Umweltinformatik B.Sc.
Umweltinformatik (B.Sc.) studieren – Informatik, Nachhaltigkeit und Daten für Umweltlösungen. Der Bachelorstudiengang Umweltinformatik vereint Informatik mit aktuellen Themen der Umwelt und Nachhaltigkeit. Studierende lernen die Erhebung, Analyse, Modellierung und Visualisierung von Umweltdaten – sowie die Entwicklung digitaler Lösungen für Klimaschutz, Energiewende, Mobilität und Gesundheit auf dieser Grundlage. Sei es bei Klimamodellen, digitalen Stadt-Zwillingen oder datenfundierten Umweltanalysen: In der Umweltinformatik entwickelst du nicht nur Programme, sondern beschäftigst dich auch mit Lösungen für tatsächliche gesellschaftliche Probleme. Der Studiengang ist in NRW einmalig und setzt die erfolgreiche Geoinformatik an der Hochschule Bochum konsequent fort – mit einem noch intensiveren Fokus auf Umwelt, Nachhaltigkeit und moderne Informatik.
Auf einen Blick
- Abschluss:
- Bachelor of Science
- Regelstudienzeit:
- 7 oder 9 (kooperativ) Semester
- Studienstart:
- Wintersemester
- Campus:
- Zentralcampus Bochum
- Unterrichtssprache:
- Deutsch
- Leistungspunkte:
- 210 ECTS
- Studienform:
- Vollzeit oder kooperativ
- Zulassungsart (N.C.):
- Ohne N.C.
Studieninhalte und Schwerpunkte
Der Bachelorstudiengang Umweltinformatik vereint verschiedene Fachrichtungen, hat einen hohen Praxisbezug und ist klar informatikzentriert aufgebaut. Er integriert Inhalte aus der Informatik, der Geoinformatik, den Umweltwissenschaften sowie dem Software-Engineering und bereitet gezielt auf anspruchsvolle Aufgaben an der Schnittstelle von IT, Umwelt und Gesellschaft vor. Dabei erwirbst du sowohl fundierte Programmier- und Datenkompetenzen als auch ein tiefes Verständnis für ökologische, räumliche und nachhaltigkeitsbezogene Fragestellungen.
Im Studienverlauf lernst du, Umwelt- und Geodaten zu erfassen, zu analysieren, zu modellieren und visuell aufzubereiten. Dazu gehören unter anderem Datenbanken, Web- und Anwendungsentwicklung, Statistik, Modellierung, GIS-Technologien sowie Methoden der Umweltanalyse. Ergänzt wird dies durch Grundlagen der Umweltwissenschaften, etwa zu Klima, Wasser, Energie oder Mobilität, sodass du technische Lösungen immer im fachlichen Kontext bewerten kannst.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf semesterübergreifenden Projekten: Ab dem 2. Semester arbeitest du kontinuierlich in interdisziplinären Teams an praxisnahen Fragestellungen – zum Beispiel im Umweltmonitoring, bei der Auswertung von Sensordaten oder bei digitalen Anwendungen für Kommunen, Regionen und Unternehmen. Die Projektstruktur orientiert sich bewusst an realen Arbeitsprozessen und fördert neben fachlichen Kompetenzen auch Teamarbeit, Projektmanagement und Kommunikation.
Optional kannst du dein Studium durch eine Vertiefung im Bereich Geoinformatik individuell ausrichten. Diese legt einen stärkeren Fokus auf räumliche Daten, GIS-Analysen, Kartographie und geobasierte Anwendungen und ist besonders geeignet für Studierende mit Vorerfahrungen etwa aus einer Geomatik- oder verwandten Ausbildung. So kannst du dein Profil gezielt schärfen und dich auf bestimmte Berufsfelder vorbereiten.
Im Studium beschäftigst du dich unter anderem mit:
Informatik & Software Engineering
- Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen
- Software Engineering und nachhaltiges Softwaredesign (Green Coding)
- Webtechnologien, IT-Sicherheit
- Maschinelles Lernen, Künstliche Intelligenz und Data Science
Umweltinformatik & Umweltdaten
- Umwelt- und Geoinformationssysteme (GIS)
- Erfassung, Management und Analyse von Umweltdaten
- Sensorik, Fernerkundung und Erdbeobachtung
- Modellierung, Simulation und Bewertung von Umweltsystemen
Zukunftsthemen & Anwendungen
- Digitale Zwillinge und Smart Cities
- Klimaresilienz, Energiewende und Verkehrswende
- Umweltgesundheit, Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz
- Lebenszyklusanalyse (LCA) und Umweltbewertung
Umweltinformatik Module pro Semester erklärt
Im Bachelorstudiengang Umweltinformatik wirst du Schritt für Schritt an die fachlichen Inhalte herangeführt. Das Studium ist so aufgebaut, dass sich Grundlagen, Anwendungen und Projekte sinnvoll verzahnen und du dein Wissen kontinuierlich vertiefst.
