblen Sicherheitsschlüssel oder einen Passkey verwenden und diesen selbst im MFA-Portal registrieren.
Yubikeys der Hochschule Bochum:
Die von der Campus IT beschafften Yubikeys sind Eigentum der HSBO und bei Beendigung des Dienstverhältnisses dem Fachvorgesetzten auszuhändigen.
Hinweis zur Nutzung von Sicherheitsschlüsseln (YubiKey)
- Wir empfehlen, den von uns ausgegebenen YubiKey zusammen mit Ihrem Schlüsselbund oder Ihren Zugangschips aufzubewahren. Dies erleichtert die Nutzung im Alltag und stellt sicher, dass der Sicherheitsschlüssel bei Bedarf schnell verfügbar ist.
- Durch diese Aufbewahrung verringern Sie zudem das Risiko, den YubiKey zu Hause oder nach Dienstschluss im Büro zu vergessen. Gleichzeitig wird die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts reduziert.
Der von der Campus IT ausgegebene YubiKey ist bereits für Ihr Benutzerkonto vorkonfiguriert. Änderungen oder das Entfernen dieses Tokens erfolgen ausschließlich durch die Campus IT.
Der physische Sicherheitsschlüssel dient als zweiter Faktor für die Anmeldung und ist sorgfältig zu behandeln.
- Der Sicherheitsschlüssel ist sicher aufzubewahren.
- Es wird empfohlen, den Sicherheitsschlüssel zusammen mit Ihrem Schlüsselbund oder Ihren Zugangschips aufzubewahren, damit er im Alltag jederzeit verfügbar ist.
- Verlust oder Diebstahl des Sicherheitsschlüssels ist unverzüglich dem IT-Support zu melden.
- Die Weitergabe des Sicherheitsschlüssels an Dritte ist unzulässig.
- Lassen Sie den Sicherheitsschlüssel nach der Anmeldung nicht dauerhaft am Computer eingesteckt.
- Prüfen Sie beim Verlassen Ihres Arbeitsplatzes, dass Sie den Sicherheitsschlüssel wieder mitnehmen.
- Bitte behandeln Sie Ihren Sicherheitsschlüssel genauso sorgfältig wie Ihren Büro- oder Gebäudeschlüssel.
Der von der Hochschule Bochum ausgegebene YubiKey bleibt Eigentum der Hochschule Bochum. Er wird ausschließlich zur sicheren Anmeldung an den vorgesehenen IT-Diensten bereitgestellt und darf nur für dienstliche Zwecke verwendet werden.
Ab 01.01.2027 ist für die Anmeldung an den vorgesehenen IT-Diensten ein MFA-Token erforderlich.
Wenn Sie bis dahin noch keinen Token eingerichtet haben, wenden Sie sich bitte an die Campus IT. Nach einer Identitätsprüfung erhalten Sie ein Registrierungstoken.
Mit diesem Registrierungstoken können Sie sich einmalig anmelden und anschließend im MFA-Portal Ihren persönlichen MFA-Token einrichten.
Der Zugriff auf das MFA-Portal ist nur aus dem Hochschulnetz möglich. Wenn Sie sich zum Zeitpunkt des Rollouts auf einer Dienstreise oder länger im Ausland befinden und deshalb die erste MFA-Einrichtung nicht im Hochschulnetz durchführen können, wenden Sie sich bitte an die Campus IT.
Nach einer Identitätsprüfung erhalten Sie ein Registrierungstoken. Damit können Sie die erste Anmeldung durchführen und anschließend Ihren persönlichen MFA-Token einrichten.
Für den VPN-Zugang wird ebenfalls MFA verwendet. Ohne eingerichteten MFA-Token ist daher keine normale VPN-Anmeldung möglich.
Für diesen Sonderfall stellt die Campus IT nach einer Identitätsprüfung ein Registrierungstoken bereit. Dieses ermöglicht eine einmalige VPN-Verbindung.
Anschließend können Sie sich am MFA-Portal anmelden und Ihren persönlichen MFA-Token einrichten. Danach ist die reguläre Anmeldung per VPN mit MFA möglich.
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