Viele Persönlichkeiten. Zwei Standorte. Eine BO.

Talent Marios aus Hagen

2017 hat Marios einen neuen Weg eingeschlagen und seine Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt. Inzwischen ist er 28 Jahre alt und im Studium der Sozialen Arbeit angekommen.

„Zuvor habe ich mich bereits ehrenamtlich für die offene Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt. Mir war schon lange klar, dass ich mich gesellschaftlich und sozial engagieren möchte.“ Seine wieder aufgenommene Schulzeit beschreibt er als eine der besten Zeiten seines Lebens. „Ich habe mich selbst nochmal neu entdecken können und wurde mir dadurch meiner Stärken und Schwächen bewusst, weil ich mich hierbei reflektieren konnte. Natürlich war auch die dabei erlangte Bildung eine super Vorbereitung auf mein Studium.“
Hierbei ist Marios auf das Talentscouting aufmerksam geworden und vereinbarte ein Treffen mit Svenja Löhe. „Es war das Beste, was ich machen konnte, da es mir bei meiner Wahl und Orientierung geholfen hat. Es werden einem Möglichkeiten aufgezeigt, die man selbst nicht unbedingt in Betracht gezogen hätte, weil einem die Vielfältigkeit von Perspektiven nicht immer bekannt ist. Svenja steht hierbei verlässlich zur Seite und voll und ganz dahinter.“

Das Studium an der FH Dortmund hat Marios im Frühjahr 2020 begonnen.

„Der Übergang von Schule hin zur Hochschule war erst einmal gar nicht so einfach, zumal ich durch die plötzliche Pandemie online starten musste. Das Lernpensum hat sich vervielfältigt, man lernt weitaus mehr auf wissenschaftlicher Basis und ich musste mich neu in der Zeiteinteilung zurechtfinden. Hierbei bin ich nun aber flexibler und vor allem macht es mir großen Spaß, dass ich mich jetzt ausschließlich mit Themen befasse, die mich voll und ganz interessieren. Das Studium motiviert mich auch nochmal, mich weiter zu entwickeln und meine Platzierung zu finden. Das macht ja eben auch die Arbeit aus, die ich machen will – Zielorientierung.“

In seiner Freizeit findet man Marios seit 2015 an der elektrischen Gitarre seiner Band. „Ich bin einfach immer auf der Suche nach neuen Wegen. Wegen, die mich erfüllen und gleichzeitig auch mein Gegenüber. Genau das kann ich auch jedem raten: sich auszuprobieren, zu hinterfragen und die Orte aufzusuchen, an denen man sich selber sieht. Erfahrungen und Eindrücke bringen einen auf den richtigen Weg. Man findet Kontakte und entsprechende Kreise, wodurch man seine Beziehungen erweitert.“

Und wo sieht Marios sich in der Zukunft?

„Ganz klar in der interkulturellen Arbeit. Es liegt mir sehr am Herzen, Menschen mit Migrationshintergrund dabei zu unterstützen, ihren eigenen Weg zu schaffen und sich hier wohlzufühlen. Kulturen zu vereinen und den Austausch zu fördern, dafür kann man gar nicht genug tun und ich hoffe, dass ich hierzu einen langanhaltenden Teil beitragen kann.“

(Text: Jasmin Janczyk)