In den ersten beiden Semestern legst du das Fundament für dein Studium. Du beschäftigst dich mit mathematischen Grundlagen und erhältst eine fundierte Einführung in die Informatik. Parallel dazu lernst du zentrale Konzepte der Umweltinformatik kennen, zum Beispiel im Modul System Erde, das ökologische Zusammenhänge und Umweltsysteme vermittelt. Erste Programmiermodule sorgen dafür, dass alle Studierenden – unabhängig von ihren Vorkenntnissen – eine gemeinsame informatische Basis entwickeln.
Ab dem dritten Semester wird das Studium zunehmend anwendungsorientiert. Aufbauend auf den Grundlagen vertiefst du deine Programmierkenntnisse, lernst Algorithmen und Datenstrukturen kennen und beschäftigst dich mit Umwelt- und Geoinformationssystemen. Inhalte wie Geodatenmanagement, Fernerkundung und Geovisualisierung zeigen, wie Umwelt- und Geodaten erfasst, analysiert und verständlich aufbereitet werden. Gleichzeitig startest du mit den ersten semesterübergreifenden Umweltinformatik-Projekten, in denen du das Gelernte direkt praktisch anwendest.
In den mittleren Semestern stehen moderne Methoden und Zukunftsthemen im Fokus. Du arbeitest mit Data Science, Maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz, modellierst und simulierst Umweltsysteme und beschäftigst dich mit digitalen Zwillingen und Smart Cities. Ergänzt wird dies durch Module wie nachhaltiges Software Engineering und Green Coding, in denen du lernst, Software ressourcenschonend und verantwortungsvoll zu entwickeln. Die Projektarbeit begleitet dich weiterhin und orientiert sich an realen Fragestellungen aus Praxis und Forschung.
Ab dem fünften und sechsten Semester kannst du dein Studium zunehmend individuell ausrichten. In Wahlpflichtmodulen setzt du eigene Schwerpunkte, zum Beispiel in den Bereichen Umweltinformatik, Energiewende, Verkehrswende, Umwelt und Gesundheit oder – optional – mit einer Vertiefung in Geoinformatik. Die Projektmodule werden komplexer und bereiten gezielt auf die berufliche Praxis vor.
Im siebten Semester steht der Übergang ins Berufsleben im Mittelpunkt. Du absolvierst eine Praxisphase, in der du dein Wissen in einem Unternehmen, einer Verwaltung oder einer Forschungseinrichtung anwendest. Die Bachelorarbeit schließt das Studium ab und bearbeitet eine konkrete Fragestellung aus dem Bereich der Umweltinformatik – häufig in enger Zusammenarbeit mit einem Praxispartner.
So entsteht ein Studium, das dich nicht nur fachlich qualifiziert, sondern dich Schritt für Schritt dazu befähigt, Informatiklösungen für Umwelt, Nachhaltigkeit und Gesellschaft zu entwickeln.
Das Modulhandbuch folgt.
Hinweis Rahmenordnung
Beachten Sie bitte auch die Rahmenordnungen für die Studiengänge der Hochschule Bochum.
Schulabschluss
- Fachhochschulreife (schulisch + praktisch) oder Abitur bzw. vergleichbarer ausländischer Abschluss
oder
- Eine als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung (Studium ohne Abitur oder Fachhochschulreife)
Vorpraktikum
- Kein Vorpraktikum erforderlich
Auch mit einer einschlägigen beruflichen Qualifikation ist der Einstieg möglich. Wenn du zum Beispiel eine Ausbildung im technischen, IT- oder umweltbezogenen Bereich abgeschlossen hast, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls zum Studium zugelassen werden.
- z.B. Geomatiker*in
- Umweltschutztechniker*in
- Fachinformatiker*in
- Energieberater*in
- Fachkraft für Erneuerbare Energien)
Besondere Vorkenntnisse in Informatik sind hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung. Motivation, Interesse an Informatik und Umweltfragen sowie die Bereitschaft, sich mit mathematischen und technischen Inhalten auseinanderzusetzen, sind entscheidend.
Internationale Studierende
- Ein zum Studium in Deutschland anerkanntes Zeugnis und nachgewiesene Sprachkenntnisse
Was macht den Studiengang Umweltinformatik besonders?
Du setzt Informatik gezielt für gesellschaftlich relevante Fragestellungen ein. Im Bachelor Umweltinformatik programmierst, analysierst und modellierst du datenbasierte Lösungen für reale Herausforderungen – von Klimawandel und Energiewende über nachhaltige Mobilität bis hin zu Umweltgesundheit und lebenswerten Städten.
Dabei erhältst du eine fundierte informatische Ausbildung. Du lernst Programmierung, Software Engineering, Data Science und Künstliche Intelligenz und wendest diese Kompetenzen systematisch in Umwelt- und Nachhaltigkeitskontexten an. Der Studiengang ist einzigartig in NRW und verbindet Informatik, Umweltwissenschaften und Geoinformatik zu einem klaren, zukunftsorientierten Profil.
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal sind die semesterübergreifenden, praxisnahen Projekte: Ab dem zweiten Semester arbeitest du kontinuierlich in Teams an realen Fragestellungen aus Forschung, Verwaltung und Praxis. Du entwickelst Software, analysierst reale Umweltdaten, baust Modelle und erlebst, wie deine Arbeit Wirkung entfaltet – etwa im Umweltmonitoring, in der Stadt- und Regionalentwicklung oder bei digitalen Zwillingen.
Der Studiengang ist bewusst interdisziplinär angelegt. Informatik trifft auf Umwelt, Gesundheit, Verkehr und Energie. Genau diese Kombination macht Absolventinnen und Absolventen besonders gefragt. Als konsequente Weiterentwicklung der Geoinformatik an der Hochschule Bochum profitierst du zudem von langjähriger Erfahrung, starker Praxisanbindung und einer modernen didaktischen Ausrichtung.
Kurz gesagt: Wenn du gern programmierst, mit Daten arbeitest und deine Informatikkenntnisse sinnvoll einsetzen möchtest, bietet dir die Umweltinformatik genau den richtigen Rahmen.
Karrierechancen Umweltinformatik – Berufsfelder & Einstieg
Absolvent*innen der Umweltinformatik sind gefragte Fachkräfte: Sie verbinden tiefes IT-Know-how mit Umwelt- und Nachhaltigkeitskompetenz – eine Kombination, die in vielen Branchen dringend gesucht wird.
Berufsfelder und Tätigkeiten
Nach dem Bachelor (und ggf. einem anschließenden Masterstudium, z. B. Geoinformatik) arbeitest du unter anderem:
- in Ingenieur-, Planungs- und IT-Büros
- bei Kommunen, Landes- und Bundesbehörden
- in Umwelt-, Energie- und Verkehrsunternehmen
- bei Forschungsinstituten und Hochschulen
- in Start-ups im Bereich Nachhaltigkeit, Smart Cities oder Datenanalyse
Typische Tätigkeitsprofile sind z. B.:
- Entwicklung von Umwelt- und Geoinformationssystemen
- Analyse großer Umwelt- und Geodatenbestände
- Aufbau digitaler Zwillinge für Städte, Regionen oder Infrastrukturen
- Modellierung von Klima-, Energie- oder Verkehrsszenarien
- Softwareentwicklung für nachhaltige Anwendungen
- Beratung zu datenbasierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsstrategien
Auch eine Weiterqualifikation im Master Geoinformatik oder der Einstieg in den öffentlichen Dienst (z. B. mit Geoinformatik-Schwerpunkt) ist möglich.
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Studieren am Zentralcampus in Bochum
Modern, international ausgerichtet und mitten im Grünen – das ist die Hochschule Bochum.
Wir legen großen Wert auf Begegnungen auf Augenhöhe, ein unterstützendes Miteinander, persönliche Betreuung und starken Praxisbezug. ein ausgezeichnetes Betreuungsverhältnis und ein familiäres, unterstützendes Umfeld für Lehre, Forschung und Transfer. Unsere modernen Labore und Skills-Labs sowie maßgeschneiderten Lehr- und Lernumgebungen sind gezielt auf die Bedürfnisse der einzelnen Studienfächer abgestimmt und ermöglichen praxisorientiertes Lernen. Du kannst auch nach einem Masterabschluss bei uns einen Doktorgrad erwerben.
Die Standorte in Bochum liegen ca. 15 Auto- bzw. Stadtbahnminuten entfernt von der Innenstadt direkt neben der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Alle Freizeitangebote für Studierende dort stehen auch dir offen: vom Hochschulsport über das Kulturcafé bis hin zum Wohnheimangebot. Die Studentenstadt Bochum bietet ein vielfältiges und einzigartiges Angebot: vom Kunstmuseum, Theater und Konzerthaus über Planetarium und Bergbaumuseum bis hin zur Partymeile Bermudadreieck, Stadtpark und Kemnader See. – Schau mal bei Maps, wie grün es hier ist!
Du hast Lust, den Campus kennenzulernen?
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Hinweis
Der Studiengang befindet sich aktuell noch in der Akkreditierung.




